Oldenburg. Wer vorne nicht trifft, wird hinten bestraft. Damit ist aus Sicht des VfB Oldenburg eigentlich schon fast alles gesagt, wenn es darum geht, das Spiel gegen Werder Bremen II verkürzt darzustellen. Vor 1.858 Zuschauern unterlagen die Blauen den Jungprofis von der Weser mit 0:3.

Stephan Ehlers hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel beim BSV Rehden erneut umgestellt. Pascal Richter und Maik Lukowicz rückten in die Startformation. Ibrahim Temin und Kifuta Kiala Makangu hingegen nahmen anfänglich auf der Bank platz. Auf Seiten der Gäste kehrte der zuletzt fehlende Christian Groß in die Startformation zurück.

Wie die Blauen beikommen wollten, wurde früh klar. Der VfB stand tief und wollte mit langen Bällen die schnellen Spitzen Richter, Lukowicz und Steinwender in Szene setzen. Eine Taktik, die durchaus aufging, denn die ersten Möglichkeiten gehörten den Oldenburgern. Steinwender scheiterte aber ebenso an Torhüter Dos Santos Haesler (2. Minute), wie kurz darauf Richter (11.) und Lukowicz (15.).

Leicht und locker hätten die Blauen also in Führung gehen können, ehe die Bremer erstmals gefährlich wurden. Nach einer Ecke klatschte ein Kopfball aus dem Gewühl an den Pfosten (17.). Zwei Minuten später wurde dann deutlich, dass der VfB keinen glücklichen Spieltag erleben würde. Lukowicz musste außerhalb des Rasens behandelt werden, als die Bremer sich einen Eckball erspielten. Die Murmel rauschte in den Strafraum, die Abwehr konnte nicht klären und Simon Straudi traf zum 0:1 (19. Minute).

Der Treffer stellte den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf. Zwar hatten die Bremer mehr Ballbesitz, die besseren Möglichkeiten indes lagen beim VfB, der einige Minuten brauchte, um den Rückstand abzuschütteln. Zudem hatten die Gastgeber auch Verletzungspech. Mannschaftskapitän Kai Bastian Evers musste nach 37 Minuten verletzt vom Platz. Er wurde durch Ahmet Saglam ersetzt. Damit einher ging auch eine Umstellen. Saglam rückte neben Okan Erdogan in die Innenverteidigung. Gazi Siala übernahm den Part von Evers im Mittelfeld.

Nach dem Wechsel wurde den meisten Fans dann sehr schnell klar, dass der VfB an diesem Sonntag nicht mit Fortuna im Bunde ist. Nach einem feinen Doppelpass mit Pascal Richter tauchte Süleyman Celikyurt frei vor dem Bremer Tor auf. Die Zuschauer setzten bereits zum Jubel an, da brachte Haesler noch einen Fuß an den Ball und stand so dem Ausgleich im Weg (46.).

Lange Mienen auf Seiten der Gastgeber waren die Folge. Der VfB bemühte sich, erhöhte die Schlagzahl, doch die ganz großen Möglichkeiten hatten jetzt eher die Bremer. Isiah Ahmad Young scheiterte am starken Dominik Kisiel (55.) und Joshua Sargent wuchtete den Ball mit Vollspann über das Oldenburger Tor (60.).

Auf der anderen Seite hatten die Bremer dann auch Glück. Haeslaer hatte sich bei einem langen Ball total verschätzt und über das Rund getreten, doch Fridolin Wagner konnte vor Pascal Steinwender klären (62.).

Stephan Ehlers reagierte mit zwei weiteren Wechseln, brachte erst Hugo Magouhi für Maik Lukowicz und später noch Kifuta Kiala Makangu für Pascal Steinwender. Doch alles Bemühen half nicht. Im Gegenteil, die Gäste langten noch zweimal hin. Kevin Schumacher machte sechs Minuten vor Schluss mit dem 0:2 den Deckel drauf und der starke Joshua Sargent verwandelte in der 87. Minute einen Strafstoß zum 0:3. Ein bitteres Ergebnis aus Sicht des VfB, der keinesfalls drei Tore schlechter war.

VfB Oldenburg: 1 Dominik Kisiel – 5 Jeffrey Volkmer, 6 Okan Erdogan, 3 Dominique Ndure, 27 Süleyman Celikyurt – 8 Kai Bastian Evers (36. 22 Ahmet Saglam), 30 Lennart Madroch – 10 Gazi Siala, 18 Pascal Richter – 7 Pascal Steinwender (77. 11 Kifuta Kiala Makangu), 16 Maik Lukowicz (62. 35 Hugo Magouhi)
Trainer: Stephan Ehlers

SV Werder Bremen II: 1 Eduardo Dos Santos Haesler – 21 Julian Rieckmann, 20 Lars Bünning, 3 Frank Ronstadt, 25 Fridolin Wagner – 2 Joshua Bitter (46. 29 Isaiah Young), 17 Simon Straudi – 6 Christian Groß, 34 Jean-Manuel Mbom (64. 8 Kevin Schumacher), 39 Jan-Niklas Beste – 19 Joshua Sargent (89. 11 Florian Dietz)
Trainer: Sven Hübscher

Tore: 0:1 Simon Straudi (19.); 0:2 Kevin Schumacher (84.); 0:3 Joshua Sargent (Foulelfmeter, 87.)
Schiedsrichter/in: Markus Büsing – Assistenten: Steffen Geismann, Daniel Harting
Zuschauer: 1858 im Marschweg-Stadion
Gelbe Karte: Ahmet Saglam, Dominik Kisiel (2.), Süleyman Celikyurt (4.) / Frank Ronstadt (4.), Kevin Schumacher (2.)