Wenn man dem Abstiegskampf etwas Positives abgewinnen will, dann die entspannten und fröhlichen Gesichter, in die man nach einem wichtigen Sieg schauen kann. Aber nicht nur die 3 Punkte gegen die „Boys in Brown“ sorgten heute auf Oldenburger Seite für gute Stimmung, sondern auch das Zustandekommen des Sieges. Die Mannschaft um Cheftrainer Stephan Ehlers zeigte über beide Halbzeiten den größeren Siegeswillen und konnte durch eine überzeugende Leistung und den entsprechenden Druck auf den Gegner das Spiel verdient gewinnen. Die gewonnenen 3 Punkte sind wichtig für den Blick auf die Tabelle, während die Art und Weise das Selbstvertrauen der Mannschaft stärkt.

Bereits mit den ersten Angriffen gaben die Oldenburger eine erste Willenserklärung in Richtung Hamburger Abwehr ab. Der VfB begann mit deutlich mehr Zug und direktem Spiel auf das gegnerische Tor. In der 20. Minute zeigte Kifuta dann, was man hoffentlich in Zukunft wieder von ihm erwarten darf. Der beliebte Torjäger nahm einen Freistoß mit der Brust an, drehte sich inmitten seiner Gegenspieler und setzte den Ball zum 1:0 ins lange Eck. Nur wenige Minuten später erspielte sich der VfB die nächste Riesenchance. Pascal Richter drang von links in den gegnerischen Strafraum ein und passte auf den bereitstehenden Ibo Temin. Dieser bekam den Ball nur auf den Oberschenkel, der daraufhin rechts am Tor vorbeisprang. Auch in diesem Spiel musste Kifuta Makangu verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Nach einem Foul und einer längeren Behandlung am Spielfeldrand ging es in der 37. Minute für den Torschützen nicht weiter. Für ihn kam Stürmerkollege Hugo Magouhi in die Begegnung.

 

Die zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hat. In der 53. Minute wurde der Ball steil auf Magouhi gespielt, der den Ball routiniert an Torhüter Stefan Rakocevic vorbei ins Tor schoss. Wer nun glaubte, dass die Mannschaft von Trainer Joachim Philipkowski aufgrund des 2-Tore-Rückstandes resignierte, irrte gewaltig. Während St. Pauli in den ersten 45 Minuten nur wenig Chancen hatte, erarbeiteten sich die Hamburger in der zweiten Halbzeit vermehrt Tormöglichkeiten. Die Oldenburger Abwehr stand jedoch sicher und man merkte den Gastgebern die Entschlossenheit an, diesen Heimsieg nicht mehr aus der Hand zu geben.

VfB-Trainer Stephan Ehlers zeigte sich nach Abpfiff ebenfalls zufrieden: „Wir haben uns heute gegen einen spielstarken Gegner durchgesetzt und ihn gezwungen, lange Bälle zu spielen. Das ist eigentlich nicht deren Spielweise und es ist auch eine Qualität, wenn man so etwas über 90 Minuten durchspielt.“