Es herrscht durchaus ein munteres Treiben auf dem grünen Rasen als Cheftrainer Dietmar Hirsch seine Mannschaft am frühen Montagabend zum ersten Training des neuen Jahres begrüßt hat. Mittendrin im Getümmel war auch der erste Winter-Neuzugang. Dino Fazlic wechselt von TB Uphusen zum VfB Oldenburg.

Für aufmerksame Trainingskiebitze und natürlich in erster Linie für seine neuen Mitspieler ist Dino Fazlic ist allerdings kein wirklich Unbekannter mehr. Der 25-jährige hat bereits Ende Oktober des vergangenen Jahres erstmalig bei den Blauen trainiert und seit dem zahlreiche Einheiten beim VfB absolviert. Dabei hat er sowohl Sportdirektor Ralf Voigt als auch Cheftrainer Dietmar Hirsch überzeugt. Der im bosnischen Banja Luka geborene Mittelfeldspieler, der den Oldenburgern vom ehemaligen Werder-Profi Ivan Klasnic empfohlen worden ist, hat durchaus bewegte Zeiten hinter sich. Fazlic wurde in der Jugend von Werder Bremen ausgebildet, startete dann allerdings sehr früh eine sportliche Wanderschaft.

Noch als Jugendspieler wechselte er zu Grashoppers Zürich, später nach England und auch in Bosnien war Fazlic bereits am Ball. In der Vorrunde dieser Serie entschied sich der Mittelfeldspieler schließlich für eine Rückkehr in seine Bremer Heimat. Hier hat sich dann dem Oberligisten TB Uphusen angeschlossen, wo er in der Hinrunde auch zum Leistungsträger avancierte. Der ehrgeizige Fußballer hatte allerdings nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er gerne nochmal höherklassig spielen möchte und eine entsprechende Freigabe-Vereinbarung mit den Verantwortlich in Uphusen getroffen.

Beim VfB will Dino Fazlic jetzt eben diesen Sprung zurück in den höherklassigen Fußball schaffen. „Dino bringt alles mit, um sich bei uns durchzusetzen. Er ist ein ehrgeiziger, technisch guter Fußballer, der auch auf engem Raum immer wieder gute Lösungen findet. Im Training hat er bei uns schon gezeigt, dass er unserem Kader nochmal eine andere Note gibt“, beschreibt Ralf Voigt den ersten Winter-Neuzugang des VfB, der einen Vertrag für eineinhalb Jahre unterschrieben hat.

Mit großer Freude registrierten die Zuschauer des Auftakttrainings aber nicht nur den Neuzugang. Auch zwei alte Bekannte waren wieder auf dem Rasen unterwegs. Während Leon Lingerski die ersten Belastungstests, unter anderem beim Zirkeltraining, absolvierte, drehte Kifuta Kiala Makangu einige Laufrunden. Der Torjäger des VfB hatte sich zu Saisonbeginn eine schwere Knieverletzung zugezogen und arbeitet seitdem intensiv für sein Comeback.