„Echo“ zum Bericht vom 05.09.2018, Sportteil:

„Streit mit Vorstand: Fans boykottieren Heimspiele“

Da stellt sich der Verein nach Jahren endlich strukturell besser auf, lernt aus dem Vergangenen und gestaltet positiv die Zukunft und es wird von einigen „Fans“ nicht anerkannt.Wenn der VfB Oldenburg sich nicht endlich die gesellschaftsrechtlich erforderliche Rechtsform für den professionellen Teil des Vereins gegeben hätte, könnten die Fans generell Fußball vom VfB Oldenburg in der zweiten Kreisklasse anschauen.

Ich ziehe meinen Hut vor Klaus Berster und seinen Vorstandskollegen, dass sie in einer derart schwierigen Situation mit vollem Engagement und zusätzlich viel eigenem Geld den VfB Oldenburg vor der Insolvenz gerettet haben.

Die Vorgänger des jetzigen Vorstands haben sich leider beratungsresistent gegenüber unseren Vorschlägen zur Ausgliederung des wirtschaftlichen Zweckbetriebes gezeigt, denn professioneller Sport ist ein Geschäft und dieses wird in Gesellschaftsformen wie z.B. einer AG oder einer GmbH geführt. Und wie der Name es schon sagt: Gesellschaft mit beschränkter Haftung. In dieser Rechtsform ist der Verein geschützt, er haftet nämlich nicht mit seinem gesamten Kapital, sondern nur mit dem von ihm gezeichneten.

Da der VfB Oldenburg e.V. 51 % der Gesellschaftsanteile hält, kann er auch die Geschicke der Gesellschaft bestimmen, Fans und Verein, was will man mehr? Verein gerettet, Haftungsbeschränkung eingeführt, Spielbetrieb in der Regionalliga gesichert, Vorstand mit sportlichem und wirtschaftlichem Sachverstand gewählt, so wird Zukunft gestaltet.

Ich wünsche dem VfB Oldenburg viel Glück, dem Vorstand das notwendige Durchhaltevermögen und den Fans die Einsicht, dass der kritisierte Weg der richtige ist und gemeinsam beschritten werden sollte.

Ulrich Pohland
Vorstand Stadtsportbund Oldenburg e.V.
Vereins- und Organisationsentwicklung