VfB-Geschäftsführer Philipp Herrnberger, Isabel Bartelmann (SelectLine), Michael Richter (SelectLine), Erich Sälker (Geschäftsführer Sälker IT) und VfB-Präsident Wilfried Barysch

Zu ungewohnter Stunde, am frühen Freitagvormittag hatte der VfB Oldenburg seine Wirtschaftspartner ins Hotel Altera gebeten. Die Magdeburger Softwareschmiede „Selectline“ und die Speller „Sälker IT Solutions GmbH & Co. KG“, seit Saisonbeginn Partner der Blauen, hatten hier zusammen mit dem VfB zum Sponsoren-Frühstück eingeladen. „Fußball trifft Software“ war das Motto einer ebenso unterhaltsamen, wie informativen Veranstaltung, an deren Ende sich Gäste und Gastgeber einig waren: So darf es weitergehen!

Geboten wurde nicht nur ein Frühstück, das keinerlei Wünsche offen ließ – ein großer Dank gilt hier dem tollen Team des Altera – die Besucherinnen und Besucher wurden selbstverständlich auch aus erster Hand über die aktuelle Entwicklung beim VfB Oldenburg informiert. Im Mittelpunkt standen dabei nicht allein Sportdirektor Ralf Voigt und Cheftrainer Dietmar Hirsch, die in Interviews ausführlich Rede und Antwort standen, sondern auch die fünf Neuzugänge, die im Winter den Weg an die Hunte gefunden haben.

Marlo Siech zum Beispiel gab einen kleinen Einblick in sein Seelenleben. Seit dem Sommer konnte der junge Innenverteidiger nur mit der Mannschaft trainieren, durfte aufgrund einer fehlenden Spielberechtigung aber keine Pflichtspiele bestreiten. „Zum Glück ist das jetzt vorbei. Mein Nahziel ist es jetzt, mal einen Platz im Kader zu bekommen“, so Siech.

Henri Aalto ist gerade einmal seit fünf Wochen Oldenburger. Doch wer erwartet hatte, dass der finnische Neuzugang die ihm gestellten Fragen etwa auf Englisch würde beantworten müssen, wurde überrascht. Der 27-jährige verdiente sich den großen Applaus der Gäste, weil er bereits mit profunden Deutschkenntnisse seine Eindrücke der ersten Wochen schildern konnte. Eine gute Mannschaft, kompetente Trainer und eine tolle Stadt habe er in Oldenburg gefunden, so Aalto, der es sich zum Ziel gesetzt hat, mit dem VfB in die 3. Liga aufzusteigen.

Dahin möchte Pascal Richter zurück. Der jungen Offensivspieler ist vom VfL Osnabrück in die Heimat zurückgekommen, sieht das allerdings keineswegs als Rückschritt. „Wir haben ehrgeizige Ziele und das Potenzial, um diese auch zu erreichen“, so Richter, der mit Blick auf die intensiven Übungseinheiten der vergangenen Wochen einräumte, dass der VfB „mindestens auf Drittliganiveau trainiere.“

Dass ein Fußball nicht nur auf der sportlichen Sonnenseite steht, wurde im Gespräch mit Yannick Rolff deutlich. Der sympathische Bremer hat schon Erfahrungen im Profifußball gesammelt und sieht die Blauen im Vergleich gut aufgestellt. Allerdings hat er auch einige schwere Verletzungen hinter sich und kämpft in Oldenburg darum, wieder professionell Fußball spielen zu können. „Es ist enorm anstrengend, aber es macht riesen Spaß. Egal wie kaputt ich bin, ich komme jeden Tag mit einem Lächeln im Gesicht zum Training, weil ich mich auf die Jungs freue und richtig Bock habe“, gab Rolff Einblick in sein Seelenleben.

Auch Dino Fazlic will es nochmal wissen. Mit 25 Jahren zählt der Neuzugang vom TB Uphusen zur „Seniorengruppe“ innerhalb der jungen Mannschaft. Gleichwohl fühlt er sich „unheimlich gut aufgenommen und rundum wohl“, so Fazlic. In den vergangenen Jahren hat er viel im Ausland gespielt, wollte jetzt zurück in die Heimat und freut sich auf eine tolle Zeit beim VfB.

Eben die erhoffen sich nicht nur Fans und Sponsoren, sondern natürlich auch Trainer und Sportdirektor. Dietmar Hirsch und Ralf Voigt gaben in ihren launigen Aussagen Einblick in den Alltag, erzählten, welchen Aufwand sie betreiben, um Spieler für den VfB zu gewinnen und dass ihr Blick bei diesem Thema sehr nachhaltig auch dem Oldenburger Land gilt. Nicht eben zufällig stünden schließlich 14 Spieler im Kader, die ihre Wurzeln in der Region haben. „Mit Justin Tjardes kommt im Sommer ein weiterer junger Fußballer aus Heidmühle dazu und diesen Weg gehen wir auch weiter. Wir suchen junge Talente aus unserer Region, aber auch gute Fußballer, die Lust haben auf Oldenburg und den VfB“, so Voigt.

Professionell aufgestellt sieht Dietmar Hirsch den Verein und betonte, er sei glücklich, beim VfB Trainer zu sein. „Hier stimmt unheimlich viel. Der Verein entwickelt sich, hat tolle Projekte auf den Weg gebracht und ich bin sicher, dass es so weitergeht. Das einzige, was nicht stimmt, ist die Spielklasse und wir werden alles unternehmen, um das zu ändern“, so Hirsch mit Blick auf die Ambitionen in der kommenden Saison. Noch erfolgreicher möchte der VfB dann Fußball spielen und seriös den Aufstieg ins Visier nehmen. „Die Basis dafür legen wir jetzt auch und gerade mit ihrer Hilfe“, erklärte Ralf Voigt mit Blick auf die Wirtschaftspartner.

Deren werden es übrigens immer mehr, wie VfB-Geschäftsführer Philipp Herrnberger erklärte. Neue Partner habe der VfB gewonnen, jetzt gehe es darum, diese in das blau-weiße Netzwerk zu integrieren und in die Gemeinschaft aufzunehmen. „Wir wollen uns untereinander noch besser kennenlernen, wollen netzwerken und gemeinsam Spaß und Erfolg haben. Der Gedanke, dass man einem anderen Partner aus dem Netzwerk das Wort bei einem Auftrag oder Kauf gönnt, wird von uns mit oberster Priorität vorangetrieben. Das ist unser eindringlicher Wunsch an all unsere Partner, diesen Gedanken mitzugehen, denn die Gemeinschaft wird so unheimlich stark“, so Herrnberger weiter.

Präsident Wilfried Barysch nahm die Gelegenheit wahr und betonte unter anderem wie sehr er sich darüber freue, dass die neue Mitgliederkampagne des VfB derzeit ankommen. Mittelfristig möchte der Verein auf 1.897 Mitglieder wachsen, als Nahziel habe man die 1.000er-Grenze angepeilt. Eben die könnte bereits am Sonntag geknackt werden, denn noch im Rahmen des Sponsorenfrühstücks konnte der VfB zehn Neumitglieder begrüßen. So kann es weitergehen.