„Es war ein guter Test. Firrel hat sich gewehrt, die Räume eng gemacht, genauso wollten wir es“, lautete das Fazit von Dietmar Hirsch nach dem ersten Testspiel seines VfB Oldenburg. Durch zwei Treffer von Daniel Franziskus siegten die Blauen gegen Grün Weiß Firrel mit 2:1.

Der Erfolg spiegelte den Spielverlauf nicht wirklich wider. Der Regionalligist hätten den kampfstarken Bezirksligisten durchaus höher bezwingen müssen, doch die Latte sowie der starke Florian Hartmann im Tor der Gäste verhinderten das.

Dietmar Hirsch nutzte die Gelegenheit, allen Spielern Praxis zu geben und tauschte die Mannschaft in der Pause komplett durch. Allein Torhüter Fabian Klinkmann stand 90 Minuten auf dem Rasen. Dabei blieb er nahezu beschäftigungslos, musste den Ball aber dennoch einmal aus dem Netz holen. Reinhard Grotelüschen hatte mit dem zwischenzeitlichen 1:1 den einzigen, gleichwohl sehr feinen, Firreler Angriff veredelt (85. Minute).

Zu Beginn taten sich die Gastgeber vor der handverlesenen Kulisse eher schwer. Dietmar Hirsch nutzte den Test auch, um etwa den A-Jugendlichen Conor Gnerlich einmal in Aktion zu erleben. Auch der junge Jerry Sanneh durfte 45 Minuten ran. Seine Premiere im VfB-Trikot feierte Pascal Richter. Der Rückkehrer hätte seine Mannschaft dann auch durchaus in Führung bringen können, scheiterte allerdings in der 20. und 36. Minute ebenso, wie Ibrahim Temin (35.).

Die Oldenburger hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, suchten die Lücker im Firreler Abwehrriegel allerdings vergebens. Die Gäste brachten ein hohes Laufpensum auf den Kunstrasen am Öffentliche Jugendleistungszentrum und verdienten sich das 0:0 zur Pause.

Nach dem Wechsel sollte die Überlegenheit der Gastgeber noch deutlich zunehmen, ja teilweise sogar erdrückend werden und jetzt kam der VfB auch zu deutlich mehr Chancen. Konsequent spielte der Regionalligist, bei dem Neuzugang Dino Fazlic einen starken Eindruck hinterließ und der mit dem Finnen Henri Aalto auch einen Gastspieler als Innenverteidiger dabei hatte, durch das Zentrum. Mit kurzen, schnellen Pässen wurde der Abschluss vorbereitet, doch allen voran Hartmann stand der Führung des VfB immer wieder im Weg. Er zeigte gegen Waldow (55.), Franziskus (58. und 68.) tolle Reaktionen. Kramer Hatte zudem Pech, er traf mit einem Kopfball die Latte (67.). Die gleiche Erfahrung machte kurz darauf Franziskus, der einen Freistoß ans Gebälk setzte (74.).

Zwei Minuten später lag der Ball dann aber doch im Netz. Andre Lücht hatte Franziskus im Strafraum von den Beinen geholt und der schnappte sich die Kugel, um den Elfmeter selbst zur Führung zu verwandeln. Auf den zwischenzeitlichen Ausgleich antworteten die Oldenburger dann mit der erneuten Führung. Es war ein ganz feiner Treffer zum Sieg, den Franiskus und Moritz Waldow mit einem Doppelpass erspielten.

„Die Jungs haben schwere Beine, weil wir sehr intensiv trainiert haben. Trotzdem haben sie sich heute durchgebissen und sind viel gelaufen. Das war schon in Ordnung“, so Dietmar Hirsch nach dem Schlusspfiff.

VfB Oldenburg 1. Halbzeit – Klinkmann – Pollasch, Anzong, Eiter, Meunier, Hakansson, Temin, Richter, Sanneh, Siech, Gnerlich

VfB Oldenburg 2. Halbzeit – Klinkmann – Adomako, Aalto, Lingerski, Lach, Waldow, Franziskus, Tönnies, Bastürk, Fazlic, Kramer