Oldenburg. Pause? Dafür ist ab dem 14. Mai noch Zeit genug. Bis dahin allerdings ist das Programm beim VfB Oldenburg pickepacke voll. Zwei Spiele haben unsere Jungs innerhalb von 48 Stunden absolviert, dabei zweimal richtig geliefert. Titelfavorit Weiche Flensburg hatten wir am Rande der Niederlage, gegen Egestorf haben wir gewonnen. Zeit, uns ausgiebig darüber zu freuen, gibt es nicht. Schon am Sonntag, um 15 Uhr, wird wieder angepfiffen. Hannover 96 II kommt an den Marschweg. Bis dahin heißt es für die Blauen: Pflegen lassen, neu fokussieren und jede Menge Gier entwickeln, denn die Punkte müssen her. Warum das nicht selbstverständlich ist, zeigen wir im Vorspiel auf:

Der Gegner: Hannover 96 II ist in der Tat eine Mannschaft, in der junge Talente gefördert werden. Längst nicht alle schaffen den Sprung in den Bundesligakader, werden aber derart nachhaltig geschult, dass sie andernorts professionell kicken können. Gleich sechs Spieler aus der vergangenen Saison haben Verträge bei Zweit- und Drittligisten unterschrieben. Aufgefüllt wurde der Kader von Trainer Mike Barten im Sommer mit gleich elf Spielern aus der eigenen U19 sowie jungen Talenten anderer Vereine.

Die Zahlenspielerei: Als Tabellenachter kommt Hannover nach Oldenburg. Aus 31 Spielen hat die Barten-Truppe bereits 43 Punkte geholt, 10 Mal gewonnen, 13 Unentschieden waren dabei und 8 Spiele haben die „Roten“ verloren. Dabei erzielten sie 34 Tore und mussten den Ball 26 Mal aus dem eigenen Netz holen. Trainer Mike Barten hat in dieser Saison 28 Akteure eingesetzt, darunter immer auch wieder Spieler aus dem Bundesligakader. Beim 3:2-Sieg des VfB in Hannover kamen etwa Iver Fossum und Charlison Benshop zum Einsatz.

Die Unverzichtbaren: Einige dürfen manchmal, andere immer. So, wie zum Beispiel Fynn Arkenberg. Der Abwehrspieler, in dessen Vita auch schon fünf Bundesligaeinsätze stehen, war in 30 Spielen am Ball. Gleiches gilt für Tom Baller und auch ohne Mete-Kaan Demir mögen die Hannoveraner nur ungern spielen. Er verzeichnet 29 Einsätze. Ähnlich unverzichtbar ist Marcel Langer, der 28 Mal am Ball war.

Die Treffsicheren: Die 34 Hannoveraner Treffer verteilen sich auf 16 verschiedene Torschützen. Den einen Torjäger haben die Roten also nicht am Start, sehr wohl allerdings eine ganze Reihe von Spielern, die schon ganz treffsicher gegen die Murmel hauen können. Mit sechs Toren führt Tom Baller das interne Ranking an. Ihm folgen mit fünf Treffern Mete-Kaan Demir und Valmir Sulejmani, der vier Tore erzielt hat. Letzterer ist nach einer längeren Verletzungspause allerdings erst seit Januar wieder dabei.

Der Trend: Aus dem Oldenburger Blickwinkel betrachtet ist Hannover zur Unzeit wieder in Form gekommen. Nach fünf Spielen ohne Sieg hat 96 aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt.

Die Stärken und Schwächen: Es reicht der Blick auf die Zahlen, um zu wissen, was die Hannoveraner gut können. Sie verteidigen hervorragend. Der Tabellenachte hat bislang erst 26 Gegentore kassiert und stellt damit, neben Wolfsburg II, die zweitbeste Abwehr der Regionalliga. Darüber hinaus erwartet und eine typische U-Mannschaft, taktisch gut geschult, technisch top ausgebildet. Weit weniger schmeckt den Roten allerdings, wenn man sie „bearbeitet“, ihren Spielfluss stört, sie nicht zur Entfaltung kommen lässt.

Die Unsringen: Was soll man sich hier noch groß in Zurückhaltung üben. Gegen Flensburg waren die Jungs schon gut, gegen Egestorf haben sie nochmal einen draufgepackt. Es war geil! Die Stimmung war klasse, die Leistung der Mannschaft leidenschaftlich. So und nicht anders muss es sein. Jetzt aber mal kurz zurück zur Sachlichkeit. Natürlich haben die zwei Spiele jede Menge Kraft gekostet. Pflege, Pflege, Pflege war deshalb seit dem Abpfiff erste Spielerpflicht. Offen ist, wer am Sonntag mitspielen kann. Dicke Fragezeichen stehen hinter Ahmet Saglam und Pascal Richter, der von den Egestorfern ja schon nach kaum drei Minuten vom Platz getreten wurde. Aber hey, die anderen Jungs sind auch gut drauf und ja, sie haben geliefert. Mit Kampfgeist, mit Leidenschaft, aber auch mit Spielwitz, deshalb haben wir richtig Bock auf das letzte Heimspiel in dieser Saison.

Das Angebot: Die Stimmung war gegen Egestorf schon großartig. Es geht aber noch immer auch ein wenig lauter. Also, am Sonntag gilt es. Wir müssen verbal nochmal richtig einen raushauen. „Mittendrin statt nicht dabei“, lautet das Motto und weil es gemeinsam mit vielen anderen Gleichgesinnten doppelt viel Spaß macht, haben alle Jugendlichen bis 18 Jahre freien Eintritt. Mitkommen, Stimmung machen! Freikarten liegen an der Tageskasse bereit.