Der VfB Oldenburg kann auch in Zukunft auf Gazi Siala bauen. Der 24-Jährige hat seinen Vertrag bei den Blauen verlängert. „Ich fühle mich in Oldenburg und beim VfB unheimlich wohl und freue mich darauf, Teil der weiteren Entwicklung zu sein“, sagt der flexibel einsetzbare Mittelfeldspieler.

Zwei andere Spieler werden den VfB dagegen verlassen. Lennart „Lenni“ Madroch und Süleyman „Süle“ Celikyurt werden Oldenburg hingegen verlassen. Ihre Verträge werden aufgelöst. „Wir lassen die Beiden nur ungern gehen, aber in ihren Fällen gehen das Berufs- und Privatleben einfach vor“, sagt Andreas Boll, Sportvorstand des Regionalligisten. Während Lennart Madroch früher als gedacht in die berufliche Selbstständigkeit geht, haben im Fall von „Süle“ private Gründe den Ausschlag gegeben. „Ich spiele unheimlich gerne für den VfB Fußball. Wir haben eine gute Mannschaft, ich habe hier Freundschaften geschlossen, aber meine Frau Asiye lebt und arbeitet in der Schweiz. Sie hat mir zuliebe lange das Vagabundenleben eines Fußballers mitgemacht, aber jetzt haben wir dort unseren Lebensmittelpunkt“, sagt „Süle“.

In Deutschland, so der 29-Jährige, hätte er in der Regionalliga für keinen anderen Verein mehr spielen wollen. „Wenn die Familie jetzt nicht Vorrang hätte, wäre ich auf jeden Fall geblieben. Ich werde den Weg des VfB weiter verfolgen und bin sicher, dass hier etwas richtig Gutes entstehen wird.“ Als Fußballer wolle er in der Schweiz noch einige Zeit spielen, Priorität habe aber der Beruf. Den Wechsel in die Schweiz vollzieht Süle übrigens mit aller Konsequenz, denn er strebt auch die Schweizer Staatsbürgerschaft an.

Auch Lenni Madroch wird zukünftig fußballerisch kürzertreten, schweren Herzens, wie er ausdrücklich betont. „Beim VfB jetzt schon aufzuhören, fällt mir unheimlich schwer, aber ich bin in einem Alter, in dem der Beruf vorgeht. Leider kann ich den Aufwand, mit den beinahe täglichen Fahrten nach Oldenburg, einfach nicht mehr leisten, wenn ich beruflich selbstständig bin“, sagt Lenni, der als Schornsteinfeger arbeitet. Eine Rolle als Glücksbringer für den VfB will er aber ausfüllen. „Auf jeden Fall, ich werde Spiele anschauen und den Jungs auch im Marschwegstadion so oft wie möglich die Daumen drücken.“

Gazi Siala dagegen bleibt dem VfB erhalten. Im Juli 2017 wechselte der 24-Jährige vom BSV Rehden zum VfB. Sein Start bei den Blauen war indes ein wenig glücklicher, denn er verletzte sich im Training schwer am Knie und musste längere Zeit zuschauen. Seit Gazi Siala allerdings wieder fit ist, zählt er regelmäßig zur Startelf. In 47 Pflichtspielen hat er sieben Treffer erzielt und fünf Tore vorbereitet, obwohl er aufgrund seiner Flexibilität nicht nur im Mittelfeld spielt, sondern auch schon als spielstarker Innenverteidiger zum Einsatz gekommen ist. „Wir sind froh, dass Gazi uns erhalten bleibt. Er ist ein ganz feiner Fußballer, der auf verschiedenen Positionen spielen kann“, sagt Andreas Boll über dem sympathischen Deutsch-Libanesen.