Jetzt ist es endlich soweit. Der VfB Oldenburg hat in dieser Saison die ersten drei Auswärtspunkte mit nach Hause gebracht. Ausgerechnet bei der U23 des FC St. Pauli, gegen die man in den letzten 3 Jahren auswärts verlor, gewann die Mannschaft um Cheftrainer Marco Elia mit 2:1. Das Ende der Begegnung war spektakulär.

In den ersten 15 Minuten spielte der VfB munter auf. Das Spiel wurde engagiert und schnell geführt. Viele Angriffe kamen über die rechte Außenbahn, auf der sich Jeffrey Volkmer und Pascal Richter gegenseitig die Bälle zuspielten. Als Anspielstation im Strafraum wurde immer wieder der starke Maik Lukowicz gesucht. So schoss Kai Bastian Evers in der 14. Minute einen wunderschönen Pass in die Tiefe des Strafraumes, der dankend von Lukowicz angenommen und verwandelt wurde. Schiedsrichter Mario Birnstiel entschied jedoch auf abseits.

St. Pauli wurde stärker, die Oldenburger ließen es zu und plötzlich lief nicht mehr viel beim VfB. Die Zweikämpfe wurden nicht mehr richtig angenommen und somit den Gastgebern Räume geboten. Zum Ärger von Gästetrainer Joachim Philipkowski nutzten die Hamburger diese Räume nicht und generierten keine Chancen aus der vorübergehenden Schwäche der Gastmannschaft.

Nach der Halbzeitpause kam der VfB deutlich stärker aus der Kabine und der Drang auf das gegnerische Tor wurde größer. So spielte Kifuta in der 52. Minute auf Pascal Richter, der auf der rechten Außenbahn mitgelaufen war. Richter hatte ein Auge für seine Mitspieler und brachte den Ball auf den zweiten Pfosten. Dort köpfte Maik Lukowicz den Ball am Torwart vorbei zur verdienten Führung. Das Spiel des VfB wurde immer besser. Das Umschaltspiel gelang und obwohl nun auch St. Pauli zu Chancen kam und beide Mannschaften mit offenem Visier spielten, hatte der VfB mehr von der Begegnung.

In der 83. Minute dann der Schock für den VfB. Ein Pass in den Strafraum kommt auf Sirlord Conteh. Der 22-Jährige, der immer wieder gefährlich vor das Oldenburger Tor kam, lupfte den Ball über Kisiel hinweg zum Ausgleichstreffer. Die Partie wurde jetzt noch umkämpfter. Beide Teams wollten den Sieg. Bereits in der Nachspielzeit erzwang Hugo Maghouhi einen gegnerischen Fehlpass und rannte mit dem Ball auf das Tor von Korbinian Müller zu. Anstatt selber zu schießen, gab er an den mitgelaufenen und freistehenden Pascal Steinwender ab. Calli zog ab und traf den aus dem Tor stürmenden Torhüter.

In der 95. Minute hatte der VfB dann noch einen Freistoß. Der Ball wurde in den Strafraum gebracht und Magouhi kam zum Kopfball. Der Ball kam zurück zum bereitstehenden Lennart Madroch und der nahm sich aus 15 Metern ein Herz und drosch den Ball mit aller Kraft und unhaltbar unter die Latte des Hamburger Tors zum Siegtreffer. Der Schiedsrichter ließ nicht wieder anpfeifen.

Nach Spielschluss waren sich beide Trainer über einen verdienten Sieg des VfB Oldenburg einig. St. Pauli-Trainer Joachim Philipkowski: „Über die 90 Minuten hinweg geht der Sieg der Oldenburger in Ordnung. Wir haben in letzter Zeit viele schöne Tore gesehen. Leider die meisten gegen uns.“