Das „sportwidrige Verhalten“ von einigen Anhängern beim letzten Spiel des Jahres in Hannover kommt dem VfB Oldenburg teuer zu stehen. Das Sportgericht des Norddeutschen Fußball Verbandes (Nord FV) hat den VfB zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 2.500 Euro für das Abbrennen von Pyrotechnik sowie das Werfen eines Feuerzeuges in Richtung des Linienrichters verurteilt.

Die Missachtung gewisser Regeln im und außerhalb des Stadions, sich gegenüber allen Anwesenden respektvoll und tolerant zu zeigen, und die Tatsache, dass mitunter Menschen zu Schaden kommen können, duldet der VfB Oldenburg nicht mit einem Fingerzeig. Der Vorsitzende Richter, Peter Bartsch, betonte ausdrücklich, dass es sich bei der Strafe um einen Mittelwert des zur Verfügung stehenden Strafrahmens handelt. Das Gericht wertete für den VfB die Tatsache, dass niemand verletzt worden ist und das Spiel ohne Verzögerung fortgeführt werden konnte.

Gleichwohl muss der Verein angesichts der Vorbelastungen damit rechnen, dass ein erneutes Fehlverhalten von Anhängerinnen und Anhängern im Laufe dieser Saison weitergehende Sanktionen nach sich ziehen wird. Dabei ist etwa ein teilweiser Ausschluss der Öffentlichkeit bei einem der nächsten Heimspiele möglich. Vor allem im Hinblick auf das Abbrennen von Pyrotechnik gilt der VfB Oldenburg als Wiederholungstäter, was sich nachhaltig auf das Strafmaß auswirkt.

Der VfB Oldenburg wehrt sich hingegen ausdrücklich gegen den Eindruck, dass das Fehlverhalten einiger Fans zu einem Imageschaden der überwiegenden, großen friedlichen Mehrheit, der Mitglieder und Sponsoren und überdies den gesamten Verein führt.

Daher hat der VfB Oldenburg Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt und möchte dadurch auch ein klares Signal an die Öffentlichkeit senden, dass solche Vorkommnisse sich zukünftig nicht wiederholen mögen. Eventuell zur Verfügung stehendes Videomaterial soll den oder die Täter identifizieren, damit diese zur Rechenschaft bezogen werden können.

„Jeder im Verein schuftet hart, den VfB sportlich und wirtschaftlich weiterzuentwickeln. Das Handeln weniger Personen ist hier absolut kontraproduktiv und damit ein Schlag ins Gesicht aller Verantwortlichen“, so der Geschäftsführer Philipp Herrnberger. Ebenso betont er, dass der VfB Oldenburg auch weiterhin im Dialog mit allen Fans bleiben wird und führt aus: „Wir unterstützen jede gewaltfreie Form von Support von den Rängen und sind dankbar für die immer wieder großartige Unterstützung bei allen Spielen des VfB Oldenburg.“