Oldenburg. Mit dem Spiel gegen Hannover 96 II beginnt für den VfB Oldenburg am kommenden Samstag, 16. Februar, um 14 Uhr, der Pflichtspiel-Alltag des Jahres 2019. Wir hatten jetzt nochmal Gelegenheit, mit unserem Cheftrainer Marco Elia über die Ist-Situation beim VfB und vieles mehr zu plaudern:

Vorbereitung: Ich bin wirklich zufrieden, denn im Gegensatz zu anderen Vereinen konnten wir das volle Pensum durchziehen. Die gezeigten Leistungen in den Testspielen waren größtenteils in Ordnung, wobei ich vom einen oder anderen durchaus noch mehr erwartet hätte. Zum Ende der Vorbereitung werden wir nochmal viele Einzelgespräche führen und darauf eingehen. Die Jungs wissen, was der Verein und ich von ihnen erwartet.

Konkurrenzkampf: Unser Kader ist schon ausgeglichen besetzt und bietet und viele Optionen, in personeller und taktischer Hinsicht. Daraus resultiert natürlich auch ein Kampf um einen Platz in der Anfangself. Ich erwarte, dass jeder Spieler die Entscheidung der Trainer annimmt und, sofern er erstmal nicht anfängt, weiter Gas gibt und uns zeigt, dass er in die Mannschaft will.

Stärken: Ich denke, wir haben ein gutes Tempo drin und es gelingt uns immer besser, den Ball in die Spitze zu bekommen. Darüber hinaus machen die Jungs es auch bei Ballbesitz immer besser, die Ballzirkulation stimmt und klar, nach so einer Vorbereitung kennt man halt auch die Laufwege und weiß, wie sich der Nebenmann bewegt.

Schwächen: Die sollen unsere Gegner herausfinden (lacht).

Ziele: Primär wollen wir jedes Spiel gewinnen, das ist ja klar. Wichtig ist uns, dass wir jetzt mal mehrere Spiele nacheinander erfolgreich sind, sprich gewinnen. Das hat in der Hinrunde leider noch nicht so gut funktioniert. Ich weise dabei auch ausdrücklich auf die Tabelle hin. Es ist nach unten hin alles sehr eng und wir müssen aufpassen und möglichst schnell den Abstand vergrößern. Unser Fokus gilt daher jetzt zu einhundert Prozent dem Spiel gegen Hannover.

Winter-Neuzugänge: Wir haben darüber gesprochen und gemeinsam überlegt, was Sinn macht. Aus unserer Sicht ist der Kader gut aufgestellt. Wir sind als Trainerteam noch relativ neu, deshalb war es eine Überlegung, unsere Spielidee dieser Mannschaft anzupassen. Dafür mussten wir niemanden dazu holen.

Potenzial: Diese Mannschaft hat immer mal wieder gezeigt, was in ihr steckt. Am deutlichsten wurde das sicher im Spiel gegen eine Spitzenmannschaft, wie es der VfB Lübeck ist. Aber und das betone ich ausdrücklich, wir haben auch oft genug gesehen, wo es noch hapert und wo wir uns verbessern müssen.

Anspruch: Wir wollen uns für unser Spiel immer belohnen. Das ist nicht einfach, sondern erfordert ein Höchstmaß an Konzentration. In der Hinrunde waren wir zu schnell zufrieden. Das müssen wir besser machen, wir müssen uns immer neue Ziele setzen, zu Null spielen wollen und wir dürfen keine Sekunde nachlassen. Immer 100 Prozent abrufen, im Training und im Spiel, da müssen wir hinkommen.

Trainingsarbeit: Wir haben natürlich einen klaren Plan für die Woche. Mir ist wichtig, dass die Spieler regenerieren können. Dabei kommt es insgesamt nicht auf die Anzahl der Einheiten an, sondern dass wir effektiv trainieren.

Umfeld: Bei Fußballern spielt sich sehr viel im Kopf ab. Das Umfeld ist enorm wichtig. Fühlen die Jungs sich wohl, sind sie auch bereit, den Schritt mehr zu machen. Dafür wird beim VfB viel getan, das fängt bei unserem Staff-Team an. Betreuer, Zeugwart, Physios, sie alle sind wichtig für den Erfolg.

Führung: Ohne Regeln geht es nicht, ganz klar. Wir lassen den Jungs viele Freiheiten, solange wenn alle mitziehen. Ist das nicht der Fall und die Spieler meinen sie könnten das ausnutzen, reagieren wir entsprechend. Das ist aber nicht außergewöhnlich.

Talente: Wir hatten fünf Jungs aus der U19 mit im Trainingslager. Sie haben alle Talent und sind gut ausgebildete Fußballer mit Potenzial. Allerdings müssen sie im athletischen Bereich noch zulegen, aber das ist in dem Alter ganz normal, wenn man nicht gerade unter Profibedingungen arbeitet.

Ziele: Wir haben alle große Lust auf Fußball. Das sollen die Fans merken. Unsere Mannschaft soll immer 100 Prozent geben, auch wenn es fußballerisch mal nicht so läuft. Entscheidend ist, dass die Fans sehen, dass die Jungs wollen. Immer.