Oldenburg. Hätten die Verantwortlichen ihn nicht schon vorher auf dem Zettel gehabt, spätestens nach dem zweiten Spiel gegen den VfB Oldenburg wäre der Name von Lennart Madroch ganz sicher mit einem dicken Ausrufezeichen versehen worden. Für mindestens zwei Jahre wechselt der 27-Jährige vom BSV Rehden zu den Blauen.

„Ich freue mich riesig, dass es mit dem Wechsel nach Oldenburg geklappt hat, weil es für mich als Fußballer immer ein Ziel war, einmal für so einen Traditionsverein zu spielen“, sagt Lennart Madroch. Bislang kennt er das Marschwegstadion lediglich als Gast, zukünftig ist es sein fußballerisches Wohnzimmer. „Mir hat es in Oldenburg viel Spaß gemacht. Auch wenn die Kulisse nicht ganz so groß ist, herrscht hier immer gute Stimmung und wie die VfB-Fans den Verein auch auswärts unterstützen, ist für die Regionalliga beeindruckend.“

Stark in der Balleroberung, verbal präsent und mit einem feinen Auge für den Nebenmann ausgestattet. So beschreibt Stephan Ehlers den aktuellen Neuzugang, mit dem sich die Verantwortlichen schnell einig geworden sind. Obwohl Madroch auch in Oldenburg einer beruflichen Tätigkeit nachgehen wird, attestiert er dem VfB bessere Rahmenbedingungen als vielen anderen Vereinen. „Man kümmert sich beim VfB wirklich intensiv um die Mannschaft. Ich habe da viel Gutes gehört und freue mich auf diese Herausforderung“, sagt er.

An Erfahrung mangelt es dem 27-Jährigen nicht. Fußballerisch ausgebildet wurde Madroch in der Jugend von Arminia Bielefeld. Beim damaligen Zweitligisten stand er bereits im erweiterten Profikader, doch Spielpraxis war dem ehrgeizigen Rechtsfuß als jungem Fußballer wichtiger als ein Platz auf der Tribüne. Über Rot Weiß Maaslingen führte ihn der Weg zum SV Rödinghausen und zuletzt zum BSV Rehden. Fast 80 Einsätze weist seine Regionalligabilanz auf. Es hätten sogar noch mehr sein können, doch Madroch hat nie ganz auf die Karte Fußball gesetzt, sondern sich beruflich schon früh im elterlichen Betrieb engagiert.

Beim BSV Rehden zählte er zum Stamm, war im defensiven Mittelfeld gesetzt und spielte sich bei verschiedenen Vereinen in den Fokus. „Für mich war allerdings klar, dass ich am liebsten zum VfB will, was unter anderem auch mit meiner Familie zu tun hat. Mein Onkel ist Oldenburger und ich habe schon als kleiner Junge Spiele des VfB gesehen und davon einmal abgesehen, haben sich die Verantwortlichen auch wirklich sehr um mich bemüht. Das waren sehr gute Gespräche und man hat mir deutlich gemacht, dass man mich unbedingt holen will“ erzählt er.

Zukünftig ist Lennart Madroch nicht nur dabei, sondern mittendrin. Statt sich nach dem Saisonende vom Abstiegskampf zu erholen, standen für den ehrgeizigen Mittelfeldspieler, der zudem auch schon mehrfach als rechter Verteidiger eingesetzt wurde, individuelle Trainingseinheiten auf dem Programm. „In Oldenburg zu spielen, ist etwas besonderes, da will ich vorbereitet sein“, sagt er lachend. Worte, die nicht nur Trainer Stephan Ehlers gerne hören wird.