Oldenburg. Der letzte Vorhang dieser Spielzeit fällt am Sonntag um 14 Uhr und es wird ein meisterlicher Saison-Abschluss sein, denn der VfB Oldenburg trifft auf den amtierenden Regionalliga-Primus Weiche Flensburg. Doch im Marschwegstadion geht es diesmal nicht nur um Fußball. Bereits um 12 Uhr beginnt ein großes Kinderfest, das wir in unserem kurzen Vorspiel natürlich skizzieren werden.

Kunterbuntes Vergnügen: Ein ganz dickes Dankeschön gilt an dieser Stelle unserem Organisationsteam, das ein tolles Programm auf die Beine gestellt hat. Von der Hüpfburg, über Tischkickern, Parkour bis zum Dosenwerfen ist alles dabei. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt, für Erwachsene kostet die Karte diesmal nur fünf Euro.

Der Gegner: In der vergangenen Saison durfte Weiche Flensburg den Titel feiern. In der Relegation allerdings setzte sich dann Energie Cottbus durch. Die Flensburger zählten auch in dieser Spielzeit zu den großen Favoriten, am Ende reichte es für die Truppe von Daniel Jurgeleit allerdings nicht, um abermals als Primus zu glänzen. Maximal Platz drei ist noch drin, setzt allerdings einen Sieg beim VfB Oldenburg und eine Bremer Niederlage gegen Holstein Kiel II voraus. Immerhin, Tabellenplatz vier ist allemal ein Indiz dafür, dass die Schleswig-Holsteiner weiterhin zu den absoluten Topadressen in der Regionalliga zählen.

Die Leistungsträger: Mit neun Treffern sind Gökay Isitan und Nico Empen die treffsichersten Spieler der Flensburger. Beide werden den Club allerdings am Saisonende verlassen. Während Empen zum SV Rödinghausen wechselt, ist die Zukunft von Isitan noch offen. Ebenfalls trefflich unterwegs ist Marvin Ibekwe, der immerhin achtmal getroffen hat. Von der Abteilung Offensive wandert der Blick nach hinten, denn Abwehrspieler Torge Paetow ist unverzichtbar und hat in allen 33 Spielen gegen den Ball getreten. Ebenfalls „unverzichtbar“ sind Florian Kirschke, einer der besseren Fänger in der Liga, und Dominic Hartmann, der im Mittelfeld die Fäden zieht. Beide waren in 31 Spielen dabei.

Die Zahlen: Die Titelchancen der Flensburger wären wohl größer gewesen, hätten sie auswärts ähnlich erfolgreich gespielt, wie zuhause. Zehn Siege, fünf Unentschieden, zwei Niederlagen, lautet die Heimbilanz. Auswärts hat Weiche fünfmal gewonnen, sechsmal unentschieden gespielt, aber eben auch fünfmal verloren. Ein weiteres Indiz ist zudem der direkte Vergleich, denn weder gegen Lübeck, noch gegen Wolfsburg II hat die Mannschaft von Trainer Daniel Jurgeleit in dieser Saison gewonnen.

Das Hinspiel: Die Oldenburger zeigten im hohen Norden eine bockstarke Leistung, führten durch zwei Tore von Maik Lukowicz bis in die Nachspielzeit hinein mit 2:1. Leider wurde der spannende Kick damals zu spät abgepfiffen, denn Nico Empen traf noch zum Ausgleich. Deutlich wurde damals auch, dass Flensburg enorm viel Erfahrung auf dem Platz hat, sich selten aus der Ruhe bringen lässt und stark gegen den Ball arbeitet. Die Mannschaft ist die körperlich vielleicht robusteste Elf der Regionalliga und kann enorme Wucht entfalten.

Alles Gute: Der VfB Oldenburg wird am Sonntag einige Spieler verabschieden. Okan Erdogan wird beim Drittligisten Preußen Münster den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen. Süleyman Celikyurt zieht es aus privaten Gründen in die Schweiz, Ahmet Saglam kehrt in seine Kölner Heimat zurück. Lennart Madroch rückt den Beruf in den Vordergrund und wird noch beim FC Preußen Espelkamp kicken. Angelos Argyris gibt ein zweites Gastspiel bei Weiche Flensburg und auch Nikolai Schöneich, Hugo Magouhi und Leonel Kadiata werden nicht mehr für die Blauen auflaufen. Euch allen wünschen wir alles Gute für die Zukunft und hoffen, Euch noch oft in Oldenburg begrüßen zu dürfen.