Es wurde viel diskutiert, viel versucht und gekämpft, am Ende hat es aber nicht gereicht.
Der VfB Oldenburg wird seine zweite Mannschaft in der kommenden Saison nicht für die Bezirksliga
melden. „Diese Entscheidung fällt uns sehr, sehr schwer, aber wir sehen aktuell keine Möglichkeit,
einen wettbewerbsfähigen Kader zu stellen“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Stephan Wulf.

Gemeinsam mit Trainer Marco Elia hat Wulf in den vergangenen Wochen viele Gespräche geführt,
letztlich allerdings haben aus dem Kader der vergangenen Saison nur vier Spieler zugesagt.
Potenzielle Neuzugänge haben aufgrund der Entwicklung zudem abgesagt. „Das ist bitter, aber wir
haben natürlich Verständnis dafür, dass die Jungs sich anders orientiert haben, nachdem bei uns
länger nicht klar war, wie es weitergehen würde.“

Angesichts der schwierigen finanziellen Situation hatte der neue Vorstand vor Wochen bereits
kontrovers diskutiert, ob und in welcher Form eine zweite Mannschaft in der Bezirksliga gehalten
werden könnte. Im Ergebnis stand fest, dass der Etat für die Reserve reduziert werden muss,
gleichwohl wollte man weiter am Spielbetrieb teilnehmen. „Der Prozess der Entscheidungsfindung,
gepaart mit der Tatsache, dass wir dem Kostendruck Rechnung tragen müssen, hat zur Konsequenz,
dass wir leider keinen adäquaten Kader zusammenstellen können“, erklärt Stephan Wulf. Statt unter
diesen Voraussetzungen anzutreten und gegebenenfalls im laufenden Wettbewerb die Segel
streichen zu müssen, haben sich die Verantwortlichen entschlossen, bereits jetzt diese schwere
Entscheidung zu fällen.

An einer nachhaltigen Nachwuchsförderung wird der VfB Oldenburg gleichwohl festhalten. Bereits
jetzt zeichnet sich ab, dass zahlreiche Talente in den Kader der ersten Mannschaft integriert werden.
Allein aus dem JFV Nordwest haben mit Thilo Pöpken, Bernard Suffner und Dominique Ndure drei
Spieler den Sprung in den Regionalligakader geschafft. Mit Pascal Steinwender und Joshua König
kommen zwei sehr begabte Fußballer zu den Blauen, weitere Talente werden ebenso folgen, wie der
eine oder andere erfahrene Führungsspieler.