Oldenburg. Der VfB Oldenburg kann offenbar zuhause nicht mehr gewinnen. Vor 826 Zuschauern unterlagen die Blauen dem BSV Rehden mit 0:1. Damit verpasste der VfB im Oldenburger Dauerregen den Anschluss ans obere Tabellenviertel. Allerdings hatten die Gastgeber auch Pech, denn zwei Tore wurden nicht anerkannt und einmal rettete für Rehden die Latte.

Im Vergleich zur Vorwoche hatte Marco Elia umgestellt. Ibo Temin rückte für Maik Lukowicz in die Startelf und der offensive Mittelfeldspieler leitete auch direkt die erste Torchance des VfB, doch seine Flanke von der linken Seite konnte Torhüter Rico Sygo gerade noch zu fassen bekommen (3. Minute).

Der Auftakt des Spiels war schwungvoll, doch leider ging der Elan auch schnell verloren. Das hatte seinen Grund im starken Auftritt der Gäste. Rehden attackierte den VfB früh und erschwerte den Blauen damit den Spielaufbau. So konnten die Oldenburger aus der Abwehr heraus nur selten konstruktiv nach vorne spielen und es entwickelte sich ein eher zäher Wettstreit, in dem die Gäste durchaus ihre Vorteile hatten. Wirklich zwingend vor das Oldenburger Tor kamen sie allerdings erst nach 33. Minuten. Ein Freistoß des starken Quentin Fouley verfehlte das Gehäuse von Dominik Kisiel nur knapp.

Fünf Minuten später war das Spiel für Süleyman Celikyurt dann vorbei. Aufgrund von Problemen mit dem Oberschenkel musste er raus und wurde durch Dominique Ndure ersetzt. Der junge Verteidiger stand kaum auf dem Platz, da fand er sich auch schon im Mittelpunkt des Geschehens wieder. Nach einem Ballverlust im Mittefeld hatte Addy Waku Menga das Auge für Shinji Yamada. Ndure konnte den Rehdener nicht am Abschluss hindern und der traf zum 0:1 (44.).

Marco Elia reagierte auf den Rückstand mit einem Doppelwechsel. Kifuta Kiala Makangu, der für viel Leben im Oldenburger Spiel sorgen sollte, kam ebenso in die Partie, wie Maik Lukowicz. Pascal Richter und Pascal Steinwender blieben in der Kabine. Das Spiel hatte kaum wieder begonnen, da war es für Rehdens Shamsu Mansaray auch schon vorbei. Er stoppte einen Oldenburger Gegenzug auf die rustikale Art, indem er Kifuta böse von den Beinen holte. Der gute und konsequente Schiedsrichter Fabian Porsch zog sofort die berechtigte rote Karte.

Der VfB spielte fortan also in Überzahl und das jetzt auch mit mehr Tempo. Rehden wurde unter Druck gesetzt und zwangsläufig kamen die Blauen auch zu Möglichkeiten. Bereits zwei Minuten nach dem Platzverweis hätte Porsch durchaus auf den Elfmeterpunkt zeigen können. Kevin Kalinowski hatte den Ball im Strafraum an die ausgestreckte Hand bekommen. Doch der Pfiff blieb aus.

Der ertönte kurz darauf. Kifuta hatte eine Flanke wohl mit der Hand ins Tor verlängert, so dass seinem Treffer die Anerkennung verweigert wurde. Immerhin, die Oldenburger drängten und kamen zu weiteren Möglichkeiten. Pech hatte Gazi Siala in der 70. Minute als er aus dem Gewühl heraus nur die Latte traf. Kurz darauf konnte der emsige Lennart Madroch wuchtig abziehen, doch Sygo war zur Stelle und als der Ball dann nochmal im Rehdener Tor lag, stand Kifuta beim Abschluss wohl im Abseits.

Am Ende blieb es beim 0:1, das für die Gäste überaus glücklich, aber aufgrund der starken Vorstellung vor der Pause so unverdient nicht war.

VfB Oldenburg: 1 Dominik Kisiel – 5 Jeffrey Volkmer, 6 Okan Erdogan, 4 Angelos Argyris, 27 Süleyman Celikyurt (39. 3 Dominique Ndure) – 8 Kai Bastian Evers, 30 Lennart Madroch – 18 Pascal Richter (46. 11 Kifuta Kiala Makangu), 10 Gazi Siala, 20 Ibrahim Temin – 7 Pascal Steinwender (46. 16 Maik Lukowicz)
Trainer: Marco Elia
BSV Rehden: 1 Rico Sygo – 16 Shinji Yamada, 5 Augustino Canzian da Silva, 24 Kevin Kalinowski, 4 Jakob Lewald – 8 Evin Nadaner (80. 25 Tobias Esche), 22 Yannis Becker – 91 Quentin Fouley (77. 27 Tim Rieckhof), 18 Shamsu Mansaray, 7 Santiago Aloi – 13 Addy-Waku Menga (69. 10 Josip Tomic)
Trainer: Benedetto Muzzicato
Tore: 0:1 Shinji Yamada (45.)
Schiedsrichter:
Fabian Porsch – Assistenten: Björn Lassen, Florian Schwarze
Zuschauer: 826 im Marschweg-Stadion
Gelbe Karte: Angelos Argyris (3.), Kifuta Kiala Makangu (4.) / Santiago Aloi (2.), Shinji Yamada (3.), Yannis Becker (4.), Tobias Esche (2.), Josip Tomic (4.), Rico Sygo
Rote Karte: – / Shamsu Mansaray (48., grobes Foulspiel)