Der VfB Oldenburg verzeichnet auch im Jahr 2016 eine positive Entwicklung – sportlich, aber auch abseits des Rasens und der Hallen. Im Rahmen der 35. Delegiertenversammlung gab es entsprechend erfreuliche Nachrichten, etwa steigende Mitgliederzahlen, aber auch sportlichen Zuwachs. Darüber hinaus wurde Hans-Georg Oltmanns als Mitglied des Aufsichtsrates einstimmig im Amt bestätigt.

„Der Fußball und allen voran natürlich die erste Mannschaft, ist und bleibt unser Aushängeschild. Aber der VfB hat sportlich noch mehr zu bieten und das in mittlerweile sechs Abteilungen“, erklärte Präsident Wilfried Barysch. Nachdem in den vergangenen Jahren die Fan- und Förderabteilung gegründet wurde und eine Darts-Abteilung entstanden ist, kann der VfB jetzt auch eine neue, alte Sportart anbieten: Cricket.

Das Mehr an sportlichen Angeboten spiegelt sich natürlich auch in der Mitgliederentwicklung. „In 2016 haben wir bisher einen Zuwachs von 19 Prozent verzeichnet. Dem VfB Oldenburg gehören jetzt 922 Mitglieder an“, so Barysch. Das sei im Grundsatz nachhaltig positiv, gleichwohl für einen Verein wie den VfB Oldenburg zu wenig. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen kürzlich eine Kampagne zur Mitgliedergewinnung auf den Weg gebracht. Ziel sei es, mittelfristig die Zahl von 1.897 Mitgliedern zu erreichen.

„Ein Verein zieht Identität und Stärke aus seinen Mitgliedern. Sie sorgen dafür, dass ein Verein lebt. Wenn ich mir alleine die Bilder des Kramermarktumzuges vor Augen rufe, bei dem so viele VfBer unseren Verein toll und eindrucksvoll vertreten haben, bekomme ich noch immer eine Gänsehaut“, erklärte Barysch.

Der Präsident und seine Vorstandskollegen, die im weiteren Verlauf der Versammlung ebenso einstimmig entlastet wurden, wie die Mitglieder des Aufsichtsrates, blickte zudem auch auf eine sportlich positive Entwicklung zurück. „Wir haben im Fußball eine sensationell gute Saison gespielt, leider ohne happy End. Trotzdem sind wir sehr zufrieden, weil die Wahrnehmung des VfB einen überaus positiven Schub erfahren hat. Auch die Stadionthematik ist nicht etwa in der Schublade verschwunden, sondern wird von der Verwaltung, mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann an der Spitze, nachhaltig bearbeitet.“

Frei von Problemen ist der VfB aber auch im Jahr 2016 nicht gewesen. Es sei Jahr für Jahr eine Herkulesaufgabe, so Barysch, einen ausgeglichenen Etat zu realisieren. Im vergangenen Geschäftsjahr habe man zwar ein kleines Defizit akzeptieren müssen, auch, weil der VfB in Steine investiert hat. Zu moderaten Konditionen, wie Steuerberater Andreas Otte betonte, sei es dem Verein möglich gewesen, die Immobilien GmbH zu übernehmen, die etwa das Öffentliche Jugendleistungszentrum hält. Darüber hinaus wurde mit Blick auf das Catering im Marschwegstadion investiert, das der VfB mit Beginn dieser Saison in Eigenregie durchführt. Auch an den Kosten für die Stadionthematik sei der Verein beteiligt. Die Perspektive ist positiv. Die Vermarktung zum Beispiel entwickelt sich noch besser als erwartet und auch die Zuschauerzahlen liegen bislang über Plan.

Die verschiedenen Abteilungen nutzten die Gelegenheit, um über ihre Arbeit zu informieren und konnten allesamt beeindrucken. Die Tischtennis-Abteilung zum Beispiel wächst sehr stark. „Wir haben unsere Mitgliederzahl von 28 auf 52 gesteigert und erfreulicherweise nur Zugänge gehabt. Wer einmal VfBer ist, der bleibt“, erklärte Abteilungsleiter Jens Christians, der zudem auf einen überaus positiven Trend in der Nachwuchsarbeit verweisen konnte.

Auch Darts-Spieler und Volleyballer verzeichnen eine positive Entwicklung, während sich die Cricketspieler, die in den VfB zurückgekehrt sind, bereits gut aufgenommen fühlen.

Auch die Fan- und Förderabteilung (FuFa) verzeichnet einen stetigen Zuwachs und sieht sich in ihrem Hauptanliegen, das Vereinsleben voranzubringen, auf einem guten Weg. Darüber hinaus ist der VfB über diese Abteilung auch sozial sehr engagiert. Die FuFa hat nicht nur verschiedene Turniere, etwa mit Flüchtlingen organisiert, sondern auch eine Kooperation mit dem Gertrudenheim auf den Weg gebracht. Darüber hinaus haben sich verschiedene Mitglieder im Sommer bei der Renovierung des Trainingscenters in Dornstede engagiert.

Bei aller Harmonie gab es durchaus kritisch-kontroverse Stimmen. So merkte Ehrenrat Marc Nienaber an, dass der VfB nachhaltig auf ein Miteinander von Breiten- und Spitzensport achten müsse. Vor diesem Hintergrund müsse man noch näher zusammenrücken. Wilfried Barysch wiederum betonte die unbedingte Notwendigkeit eines konstruktiven Miteinander. „Ich wünsche mit Offenheit und Ehrlichkeit und zudem einen sensiblen Umgang mit sozialen Medien. Um erfolgreich zu sein, brauchen wir als VfB euch alle“, so Barysch.

Im Rahmen der Versammlung wurden zudem einige Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit sowie ihre Verdienste geehrt. Peter Darsow wurde die goldene Ehrennadel des VfB überreicht. Er ist seit 40 Jahren Mitglied der Fußballabteilung. Bernhard Kulla darf sich über die silberne Ehrennadel für seine 25-jährige Mitgliedschaft freuen. Ebenfalls „Silber“ gab es für Helge Ihnen, Christoph Janßen, Fabian Speckmann und Andreas Capelle, da sie seit vielen Jahren ehrenamtlich für den VfB Oldenburg tätig sind. „Gold“ gab es für Fußball-Abteilungsleiter Stephan Wulf, der sich seit vielen Jahren in verschiedenen Ämtern für den VfB engagiert.