Der VfB Oldenburg kann im Marschwegstadion einfach nicht mehr gewinnen. Vor 1.411 Zuschauern unterlagen die Blauen gegen den SV Drochtersen/Assel mit 1:2. Die defensiv starken und abgezockt spielenden Gäste entführten verdient die Punkte.

Dietmar Hirsch hatte sich diesmal für Josh Adomako in der Anfangsaufstellung entschieden. Leon Lingerski blieb draußen. Weitere Änderungen im Vergleich zur Vorwoche gab es nicht. Allerdings sei am Rande notiert und das ausdrücklich mit großer Freude, dass Freddy Lach nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Kader stand.

Die Oldenburger Spielidee, den Gäste-Abwehrriegel mit Tempo über die Außenbahnen zu knacken, wurde bereits nach wenigen Minuten erschwert. Nach einem langen Pass von der rechten Seite traf Sven Sören Zöpfgen zum 0:1 (7. Minute).

Es dauerte einige Minuten, ehe die Oldenburger besser ins Spiel fanden. Erstmals gefährlich wurde der VfB in der 22. Minute. Der gute Pascal Richter hatte sich rechts bis auf die Grundlinie durchgespielt und scharf nach innen gepaßt, aber Conrad Azong konnte die Vorlage nicht veredeln.

Das Oldenburger Tun wurde zum Geduldsspiel. Oft wurde der Ball wieder zurück gespielt, immer auf der Suche nach einer sich bietenden Lücke in der Abwehr der Gäste, doch eben die waren zu selten zu finden. So dauerte es bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit, ehe die Blauen zu ihren nächsten Möglichkeiten kamen. Nach einem Freistoß von Dino Fazlic kamen Ibo Temin und Erdem Bastürk zum Abschluss, doch mehr als eine Ecke sprang nicht heraus (40.). Nur eine knappe Minute später hatte Josh Adomako dann Pech, nachdem Kramer ihn in Position gebracht hatte.

Die große Chance, dem Spiel eine Wendung zu geben, hatten die Oldenburger unmittelbar nach dem Wechsel. Nach einem ganz feinen Doppelpaß mit Christopher Kramer kam Ibo Temin frei zum Schuss, traf das Tor aber nicht (48.). Auf der anderen Seite hätten die Gäste kurz darauf auf 0:2 erhöhen müssen, doch Florian Nagel ließ gleich zwei gute Chancen verstreichen.

Der VfB mühte sich, fand jedoch einfach keinen Zugriff mehr. Es kam noch schlimmer, denn im jetzt zunehmend rustikaler werdenden Tun holten sich Fazlic, Kramer, Temin und den eingewechselte Björn Hakansson die gelbe Karte. Fazlic kassierte sogar noch gelb-rot und muss im nächsten Spiel ebenso zuschauen, wie Kramer.

Die letzte Oldenburger Hoffnung auf den Ausgleich machte Drochtersen in der 84. Minute zunichte, als Schüsse von Christopher Kramer und Andi Pollasch geblockt wurden und die Gäste im Gegenzug zum 0:2 trafen. Nach einem Missverständnis zwischen Pollasch und Torhüter Fabian Klinkmann konnte der kurz zuvor eingewechselte Danny-Torben Kühn zum 0:2 treffen. Der Anschlusstreffer durch Adomako, nach einer schönen Kombination mit Conrad Azong, war nur noch Ergebniskosmetik.