Die Auswärtsserie des VfB ist gerissen. Nach zuletzt 10 Punkten aus vier Auswärtsspielen, verlor die Mannschaft von Dietmar Hirsch vor 1334 Zuschauern gegen den VFB Lübeck mit 2:0.

Hirsch setzte auf die gleiche Mannschaft, die unter der Woche das Testspiel gegen Werder Bremen bestritt. Anders als gegen den Nachbarn von der Weser, ging der Start in der Marzipan-Stadt gründlich nach hinten los.

Nach einem Foul von Aalto brachten die Lübecker den fälligen Freistoß direkt aufs Tor. VfB-Torwart Klinkmann zeigte sein ganzes Können und fischt die Kugel aus dem Winkel. Der Ball rollte in Richtung Torauslinie. Die Gastgeber setzten nach und brachten den Ball wieder ins Spiel. Der Ball landete bei Lindenberg, der den Ball aus gut fünf Metern ins Tor beförderte. Rückstand nach knapp zwei Minuten. Das hatte sich der zahlreiche Oldenburger Anhang anders vorgestellt.

Die Blauen wollten dies aber nicht auf sich sitzen lassen und versuchten sich in der Offensive. Es sollte aber bis zur 18 Minute dauern, bis die Oldenburger das erste Mal richtig gefährlich wurden. Nach einer Ecke von Fazlic konnte Pollasch den Ball auf das Lübecker Gehäuse befördern. Der Ball wurde aber kurz vor der Torlinie geklärt. Der VfB setzte nach. Auch der zweite Eckball von Fazlic kam gut. Ein Schuss von Lingerski wurde aber ebenfalls kurz vor der Torlinie entschärft.

Kurze Zeit später war es erneut Fazlic, der einen Standard in den Lübecker Strafraum brachte. Einen Freistoß schoss er mit Wucht auf das Tor. Toboll tauchte ab und konnte den Ball gerade noch erreichen und nach vorne abklatschen lassen. Kramer schaltete schnell, schoss den Ball aber aus knapp zwei Metern über das Tor. Das hätte der Ausgleich sein können, wenn nicht sogar müssen.

Gute fünf Minuten später wieder meldeten sich die Gastgeber zurück. Einen Eckball der Oldenburger konnte die Lübecker Defensvie klären. Was folgte war ein Konter wie er im Lehrbuch steht. Über einige Stationen landete der Ball bei Haritos, der das Oldenburger Tor nur knapp verfehlte.

Bis zur Halbzeit vergab Kramer für die Oldenburger eine weitere gute Möglichkeit. Pollasch rettete auf der anderen Seite kurz vor der Torlinie für den geschlagenen Klinkmann.

Mit einem 1:0-Rückstand ging es also in die Pause. Beide Mannschaften mit guten Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben.

Beide Trainer vertrauten zu Beginn der zweiten Hälfte dem gleichen Personal wie in Halbzeit 1. Wie schon im ersten Durchgang kamen die Gastgeber kurz nach Beginn zu einer großen Möglichkeit. Wieder konnte sich die VfB-Defensive bei Klinkmann bedanken, der im Eins-gegen-Eins mit Thiel lange stehen blieb und den Schuss aus drei Metern mit einer starken Parade entschärfte.

Die Oldenburger agierten nervös und waren gedanklich nicht schnell genug. Das rächte sich in der 50.Minute. Nach einem Foul kurz hinter der Mittellinie, schaltete Meyer am schnellsten und beförderte den Ball direkt auf das Oldenburg Tor. Kein Oldenburger stand vor dem Ball und verhinderte die Ausführung. Der Ball flog im hohen Bogen in Richtung des Oldenburger Tores. Klinkmann ordnete noch seine Vorderleute, stand dabei an der Strafraumkante und wurde durch die schnelle Ausführung überrascht.

Hirsch brachte kurze Zeit später neues Personal. Für Lingerski kam Hakansson in die Partie. Kurze Zeit später brachte er auch noch Adomako für den glücklosen Azong.

Während Hakansson sich in der Viererkette wiederfand, rückte Adomako in die Offensive und sorgte öfters für Gefahr.

Der VfB versuchte es mit hohen Bällen, fand aber keine Abnehmer. Mit zunehmender Spieldauer häuften sich Abspielfehler und langsam aber sicher merkte man beim VfB die schwindenden Kräfte. Zwar stimmte der Einsatz, aber etwas zählbares kam dabei nicht mehr heraus.

Auch die Lübecker machten nicht mehr viel und zogen sich an den eigenen Strafraum zurück. Der VfB wollte, doch es fehlten die nötigen Mittel und die zündende Idee.

Nach 92 Minuten stand eine verdiente 2:0-Niederlage auf der Anzeigetafel.

STIMMEN ZUM SPIEL

Dietmar Hirsch:Schön mal wieder hier zu sein.Auch wenn wir verloren haben. Glückwunsch an den VfB Lübeck. Es war ein verdienter Sieg. Wir waren heute nicht in der Lage Paroli zu bieten. Beim ersten Gegentor müssen wir einfach schneller reagieren. Unser Torwart hält den ersten Ball überragend, aber dann gehen wir nicht schnell genug hinterher. Das müssen wir besser machen. Dazu kommt, dass wir im ersten Durchgang unsere guten Möglichkeiten nicht genutzt haben. Mit etwas Glück gehen wir mit einem 1:1 in die Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir dann erneut geschlafen. Der Freistoß war natürlich überragend geschossen, aber da müssen wir den Fuß vorhalten und der Torwart muss auch gucken was passiert. Nächste Woche werden wir es wieder besser machen.