Der VfB Oldenburg muss den nächsten Nackenschlag einstecken. Am Samstagmittag unterlag die Mannschaft von Dietmar Hirsch der U23 des VfL Wolfsburg vor 328 Zuschauern mit 4:2. 

Erfreuliche Nachrichten gab zu Beginn der Partie. Nach längerer Verletzungspause stand Innenverteidiger Freddy Lach endlich wieder für den VfB auf dem Platz. Er verteidigte neben Andreas Pollasch in der Innenverteidigung. Adomako ersetzte den gesperrten Chris Kramer im Sturm.

Der VfB begann ruhig und versuchte kompakt zu stehen und darüber Sicherheit zu gewinnen. Alles andere als ein einfaches unterfangen gegen die heimstarken Wolfsburger. Der VfL legte auch von Beginn an ein hohes Tempo an Tag und fackelte auch bei den Abschlüssen nicht lange. So auch in der siebten Minute, als Fabian Klinkmann einen wuchtigen Schuss von Condé gerade noch über den Querbalken lenken konnte. Nur drei Minuten später schob Badu den Ball nach einer schnellen Kombination knapp am langen Pfosten vorbei. Nur fünf Minuten später lag dann aber doch im VfB-Tor. Bastürk hatte seinen Gegenspieler nicht stoppen können, so dass dieser Stolze mit einem gezielten Pass bedienen konnte, welcher die Chance nutze und den Ball im Tor unterbrachte.

Es dauerte bis zur 23.Minute ehe der VfB das erste Mal gefährlicher vor das Tor der Wölfe kam. Zu einem Torschuss reichte es aber noch nicht. Die VfB-Defensive hatte sich mittlerweile gefangen und hielt die Gastgeber bis zur Pause geschickt beim eigenen Tor fern. Die Stimmung sollte noch einen weiteren Push bekommen, als Andi Pollasch nach 36 Minuten einen Freistoß aus knapp 18 Metern direkt im Tor des VfL unterbrachte. Zuvor hatte Henri Aalto, der heute im defensiven Mittelfeld auflief, einem Abpraller gut nachgesetzt und das Foul gezogen. Bis zur Pause erhöhte der VfB dann das Tempo und setzte die VfL-Defensive einige Male unter Druck. 

Für den zweiten Durchgang brachte Hirsch Laurel Aug für Conrad Azong. Joshua Adomako rückte ins Sturmzentrum und Aug orientierte sich dahinter ein. Der VfB kam gut aus der Kabine und spielte munter nach vorne. Über ein paar Stationen landet der Ball bei Tönnies, der auf der rechten Seite einige Meter machte und dann wuchtig abzog. Der Ball setzte auf und flog über den Torwart der Wolfsburger in die lange Ecke. Die Führung für den VfB. 

In der Folge stand der VfB weiterhin gut organisiert und ließ die Wolfsburger nicht an das eigene Tor heran. In der 61.Minute lag der Ball dann aber plötzlich im Tor des VfB. Der Ball landete bei Reichwein, der ähnlich wie Tönnies einfach mal aufs Tor schoss. Dabei traf er den Ball so perfekt, dass sich dieser unhaltbar zum Ausgleich in die lange Ecke senkte.

Der VfB versuchte die Ordnung zu halten und das klappte bis zur 72. Minute ganz gut. Was folgte war eine Szene mit Folgen. Der gelb verwarnte Laurel Aug setzte zu einem Tackling an und spielte dabei klar den Ball. Der insgesamt gute Schiedsrichter Fynn Kohn entschied aber auf Foul und zeigte zum Entsetzen der Blauen auch noch die gelb-rote Karte. Die Ordnung des VfB ging verloren und die spielstarken Wolfsburger nutzten dies sofort aus. Badu erzielte nur drei Minuten später das 3:2.

Auch in den folgenden Minuten liefen die Blauen nur noch hinterher. Die Wolfsburger zeigten ihre individuelle Klasse und kamen zu zahlreichen Möglichkeiten. Eine nutze Abdat kurz vor dem Ende zum 4:2. Kurz vor Schluss schoss der inzwischen eingewechselte Hakansson noch einen Freistoß auf das VfL-Tor, doch zu einem Erfolg reichte es nicht mehr. Schlimmer noch, denn Kapitän Tönnies verletzte sich kurz vor Schluss in einem Zweikampf am Knie. Ein Einsatz gegen St.Pauli ist fraglich. 

Stimmen zum Spiel

Dietmar Hirsch: „Wir wollten heute kompakt stehen und durch gute Organisation ins Spiel kommen.  Das haben wir über weite Strecken  des Spiels auch gut gemacht.  Zu Beginn der 2. Halbzeit waren wir durch die Umstellung in der Pause sogar noch stabiler. Wir gehen dann in Führung und lassen uns auch vom Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen. Durch den Platzverweis fehlte uns ein Spieler und dann hat die individuelle Klasse der Wolfsburger Spieler den Ausschlag gegeben. Wir sind heute besser aufgetreten als letzte Woche. Das wollen und müssen wir gegen St.Pauli bestätigen. Wir müssen durch diese schwierige Phase durch. Das schaffen wir nur gemeinsam und als Kollektiv. Spieler, Trainer und Fans.“

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