Das Leben meint es mit dem geneigten Oldenburger Fußballfreund nicht immer nur gut. Könnte man meinen, doch das Gegenteil ist der Fall. Denn während manch anderer Zeitgenosse die Ostertage damit verbringen muss, einem Hasen hinterherzujagen, der angeblich Eier versteckt, dürfen wir uns mit der schönsten Hauptsache der Welt beschäftigen, unserem VfB Oldenburg. Der erfreut uns innerhalb von fünf Tagen gleich mit zwei smarten Heimspielen. Am Donnerstag, um 17.45 Uhr heißt der Gegner TSV Havelse, am Ostermontag, um 14 Uhr, spielen wir gegen den Altona FC 93. Bevor Missverständnisse aufkommen: Anwesenheit ist diesmal Pflicht, denn wir spielen gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

TSV Havelse

Was haben wir uns mit den Kickern aus dem Großraum Hannover nicht schon für knackige Duelle geliefert. Ab und an ging es sogar neben dem Rasen rund. Emotionen pur. Ganz entspannt wird es auch am Gründonnerstag nicht zugehen, denn für beide Mannschaften steht enorm viel auf dem Spiel. Während unsere Jungs den Anschluss ans Mittelfeld schaffen wollen, geht es für die Gäste darum, nicht tiefer in den Keller zu rutschen.

Statistik und Personalien: Zur Zeit weist die Tabelle den TSV auf Platz 13 aus. Damit liegen unsere Gäste bei einem Spiel mehr und einem Punkt weniger direkt hinter dem VfB. Das letzte Spiel verlor der TSV auswärts beim abstiegsgefährdeten Aufsteiger Eutin 08 mit 3:2. Unabhängig von dieser Niederlage ist die Ausbeute der Havelser sicher nicht das, was sie sich vor Saisonbeginn erhofft hatte. Mit Trainer Christian Benbennek kehrte ein alter Bekannter auf die Trainerbank zurück, der dort schon von 2013 bis 2015 erfolgreich gearbeitet hatte. Er folgte auf Alexander Kiene.

Erste Aufgabe für den neuen alten Trainer war die Kaderzusammenstellung, denn einige Leistungsträger hatten den TSV verlassen. Allen voran die Lücken, die Deniz Undav, der zu Eintracht Braunschweig wechselte, und Andrej Startsev, zu Energie Cottbus, hinterlassen hatten, sollten geschlossen werden. Rückblickend muss man festhalten, dass selbiges nicht perfekt funktioniert hat. Zwar wurde als Undav-Nachfolger mit Andrea Rizzo der Top-Torjäger von Absteiger Lupo Martini Wolfsburg verpflichtet, doch insgesamt war der Aderlass größer als erwartet.

Stärken und Schwächen: Die Tabelle lügt nicht. Nein, das kostet jetzt keine Phrasenstrafe, denn es stimmt nunmal. 29 Treffer hat Havelse in 20 Spielen erzielt. Das ist so schlecht nicht. Treffsicherster Akteur ist übrigens Yannik Jaeschke, der fünfmal erfolgreich war. Gleich drei Spieler haben drei Tore erzielt. Deutlich bescheidener nimmt sich die defensive Bilanz aus. Satte 40 Treffer haben die Torhüter der Havelser, anfänglich Morten Jensen, später Alexander Rehberg, kassiert. Die Abwehr wackelt, hat immer wieder Lücken und das kostet letztlich Punkte. Es ist die drittschlechteste Bilanz der Liga.

Leistungsträger: Unverzichtbar im Spiel der Gäste sind Noah Plume, Tobias Fölster und natürlich Yannik Jaeschke. Taktgeber im Mittelfeld ist Tom Merkens, ein technischer versierter, zweikampfstarker und erfahrener Sechser.

Bilanz: Havelse ist ein gern gesehener Gegner im Marschwegstadion. Die Spiele sind meist sehr unterhaltsam und in drei der letzten vier Spiele hatte der VfB das bessere Ende für sich.