Oldenburg. Der VfB Oldenburg, vertreten durch Aufsichtsrat, Vorstand, Geschäftsführung und sportliche Leitung, sieht sich mit haltlosen, diffamierenden und teils falschen Vorwürfen konfrontiert, die so nicht stehen bleiben dürfen. Aus diesem Grund greifen wir die Themen auf und beziehen wie folgt Stellung:

Wir können diese haltlosen und zum Teil schlicht unwahren Vorwürfe nicht nachvollziehen und weisen sie ganz klar und deutlich zurück.
Vielmehr haben wir den Eindruck gewonnen, dass eine kleine Gruppe hier gezielt den VfB Oldenburg als Bühne nutzt, um politische Standpunkte mitzuteilen. Wir bedauern das sehr.
Der VfB Oldenburg hat sich klar positioniert. Gegen Rassismus, gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Homophobie. Das wird auch in der Vereinssatzung ganz eindeutig zum Ausdruck gebracht.
Diese Position wurde und wird verschiedentlich zum Ausdruck gebracht und ist unantastbar.

Vorwurf: Bannerverbot im Marschwegstadion
Der VfB Oldenburg verbietet das Zeigen und Aufhängen von Bannern/Transparenten, auf denen Personen und/oder demokratische Gruppen/Parteien konkret beleidigt oder diskreditiert werden. Doch genau das war der Fall.
Die gezeigten Bannerinhalte, wie „Fuck AFD“ oder „AFD weggrätschen“, sind beleidigend oder im zweiten Fall ein klarer Aufruf zur Gewalt. Diese Inhalte sind mit dem Selbstverständnis eines Sportvereins, der sich als politisch und konfessionell neutral versteht, nicht vereinbar.
Tatsächlich besteht kein generelles Verbot von Bannern/Transparenten. Selbstverständlich können auch weiterhin Banner/Transparente gezeigt werden, allerdings sollen die Inhalte im Vorfeld dem Verein/Sicherheitsbeauftragten mitgeteilt werden. Das ist keine neue, sondern eine bewährte Praxis.

Vorwurf: Block A wurde geschlossen
Diese Behauptung ist falsch. Block A wurde nicht geschlossen. Die Karten für diesen Bereich der Tribüne sind im freien Verkauf erhältlich. Tatsächlich hat der VfB Oldenburg lediglich auf eine Entwicklung reagiert.
In der jüngeren Vergangenheit wurde dieser Bereich als „Supportblock“ von einem Teil der Fanszene genutzt. Der VfB Oldenburg hat sich bei der Stadt Oldenburg übrigens nachhaltig dafür eingesetzt, so ein Angebot machen zu können. Karten für diesen Bereich wurden vergünstigt an aktive Fans verkauft.
Leider ist der Block A in dieser Saison dann nicht mehr dauerhaft für diesen Zweck („Supportblock“) genutzt worden. Der VfB Oldenburg hat sich daraufhin entschieden, die Karten für diesen Block wieder in den freien Verkauf zu geben.

Vorwurf: Fehlende Regenbogenflagge
Der VfB Oldenburg hat zum Hissen einer sogenannten Regenbogenflagge eine Werbefläche, in diesem Fall einen Fahnenmast, zur Verfügung gestellt. Aktuell wird recherchiert, wo die Fahne ist. Sie wurde, wie andere Fanutensilien auch, im Stadion gelagert. Allerdings war der Lagerplatz frei zugänglich. Der VfB befindet sich zu diesem Thema im Dialog mit dem Verein für Alle (VFA), vertreten durch Herrn Jan Krieger.

Vorwurf: Fehlende Info-Tafeln
Wie bereits erwähnt, versteht sich der VfB Oldenburg als weltoffener Sportverein. Auf den erwähnten Info-Tafeln wird aus diesem Grund darauf hingewiesen, welche Abzeichen/Insignien im Marschwegstadion nicht getragen werden dürfen.
Der Sicherheitsdienstleister, die Firma GWS Security, hat Banner zur Verfügung gestellt, auf denen diese Symbole abgebildet sind. Diese Banner werden zu jedem Spiel aufgehängt. Weil sich die Anzahl der Symbole etc. erweitert hat, müssen die Banner überarbeitet werden. Der VfB Oldenburg befindet sich dazu im Gespräch mit seinem Sicherheitsdienstleister. Sobald neue Banner zur Verfügung stehen, werden diese dann aufgehängt.
Darüber hinaus wird über das Thema selbstverständlich auf der Homepage des VfB Oldenburg informiert, siehe auch: http://vfb-oldenburg.de/gaesteinformationen

Vorwurf: Übergriffe beim Spiel in Jeddeloh
Der VfB Oldenburg hat beim SSV Jeddeloh II ein Auswärtsspiel bestritten. Von den hier aufgezeigten Vorwürfen haben Vereinsvertreter vor Ort keine Kenntnis gehabt. Der VfB Oldenburg geht davon aus, dass die aufgezeigten Vorwürfe von den betroffenen Personen zur Anzeige gebracht würden.
Um hier zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen, hat der VfB Oldenburg unmittelbar nach Kenntnisnahme dieser Vorwürfe reagiert und das Gespräch mit den szenekundigen Beamten der Polizei gesucht. Die vorgebrachten Vorwürfe wurden allerdings dabei nicht erhärtet. Vielmehr konnte die Polizei die Vorwürfe nicht bestätigen.

Vorwurf: Rechtsoffene Gruppen
Es wird der Vorwurf erhoben, dass es sich bei den Fangruppieren „Ammerländer Jungs“ und „Suburban“ um rechtsoffene Gruppen handelt.
Dem VfB Oldenburg ist bekannt, dass ehemalige Mitglieder der Gruppierung „CD01“ heute bei den „Suburban“ aktiv sind. Um auch hier die kolportierten Vorwürfe zu verifizieren, hat der VfB Oldenburg dieses Thema aufgegriffen und ebenfalls den Kontakt zu den szenekundigen Beamten der Polizei gesucht. Auch in diesem Fall wurde der Vorwurf „rechtsoffen“ durch die Polizei nicht bestätigt.

Vorwurf: Kein Dialog mit „den Fans“
Der Vorwurf, dass der VfB Oldenburg für Gespräche und einen Austausch nicht zur Verfügung steht, ist falsch.
Richtig ist vielmehr, dass der VfB Oldenburg, vertreten durch Vorstände, Aufsichtsräte und Geschäftsführung, auch in der jüngeren Vergangenheit an Gesprächsrunden und Informationsveranstaltungen teilgenommen hat.
Wie wichtig der Dialog ist, hat Klaus Berster übrigens noch am vergangenen Montag, im Rahmen der 37. Delegiertenversammlung, betont.

Anmerkung
Die Vertreter des VfB Oldenburg verstehen sich als tolerante und weltoffene Menschen. Wir beurteilten andere Menschen nicht nach ihrem Aussehen, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihrer Nationalität. Jede Nähe zur politischen Rechten weisen wir deshalb ganz ausdrücklich von uns.
Die massiven, aber haltlosen und ehrrührigen Vorwürfe gegen den VfB Oldenburg, vor allem aber auch gegen Einzelpersonen, machen uns traurig. Wir nehmen sie mit großem Befremden zur Kenntnis. Aus diesem Grund werden wir uns rechtliche Schritte gegen die VerfasserInnen dieser Diffamierungen vorbehalten.

Vorstand, Aufsichtsrat, Geschäftsführung und sportliche Leitung des VfB Oldenburg