Als Schiedsrichter Max Rosenthal das Spiel nach 93. Minuten in Barsinghausen abpfiff, konnte man beim VfB Oldenburg und seinen mitgereisten Fans in viele zufriedene Gesichter schauen. Die Begegnung endete mit einem leistungsgerechten 3:1 für das Team von Trainer Marco Elia.

Das Spiel begann mit einer ersten Schrecksekunde für die Gäste, als die Germania kurz nach Anpfiff den Ball gefährlich, jedoch ohne zählbaren Erfolg, über die Flügel vor das Tor der Oldenburger brachte. Im Anschluss wurde der VfB langsam stärker und kam besser ins Spiel. In der 34. Minute legte Maik Lukowicz auf Kapitän Evers ab, der aus 20 Metern Entfernung zu einem Warnschuss knapp über das Tor abzog.

Der VfB war zu diesem Zeitpunkt bärenstark und bereits vier Minuten später, drang Siala von halb rechts in den gegnerischen Strafraum ein und schoss den Ball zur verdienten VfB-Führung ein. Bereits in der Nachspielzeit zur ersten Halbzeit bekam der VfB eine weitere Möglichkeit den Vorsprung auszubauen. Celikyurt trat einen Freistoß, der sich immer weiter senkte und das Tor nur dank der Aufmerksamkeit des Torhüters verfehlte.

Die Gäste kamen ebenso stark aus der Kabine, wie sie zuvor hineingegangen sind. Die Germania wurde weiter unter Druck gesetzt und der VfB wurde in der 55. Minute für die Fortsetzung seiner Anstrengungen belohnt. Jeffrey Volkmer zog es vom rechten Flügel vor den gegnerischen Strafraum und versuchte es einfach mal selbst. Germanen-Torhüter Ole Schöttelndreier machte sich noch lang, aber der Ball schlug hinter ihm in der Ecke ein. Alles schien nach Plan zu verlaufen.

Das änderte sich in der 62. Minute. Ein Freistoß der Gastgeber wurde durch die Mauer zur Bogenlampe abgewehrt. Die Oldenburger Abwehr setzte nicht richtig nach, sodass der Ball bei Torben Engelking landete, der humorlos gegen den chancenlosen Kisiel einschießen konnte.

Die Oldenburger Spieler erhielten nun eine viertelstündige Lektion im unnötigen Starkmachen des Gegners. Der VfB war plötzlich wie ausgetauscht. Die zuvor noch so stark aufspielenden Gäste schienen verunsichert, fielen durch Foulspiele und Fehlpässe auf und ließen die Hausherren immer stärker werden. Die beiden einzigen gelben Karten des Spiels wurden in dieser Phase des Spiels vom Schiedsrichter gezogen.

Die bangen Minuten hatten jedoch in der 80. Minute ein Ende. Nach einem Eckball von der rechten Seite sprang der Ball durch den Strafraum und weder gegnerischer Torhüter noch Abwehr konnten den Ball aus der Gefahrenzone bringen. So nahm sich der heraneilende Ahmet Saglam ein Herz und knallte den Ball mit voller Wucht in den Kasten.

Das kollektive Aufatmen, das bei allen VfBer durchs das Stadion ging, war deutlich zu hören. Der VfB ließ in den letzten Minuten nichts mehr anbrennen und konnte die Punkte eintüten und mit nach Oldenburg nehmen. „Ich bin froh über die Reaktion, die meine Mannschaft gezeigt hat. Wir waren über 60 Minuten die bessere und spielangebende Mannschaft. Das war ein verdienter Arbeitssieg“, so Cheftrainer Marco Elia direkt nach Schlusspfiff.

Am nächsten Sonntag geht es mit einem Heimspiel in der Regionalliga weiter. Der VfB Oldenburg empfängt um 14.00 Uhr den BSV Rehden am Marschweg. Wir freuen uns über euren Besuch.