Der VfB Oldenburg hat seinen Regionalligakader komplettiert. Angelos Argyris wechselt mit sofortiger Wirkung zu den Blauen. Der 24-jährige ist im Norden kein Unbekannter. Für Weiche Flensburg und die zweite Mannschaft von Werder Bremen war der vielseitig einsetzbare Verteidiger in 32 Spielen am Ball, ehe er zum polnischen Verein Korona Kielce wechselte.

„Wir hatten schon längere Zeit Kontakt zu Angelos und als sich jetzt abzeichnete, dass wir personell nochmal etwas tun müssen, sind wir uns schnell einig geworden“, sagt Andreas Boll. Ausführlich hat der sportliche Leiter den 24-jährigen Neuzugang unter die Lupe genommen, sich unter anderem bei jenen Trainern über den gebürtigen Griechen erkundigt, die in den vergangenen Jahren mit ihm zusammengearbeitet haben. Das Urteil lautete überall gleich – gleich positiv. „Unsere Einschätzung zu Angelos ist mehrfach bestätigt worden. Abseits des Rasens ist er ein sehr angenehmer, zurückhaltender und bodenständiger Typ. Aber auf dem Platz marschiert er voran und übernimmt Verantwortung“, so Boll.

Zweikampfstark, technisch versiert, enorm ehrgeizig und taktisch gut ausgebildet ist Angelos Argyris, der im griechischen Volos zur Welt gekommen ist. 2014 folgte der Wechsel zu Werder Bremen. Mit der zweiten Mannschaft ist der lautstarke Innenverteidiger in die 3. Liga aufgestiegen, hat hier auch einige Spiele absolviert, ehe es ihn zum Regionalliga-Spitzenclub Weiche Flensburg gezogen hat.

Beim VfB ist Angelos Argyris vor allem für die Innenverteidigung eingeplant. „Aktuell sehen wir ihn auf dieser Position, aber er kann in der Abwehr auch außen verteidigen oder im defensiven Mittelfeld spielen. Angelos ist sehr flexibel einsetzbar und gibt unserem Kader noch mehr Möglichkeiten“, erklärt Andreas Boll. Notwendig wurde die Verpflichtung, weil sich in der Abwehr aktuell eine Lücke auftut. Marlo Siech hat den VfB bereits wieder verlassen und Abwehrchef Ahmet Saglam fällt zurzeit verletzt aus. „Ahmet hat bereits einen großen Teil der Vorbereitung verpasst. Das ist natürlich enorm bitter, denn er ist für die Mannschaft sehr wichtig. Wir wissen auch nicht, wann er wieder bei hundert Prozent sein kann, wollen aber auch kein Risiko eingehen und sind froh, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, personell nochmal zu reagieren.“