Havelse. Der VfB Oldenburg hat den Sprung ins obere Tabellenmittelfeld verpasst. Vor 453 Zuschauern unterlagen die Blauen beim TSV Havelse mit 0:3. Lediglich in der Anfangsphase konnten die Gäste das Spiel offen gestalten, ab Mitte der ersten Halbzeit allerdings war Havelse am Drücker und das zeigte sich im weiteren Spielverlauf auch auf der Anzeigetafel.

Die Blauen waren mit einigen personellen Sorgen ins Spiel gegangen. So hatte sich im Abschlußtraining etwa Dominik Kisiel verletzt, der zwischen den Pfosten allerdings von Thilo Pöpken hervorragend vertreten wurde. Der junge Torhüter avancierte mit tollen Paraden zum besten Oldenburger. Darüber hinaus musste der VfB auch auf Gazi Siala verzichten. Er hatte die Fahrt nach Garbsen zwar mitgemacht, konnte aber nur auf der Bank Platz nehmen. An seiner Stelle stand Ibrahim Temin in der Anfangself.

Die erste Chance des Spiels hatten dennoch die Oldenburger. Besfort Kolgeci konnte Pascal Richter nur mit einem Foul stoppen. Gut 24 Meter vom Tor entfernt, in zentraler Position, schnappte sich Süleyman Celikyurt den Ball und zirkelte ihn gefühlvoll über die Mauer. Die mitgereisten VfB-Fans, die ihre Mannschaft über 90 Minuten lautstark unterstützten, hatten bereits den Torschrei auf den Lippen, doch das Spielgerät rauschte knapp am Torwinkel vorbei (9. Minute).

Es dauerte bis zur 17. Minute, ehe die abstiegsgefährdeten Havelser erstmals gefährlich wurden. Denis Cicek kam aus kurzer Distanz zum Schuss, doch Thilo Pöpken parierte glänzend. Im direkten Gegenzug kam der VfB erneut gefährlich vor das Tor. „Palle“ Richter war erneut schneller als sein Gegenspieler, zog auf dem rechten Flügel davon und spielte den Ball scharf vor das Tor. Der heranrauschende Maik Lukowicz verpasste das Spielgerät allerdings um Zentimeter.

Jetzt ging es hin und her, denn wenige Minuten später waren erneut die Gastgeber dran. Der starke Noah Plume kam aus der Drehung zum Schuss, aber Pöpken war erneut zur Stelle (21.). Drei Minuten später war aber auch der überzeugende VfB-Torhüter machtlos. Cicek hatte für Yannik Jaeschke aufgelegt und der traf zum 1:0 (24.). Es war ein echter Wirkungstreffer, denn fortan wollte bei den Oldenburgern kaum noch etwas passen, die mehr und mehr den Faden verloren. Immerhin, auch Havelse erspielte sich keine Chance mehr, sodass es zur Pause beim 0:1 aus Oldenburger Sicht blieb.

Nach dem Seitentausch wollten die Oldenburger natürlich mit Schwung starten und kamen durch Richter auch zur ersten Chance, doch nach einem feinen Sprint verfehlte er das Tor knapp (50.). Kurz darauf hatte Cicek das 2:0 auf dem Fuß, doch erneut war Pöpken zur Stelle (54.). Seine nächste Glanztat sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn Pöpken parierte auch einen strammen Schuss von Julius Langfeld (56.).

Marco Elia haderte mehr und mehr mit dem Tun seiner Mannschaft und reagierte mit dem ersten Wechsel. Für Ibo Temin brachte er Pascal Steinwender ins Spiel. Später kamen noch Ahmet Saglam für Lennart Madroch und Bernad Suffner für Okan Erdogan. Am Spielverlauf änderte das allerdings nichts. Havelse gab den Ton an und das schlug sich jetzt auch im Ergebnis nieder, denn Jonas Sonnenberg versenkte einen Kopfball zum 2:0 (64.). Tobias Foelster machte schließlich den Deckel drauf. Nach einem Handspiel von Suffner verwandelte er einen Elfmeter zum 3:0.

Die Oldenburger blieben bemüht, doch an diesem Sonntag wollte es letztlich nicht passen. Als der Ball dann doch mal im Havelser Tor lag, Kifuta hatte mit dem Kopf getroffen, hatte Schiedsrichter Christian Scheper ein Foul gesehen und gab den Treffer nicht.

TSV Havelse: 1 Alexander Rehberg – 21 Denis Kina, 3 Marco Schleef, 5 Jonas Sonnenberg, 4 Besfort Kolgeci – 24 Noah Plume (85. 30 David Lucic), 20 Tobias Fölster, 27 Torge Bremer – 10 Deniz Cicek, 8 Julius Langfeld (88. 18 Maurice Maletzki) – 11 Yannik Jaeschke (81. 19 Utku Kani)
Trainer: Jan Zimmermann

VfB Oldenburg: 13 Thilo Pöpken – 5 Jeffrey Volkmer, 6 Okan Erdogan (76. 14 Bernard Suffner), 3 Dominique Ndure, 27 Süleyman Celikyurt – 18 Pascal Richter, 4 Angelos Argyris, 30 Lennart Madroch (66. 22 Ahmet Saglam), 16 Maik Lukowicz – 20 Ibrahim Temin (59. 7 Pascal Steinwender), 11 Kifuta Kiala Makangu
Trainer: Marco Elia

Tore: 1:0 Yannik Jaeschke (23.); 2:0 Jonas Sonnenberg (63.); 3:0 Tobias Fölster (Handelfmeter, 79.)
Schiedsrichter: Christian Scheper – Assistenten: Moritz Geweke, Klaas-Hendrik Meyenberg
Zuschauer: 453 im Wilhelm-Langrehr-Stadion
Gelbe Karte: Noah Plume (2.) / Süleyman Celikyurt (7.), Pascal Steinwender (3.)