Oldenburg. Der VfB Oldenburg bleibt die fußballerische Nummer eins der Stadt. Vor fast 3.500 Zuschauern besiegten die Blauen den VfL Oldenburg verdient mit 3:0. Maik Lukowicz und Kifuta Kiala Makangu, der gleich zweimal traf, sorgten für den klaren Erfolg, der auch höher hätte ausfallen können.

Vor allem in der ersten Halbzeit sahen die teils sehr sangesfreudigen Zuschauer ein teils zerfahrenes Spiel zweier Mannschaften, die vor allem darauf bedacht waren, keinen Fehler zu machen. „Wir haben schwer ins Spiel gefunden, waren anfangs sehr nervös“, so VfB-Trainer Marco Elia. Das allerdings sollte sich bereits nach einer knappen Viertelstunde ändern. Pascal Steinwender schaltete auf der linken Seite kurzentschlossen den Turbo ein, ließ Kristof Köhler regelrecht stehen und servierte passgenau ins Zentrum, wo Maik Lukowicz keine Mühe hatte, die Vorlage mit dem 1:0 zu veredeln (14. Minute).

Nur zwei Minuten später hatte der starke Kifuta Kiala Makangu bereits das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch am besten Spieler der Gäste, Torhüter Jannik Zohrabian, der nach dem Seitenwechsel noch weit mehr Gelegenheiten bekommen sollte, um seine Klasse zu zeigen.

Die Gäste fanden bis dahin offensiv praktisch nicht statt. Es dauerte eine gute halbe Stunde, ehe der VfL zu einer ersten Halbchance kam. Kai-Sotirios Kaissis zog aus der Distanz ab, konnte VfB-Torhüter Dominik Kisiel aber nicht in Verlegenheit bringen. In einer keineswegs ruppigen Partie zog sich dann Schiedsrichter Theodor Potiyenko mehrfach den Unmut der Gastgeber zu, weil er wiederholt den gelben Karton gegen den VfB zückte, hartes Einsteigen der Gäste aber ungeahndet ließ. Dabei hatten Nils Frenzel und Jannes Hillerns zweimal arg regelwidrig hingelangt.

Immerhin, der VfB hatte noch eine sportliche Antwort in petto, denn Kifuta war in der 41. Minute zur Stelle und markierte das 2:0. Obschon nicht drückend überlegen, gingen die Blauen so mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause.

Gäste-Trainer Dario Fossi, den es während der ersten Halbzeit kaum in seiner Coachingzone gehalten hatte, reagierte auf den Rückstand mit einem Wechsel. Er brachte mit Beginn der zweiten Halbzeit Kebba Badije für Jannes Hillerns ins Spiel. Marco Elia dagegen ließ sich mit dem ersten Wechsel bis zur 61. Minute Zeit.

Am Spielverlauf sollte übrigens auch die personelle Veränderung nichts ändern. Der VfB blieb tonangebend, kam jetzt zudem zu mehr Chancen als vor dem Wechsel. Allein „Zorro“ im Tor der Gäste verhinderte mehrfach weitere Gegentreffer. Zudem hatte er Glück als Maik Lukowicz aus vollem Lauf abgezogen, aber nur die Latte getroffen hatte (62.). Darüber hinaus reagierte Zohrabian glänzend gegen Steinwender (50.), Lukowicz (66) und Okan Erdogan (71.). Der Innenverteidiger des VfB haderte zudem mit dem Schiedsrichter, denn seiner Meinung nach war er im Strafraum elfmeterreif gelegt worden. Der Pfiff ertönte jedoch nicht …

So dauerte es bis zur 81. Minute, ehe Kifuta mit seinem zweiten Treffer den deutlichen Erfolg des VfB finalisierte. Der zuvor eingewechselte Gazi Sila hatte den Angreifer mit einem großartigen Pass perfekt in Szene gesetzt und „Kifu“ musste nur noch „Zorro“ umkurven und den Ball ins Tor schieben. Das dritte Tor des VfB war gleichzeitig der Schlusspunkt unter einen durchaus unterhaltsamen Kick vor einer tollen Kulisse. Spätestens jetzt war das Spiel auch aus Sicht von Dario Fossi entschieden, der sich frustriert auf die Tartanbahn setzte, während der VfB die letzten Minuten locker ins Ziel spielte.

VfB Oldenburg: 1 Dominik Kisiel – 5 Jeffrey Volkmer, 4 Angelos Argyris, 6 Okan Erdogan, 3 Dominique Ndure – 27 Süleyman Celikyurt, 30 Lennart Madroch (84. 35 Hugo Magouhi) – 7 Pascal Steinwender (61. 10 Gazi Siala), 16 Maik Lukowicz, 18 Pascal Richter (74. 20 Ibrahim Temin) – 11 Kifuta Kiala Makangu
Trainer: Marco Elia

VfL Oldenburg: 1 Jannik Zohrabian – 4 Kristof Köhler, 22 Justin Tjardes, 21 Marten Schmidt, 16 Nils Frenzel, 13 Jannes Hillerns (46. 24 Kebba Badije) – 10 Narciso Jorge Lubaca (64. 7 Lennart Blömer), 6 Daniel Isailovic (70. 25 Joshua König), 3 Efkan Erdogan, 17 Kai-Sotirios Kaissis – 14 Conrad Azong
Trainer: Dario Fossi

Tore: 1:0 Maik Lukowicz (14.); 2:0 Kifuta Kiala Makangu (41.); 3:0 Kifuta Kiala Makangu (81.)

Schiedsrichter: Theodor Potiyenko – Assistenten: Sebastian Lampe, Sebastian Otto

Zuschauer: 3426 im Marschweg-Stadion

Gelbe Karte: Süleyman Celikyurt (6.), Pascal Steinwender (2.), Pascal Richter (2.), Gazi Siala (3.) / Justin Tjardes (3.)