Oldenburg. Kurzzeitig sah es nach einem neuen Fußballfest aus, am Ende war es ein Erfolg aus der Kategorie Pflichtsieg. Vor 912 Zuschauern besiegte der VfB Oldenburg durch Tore von Kifuta Kiala Makangu und Maik Lukowicz (2) Lupo Martini Wolfsburg mit 3:1.

Im Vergleich zur Niederlage beim SSV Jeddeloh II hatte Marco Elia seine Formation personell verändert. Ahmet Saglam (Rot) und Kai Bastian Evers (5. gelbe Karte) fehlten gesperrt, dafür rückten Lennart Madroch und Gazi Siala in die Startformation. Zudem spielte diesmal Leonel Kadiata an Stelle von Jeffrey Volkmer in der Viererabwehrkette. Taktisch hatte sich der VfB-Trainer für ein 4-4-2 entschieden, stellte im Spielverlauf allerdings auf ein 4-3-3 um.

Das Spiel war noch keine Minute alt, da wurde es für den Aufsteiger erstmals brenzlig. Torhüter Marius Sauss konnte aber in höchster Not gegen Maik Lukowicz klären. Keine Minute später lag der Ball dann allerdings im Tor. Der VfB setzte von Anfang an auf hohes Tempo und die Gäste kamen fast immer einen Schritt zu spät. So auch diesmal und Kifuta Kiala Makangu brachte den Ball zum 1:0 im Tor unter (2. Minute). Ein Auftakt nach Maß für den VfB, der sofort wieder Druck machte.

Die Wolfsburger wussten zu Beginn überhaupt nicht, was da los ist, sondern wurden regelrecht überrannt. Im Gegensatz zur Vorwoche nutzten die Blauen diesmal auch ihre Chancen. Mit ganz viel Gefühl schlenzte Maik Lukowicz den Ball in den Winkel und nach nur vier Minuten hieß es 2:0. Sollte es erneut ein Schützenfest geben, wie beim 5:1 über den VfB Lübeck, zwei Wochen zuvor?

Nein. Der VfB ließ nach der starken Anfangsphase nach, nahm Tempo aus dem Spiel und zog sich weiter zurück, sehr zum Unwillen von Marco Elia, der das deutlich zum Ausdruck brachte. Die Gäste, bis dahin offensiv ohne Wirkung, versuchten mehr und mehr, sich vom Druck des VfB zu befreien. Folgerichtig dauerte es eine knappe halbe Stunde bis zur nächsten Chance der Blauen. Diesmal hatte Kaddiata für Kifuta aufgelegt, dessen elegante Abnahme Sauss mit Mühe zur Ecke lenken konnte (32.).

Fünf Minuten vor der Pause konnte sich dann auch Dominik Kisiel auszeichnen. Der reaktionsschnelle Torhüter des VfB parierte gegen den besten Wolfsburger, Leon Henze. Es sollte ein Warnschuss sein, denn nach dem Wechsel wurde Wolfsburg deutlich stärker. Zuvor allerdings kassierten die Gäste noch das 0:3. Nach einem feinen Zuspiel von Pascal Richter, der sich auf der rechten Seite immer wieder durchsetzen konnte, musste Maik Lukowicz den Ball nur noch ins leere Tor schießen (41.).

Die klare Führung verleitete die Oldenburger in der zweiten Halbzeit indes dazu, in den Verwaltungsmodus zu schalten. Zwar hatten die Blauen durchaus noch ihre Möglichkeiten, doch die Wolfsburger gaben jetzt mehr und mehr den Ton an und kamen durch Henze zum Anschluss (53.). Marco Elia reagierte im weiteren Spielverlauf mit drei Wechseln, brachte Pascal Steinwender, Ibrahim Temin und Bernard Suffner ins Spiel, doch echten Zugriff auf das Tun hatte der VfB jetzt nicht mehr. Zudem spielen die Oldenburger ihre Konter nicht mit akribischer Genauigkeit aus. Statt Wolfsburg mit dem vierten Tor den entscheidenden Wirkungstreffer zu verpassen, konnte der VfB sich beim starken Dominik Kisiel bedanken, dass es am Ende beim 3:1 blieb.

„Wir haben gut angefangen, aber über die zweite Halbzeit hülle ich hier den Mantel des Schweigens. Das werden wir sehr genau aufarbeiten“, erklärte Marco Elia nach dem Spiel.

VfB Oldenburg: 1 Dominik Kisiel – 17 Leonel Kadiata, 4 Angelos Argyris, 6 Okan Erdogan, 27 Süleyman Celikyurt – 10 Gazi Siala, 30 Lennart Madroch, 3 Dominique Ndure (80. 14 Bernard Suffner) – 18 Pascal Richter, 11 Kifuta Kiala Makangu (62. 7 Pascal Steinwender), 16 Maik Lukowicz (69. 20 Ibrahim Temin)
Trainer: Marco Elia

Lupo Martini Wolfsburg: 1 Marius Sauß – 8 Dennis Jungk (46. 14 Simon Böhm), 13 Jan Neuwirt, 4 Jan Ademeit, 37 Marcel Kohn, 18 Nils Bremer – 77 Siim Tenno, 15 Rico Schlimpert, 10 Leon Henze – 7 Andrea Rizzo, 9 Timon Hallmann (46. 66 Sulhattin Capli)
Trainer: Klaus Fricke

Tore: 1:0 Kifuta Kiala Makangu (2.); 2:0 Maik Lukowicz (4.); 3:0 Maik Lukowicz (41.); 3:1 Leon Henze (52.)
Schiedsrichter: Murat Yilmaz – Assistenten: Henry Wagner, Björn Lassen
Zuschauer: 912 im Marschweg-Stadion
Gelbe Karte: Ibrahim Temin (2.) / Rico Schlimpert (3.), Timon Hallmann (3.)