Der VfB Oldenburg hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Predrag Uzelac getrennt. Unüberbrückbare Differenzen und ein zerstörtes Vertrauensverhältnis haben den Vorstand zum Handeln gezwungen. Das Training der Regionalliga-Mannschaft übernimmt vorerst Stephan Ehlers, Trainer der U19 des JFV Nordwest. „Natürlich ist so eine Entscheidung unpopulär, zumal wir zurzeit Tabellenführer sind. Aber zum Wohle des VfB Oldenburg gab es dazu keine Alternative“, sagt VfB-Präsident Wilfried Barysch.

Bereits am Mittwoch hatte der Verein den bis dahin als Co-Trainer tätigen Boris Ekmescic gekündigt. „Dazu gab es, das betone ich ausdrücklich, keine Alternative. Herr Ekmescic hat nach dem Pokalspiel in Wolfsburg massive verbale Beleidigungen gegen einen Zuschauer ausgesprochen. Daraufhin haben wir arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen. Leider ist es dann zu einer weiteren deutlichen Verfehlung seinerseits gekommen, was zwingend die Kündigung nach sich ziehen musste“, erklärt der Vorsitzende. Aufgrund der aktuellen medialen Berichterstattung sieht sich der Vorstand gezwungen, hier erste Fakten zu benennen, um Ansehen und Interessen des Vereins zu schützen.

Die Entscheidung, Herrn Ekmescic fristlos zu kündigen, hat eine sehr nachhaltige Belastung des Verhältnisses zwischen Trainer Predrag Uzelac und dem Verein zur Folge gehabt. „Wir sind im VfB Oldenburg davon überzeugt, dass unsere erfolgreiche Arbeit unter anderem auch im hohen Maße auf gegenseitigem Vertrauen basiert. In der Zusammenarbeit mit Herrn Uzelac gab es diese Vertrauensbasis leider nicht mehr“, sagt Wilfried Barysch.
Das Handeln im und für den VfB Oldenburg sei durch die Maxime bestimmt, dass niemand wichtiger sei als der Verein. „Es geht nicht um eigene Interessen, sondern allein darum, die Zukunft des VfB erfolgreich zu gestalten“, so Barysch. Dass sich die Mannschaft am Mittwoch nach einem Gespräch mit Predrag Uzelac und Boris Ekmescic dem Training verweigert hat, bestärkte den Vorstand nachhaltig darin, in der sportlichen Leitung der Regionalliga-Mannschaft zeitnah eine Veränderung herbeiführen zu müssen. „Dass die Jungs nicht trainiert haben, ist natürlich schade gewesen, denn wir als Vorstand haben sehr großes Vertrauen in die Spieler. Wir sind davon überzeugt, dass die Mannschaft auch weiterhin erfolgreichen, leidenschaftlichen, guten Fußball spielen wird und wir werden alles tun, um sie dabei zu unterstützen“, betont der VfB-Präsident mit Nachdruck.

Vorerst wird Stephan Ehlers die Arbeit mit der Regionalliga-Mannschaft übernehmen und sie auch auf das Spiel beim Goslarer SC am kommenden Samstag vorbereiten. Parallel dazu werden der Vorstand des VfB Oldenburg und der sportliche Berater, Ralph Voigt, die Neubesetzung der Trainerstelle in Angriff nehmen. „Wir sind den Verantwortlichen des JFV Nordwest und Stephan Ehlers sehr dankbar, dass sie uns unterstützen und uns durch ihre Mitarbeit die Möglichkeit geben, hier ohne Zeitdruck die richtige Lösung für den VfB Oldenburg zu finden“, sagt der VfB-Präsident.

„Uns ist wichtig, dass der neue Cheftrainer die sportliche Philosophie des VfB mit erarbeitet und verantwortet. Das bezieht neben der ersten auch die zweite Mannschaft und die Jugend ein. Wir verfolgen bewusst einen ganzheitlichen Ansatz. Der Cheftrainer darf seine Arbeit nicht allein auf die erste Mannschaft reduzieren“, sagt Geschäftsführer Philipp Herrnberger.

Herrn Uzelac dankt der VfB Oldenburg ausdrücklich für die geleistete Arbeit und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute.