Oldenburg. Die Kulisse war enttäuschend, das Ergebnis dagegen erfreulich. Der VfB Oldenburg hat gegen den FC St. Pauli II mit 2:0 gewonnen. Vor 910 Zuschauern ließen Jeffrey Volkmer und Pascal Steinwender die Blauen jubeln. Wirklich überraschen konnte der Erfolg nicht, denn die Oldenburger gewannen zuhause zum dritten Mal gegen ihre Hamburger Gäste mit eben diesem Ergebnis.

VfB-Trainer Stephan Ehlers hatte mit seiner Aufstellung durchaus überrascht. So durfte Neuzugang Maik Lukowicz von Beginn an neben Pascal Steinwender stürmen. Im Mittelfeld gab Joshua König sein Pflichtspiel-Debüt. Gazi Siala agierte defensiver als zuletzt, links dribbelte Ibrahim Temin, rechts Jan Patrick Kadiata. Beide Außenbahnspieler wechselten allerdings wiederholt die Seiten.

Der Kick war noch keine sechs Minuten alt, da setzte Pascal „Calli“ Steinwender direkt die erste Duftmarke. Sein Schuss wurde allerdings zur Beute von Tohrüter Leon Schmidt. Die Gäste, die in Jan-Marc Schneider auch einen zweitliga-erfahrenen Akteur aufgeboten hatten, standen defensiv insgesamt sehr kompakt, hatten offensiv aber wenig zu bieten. Das wiederum war auch der sehr konzentrierten Rückwärtsarbeit des VfB geschuldet. Kollektiv machten die Blauen weite Wege, störten den Gegner bereits im Spielaufbau und gewannen so viele Bälle.

Einzig der finale Pass wollte den Oldenburger in der ersten Halbzeit nicht oft genug gelingen. Chancen hatten sie trotzdem. Nach 22 Minuten etwa Josh König, der frei abziehen konnte, das Tor aber knapp verfehlte und nur eine Minute später schickte Jan Patrick Kadiata eine Flanke scharf vor das Tor der Paulianer, doch ein Abwehrspieler konnte vor dem einschußbereiten Maik Lukowicz klären.
Noch zweimal stand der Neu-Oldenburger anschließend im Fokus, verfehlte mit Kopfbällen das Tor aber knapp (24. und 30. Minute). Die Gäste wiederum hatten ebenfalls zwei Möglichkeiten, doch gegen Brian Koglin (26.) und Sirlord Conteh (38.) war Dominik Kisiel auf dem Posten.

Es sollte bis zur 53. Minute dauern, ehe das Oldenburger Tun sich auszahlte. Nach einer Ecke von Süleyman Celikyurt war Jeffrey Volkmer zur Stelle und traf aus kurzer Distanz zum 1:0. Die verdiente Führung garnierte der Trainer mit zwei Wechseln. Pascal Richter kam für Jan Patrick Kadiata ins Spiel, kurz darauf musste Angelos Argryris vom Platz. Er hatte sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen. Seinen Part in der Innenverteidigung übernahm daraufhin Gazi Siala. Dafür rückte Süleyman Celikyurt ins Mittelfeld vor und Dominique Ndure verteidigte links.

Der junge Ex-A-Jugendspieler war kaum dem Platz, da klingelte es erneut im Hamburger Kasten. „Süle“ hatte „Calli“ geschickt, der ließ sich nicht aufhalten und zielte zum 2:0 ins lange Eck (64.). Nachdem Jeffrey Volkmer die Tür zum Sieg mit seinem Treffer aufgestossen hatte, waren die Oldenburger mit dem 2:0 hindurchgegangen.

Einziges Ärgernis: Hugo Magouhi, in der 75. Minute für Maik Lukowicz eingewechselt, verletzte sich in der ersten Szene und konnte bis zum Schlusspfiff nur noch eingeschränkt Dienst tun. Den Schmerz ignorierend, kämpfte er sich durch die verbleibende Spielzeit, in der die Oldenburger den Sieg gekonnt über die Zeit brachten und sogar noch einen höheren Erfolg ausließen.

VfB Oldenburg: 1 Dominik Kisiel – 5 Jeffrey Volkmer, 6 Okan Erdogan, 4 Angelos Argyris (60. 3 Dominique Ndure), 27 Süleyman Celikyurt – 10 Gazi Siala, 23 Joshua König, 20 Ibrahim Temin – 7 Pascal Steinwender, 31 Jan-Patrick Kadiata (57. 18 Pascal Richter) – 16 Maik Lukowicz (73. 35 Hugo Magouhi)
Trainer: Stephan Ehlers

FC St. Pauli II: 21 Leon Schmidt – 15 Brian Lukas Koglin, 6 Alessandro Otte, 38 Florian Carstens – 16 Ersin Zehir, 11 Sirlord Conteh, 30 Jakob Münzner, 2 Niklas Golke (83. 7 Christian Conteh) – 23 Christian Viet (66. 8 Dario Kovacic), 20 Jan-Marc Schneider, 19 Ryo Miyaichi (66. 18 Luis Angel Coordes)
Trainer: Joachim Philipkowski

Tore: 1:0 Jeffrey Volkmer (53.); 2:0 Pascal Steinwender (62.)
Schiedsrichterin: Susann Kunkel – Assistenten: André Röpke, Philipp Ruback
Zuschauer: 910 im Marschweg-Stadion
Gelbe Karte: Joshua König, Jeffrey Volkmer / Jan-Marc Schneider, Brian Lukas Koglin, Jakob Münzner