Oldenburg. Über 4.000 Zuschauer, ein toller Rahmen, gute Stimmung und ein kunterbuntes, spannendes Nachbarschaftsduell. Wir haben nach dem 1:1 zwischen dem VfB Oldenburg und dem SSV Jeddeloh noch einige Stimmen eingefangen.

Key Riebau, Trainer SSV Jeddeloh: Mit der ersten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein. Da war der VfB stark, wir dagegen kamen überhaupt nicht ins Spiel und müssen froh sein, dass es nur 1:0 steht. Nach der Pause waren wir dann deutlich besser, auch in Unterzahl haben die Jungs das gut gemacht. Das Spiel ist im Prinzip so gelaufen, wie unsere Begegnung gegen Flensburg, nur mit vertauschten Halbzeiten. Ich denke, die Punkteteilung geht in Ordnung.

Stephan Ehlers, Trainer VfB Oldenburg: Wir haben überragend angefangen, hatten den Gegner klar im Griff. Wenn ich den Jungs etwas vorwerfen muss, ist es die Chancenverwertung. Wir müssen einfach höher führen als nur 1:0. Die Trinkpause war da durchaus entscheidend, denn Jeddeloh hat das clever gemacht und sich taktisch neu eingestellt. Mit der zweiten Halbzeit kann man nicht zufrieden sein. Aber es ist einfach oft so, man spielt in Überzahl, führt noch dazu und dann macht man unterbewusst vielleicht doch einen Schritt weniger, obwohl wir die Jungs in der Halbzeitpause genau davor gewarnt haben. Wir müssen jetzt mal sehen, wie wir das bis Sonntag hinkriegen. Kai-Bastian wird ausfallen, Lennart ist verletzt, das macht es nicht einfacher.

Thorsten Tönnies, SSV: Der Punkt ist für uns sicher okay. Der VfB war in der ersten Halbzeit richtig stark, da haben wir kein Mittel gefunden. Nach der Pause haben wir es natürlich besser gemacht und hatten dann auch das nötige Glück, denn im Prinzip war der erste Schuss auch drin. Für mich war es schon ein komisches Gefühl nach der langen Zeit beim VfB. Ich wünsche der Truppe auf jeden Fall viel Glück und glaube, dass viel Potenzial vorhanden ist.

Lennart Madroch, VfB: Ich bin nicht zufrieden, ganz klar. Wir waren in der ersten Halbzeit deutlich stärker und müssen einfach mehr Tore schießen. Das Tor der Jeddeloher war glücklich, aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Ich hoffe, dass ich bis Sonntag wieder fit bin.

Angelos Argyris, VfB: Ich ärgere mich, wir müssen das Spiel gewinnen, ganz klar. Mir reicht der Punkt nicht.

Ansgar Schnabel, Sportdirektor SSV: Ich kann nicht zufrieden sein. Klar, das 1:1 haben die Jungs sich erkämpft, aber wir zahlen einen hohen Preis, denn jetzt fallen noch zwei Spieler aus. Außerdem muss ich mal fragen, was bei uns in der ersten Halbzeit los war. Das kann ich so nicht akzeptieren.

Andreas Boll, Sportdirektor VfB: Ich mache es nicht am Ergebnis fest. In der ersten Halbzeit war es gut, vor allem fußballerisch. Wir haben eine Spitzenmannschaft wie Jeddeloh phasenweise dominiert, auch hinsichtlich Zweikampf und Ballbesitz. Aber leider haben wir das nicht mit in die zweite Halbzeit genommen. Hätten wir das geschafft, wären wir mit drei Punkte raus gegangen. So muss man mit einem Zähler zufrieden sein. Die zweite Halbzeit hat mir nicht gefallen, daran müssen wir arbeiten. In den Spielen bei Lupo Wolfsburg und gegen St. Pauli II werden wir sehen, wie weit wir schon sind.

Benjamin Dau, VfB Vorstand: Schade, dass die Jungs sich nicht mit einem Sieg belohnt haben. Trotzdem bin ich heute sehr zufrieden. Wir hatten eine überragende Kulisse, über 4.000 Zuschauer. Das gab es lange nicht im Marschwegstadion. Ich hoffe, die Fans honorieren die Leistungen unserer Truppe und kommen auch in den nächsten Spielen zahlreich ins Stadion, dann glaube ich, werden wir eine tolle Saison erleben.