Oldenburg. Mit Zuversicht, aber auch mit dem gebotenen Respekt, geht der VfB Oldenburg ins Heimspiel gegen den BSV Rehden, das am Sonntag, 3. März, um 14 Uhr, im Marschwegstadion angepfiffen wird. Wir haben den Gegner ein wenig beleuchtet. Unser Vorspiel:

Die Situation: Nach einer überaus durchwachsenen Hinrunde ist der BSV Rehden mit Schwung ins neuen Jahr gestartet. Durch einen Treffer von – natürlich – Addy Waku Menga besiegten die Schwarz-Weißen zum Auftakt Titelverteidiger Weiche Flensburg mit 1:0. Aktuell sind die Rehdener auf Tabellenplatz 15 notiert, der am Saisonende die Relegation zur Folge hätte.

Statistik: Tabellenplatz 15 ist die Folge von sieben Siegen und vier Unentschieden sowie zwölf Niederlagen aus 23 Spielen. Auswärts haben die Rehdener zweimal gewonnen und einmal unentschieden gespielt, das Torverhältnis beträgt 8:22, denn es waren einige deftige Klatschen dabei, etwa ein 1:5 in Norderstedt und ein 2:6 beim VfL Oldenburg. Doch Achtung! Rehden hat in Egestorf und Havelse jeweils 1:0 gewonnen und die Mannschaft ist sicher nicht schlechter geworden.

Personelles: Der Wandel war in den vergangenen Jahren in Rehden Programm. Auch nach der vergangenen Saison stand ein Umbruch an. 16 Neuzugänge wurden in den Waldsportstätten begrüßt, 15 Spieler verabschiedet, darunter Kai Bastian Evers und Lennart Madroch, die sich für den VfB Oldenburg entschieden hatten. Angesichts der sportlich schwierigen Situation haben die Verantwortlichen im Winter nochmal nachgelegt und ihren Kader deutlich verstärkt. Mit Quentin Fouley, Tomislav Ivicic, Miroslav Kovacevic und Shamsu Mansaray wurden vier erfahrene Spieler verpflichtet.

Hinspiel: Unsere Blauen warten schon (zu) lange auf einen Sieg gegen den BSV Rehden. Im Hinspiel waren wir ganz dicht dran. Maik Lukowicz hatten den klar tonangebenden VfB mit 1:0 in Führung gebracht, doch Michael Hohnstedt gelang drei Minuten vor Schluss der Ausgleich.

Leistungsträger: Shinzi Yamada ist nicht wegzudenken. Er kam in allen 23 Spielen zum Einsatz. Als Top-Verpflichtung hat sich Torhüter Rico Sygo erwiesen, den der BSV beim SC Borgefeld gefunden hatte. Er stand 21 Mal zwischen den Pfosten und zeigte überdurchschnittlich viele Paraden. Yanis Becker ist darüber hinaus ebenso ein Leistungsträger, wie unser ehemaliger Publikumsliebling Addy Waku Menga, der mit sieben Treffern auch bester Torschütze seiner Mannschaft ist. Während Menga als offensive Schaltzentrale den Angriff belebt, ist Michael Hohnstedt der Abwehrchef.

Einschätzung: „Rehden hat es gegen Flensburg richtig gut gemacht. Das wird eine schwere Aufgabe“, sagt Marco Elia. Vor allem das Umschaltspiel hat den VfB-Trainer beeindruckt. „Sie machen es ähnlich wie Egestorf, sind aber noch gefährlicher, da müssen wir sehr aufpassen“, sagt er.

Angeschlagen:
Ein Fragezeichen, wenn auch ein kleines, steht allein hinter der Spielfähigkeit von Ahmet Saglam, der sich im Training eine Bänderverletzung zugezogen hat und wohl erst am Freitag wieder einsteigen kann. Weiterhin ansteigende Form zeigt Jan Patrick Kadiata. „Fußballerisch ist er schon sehr weit, aber man merkt natürlich, dass er lange aussetzen musste und noch Rückstand hat. Ich denke, dass er nächste Woche so weit ist, dass er auch einige Minuten spielen kann“, sagt Marco Elia.