Oldenburg. Der VfB Oldenburg hat sich im letzten Heimspiel des Jahres mit einem 1:1 gegen den HSC Hannover von seinen Fans aus dem Fußballjahr 2019 verabschiedet. Vor 941 Zuschauern hatte Kifuta Kiala Makangu die Blauen in der 45. Minute in Führung gebracht, doch noch vor der Pause erzielte Björn Masur den verdienten Ausgleich.

Alexander Kiene hatte vor dem Anpfiff einige Ausfälle zu beklagen. Nach Kevin Kalinowski und Dominique Ndure mussten auch noch Patrick Posipal und Dominik Kisiel verletzt passen. Zudem fehlte Andrej Startsev gesperrt. Für den Routinier rückte Thilo Pöpken zwischen die Pfosten und der sollte alle Hände voll zu tun bekommen. Die Viererkette komplettierte links Ibrahim Temin, zudem standen Maik Lukowicz und Kifuta Kiala Makangu sowie Efkan Erdogan in die Startformation.

Dass die Mannschaft in dieser Form nicht wirklich eingespielt war, lag auf der Hand und wurde zu Beginn auch deutlich. Dennoch hatten die Blauen bereits nach drei Minuten die erste Chance. Pascal Steinwender hatte den Ball ins Zentrum gespielt, Kifuta wurde beim Abschluss allerdings geblockt.

Nur drei Minuten später wurden die Oldenburger erneut gefährlich. Nach einem Freistoß legte diesmal Kifuta mit dem Kopf für Steinwender auf, dessen Schuss ebenfalls zur Ecke geblockt wurde. Den Schwung der Eröffnungsphase konnten die Blauen allerdings nicht wahren, was durchaus auch mit dem couragierten Auftritt der Gäste zu tun hatte. Der Tabellenletzte versteckte sich nicht, sondern versuchte immer wieder konstruktiv nach vorne zu spielen. Die erste große Chance hatte der HSC allerdings nach einem verunglückten Pass von Nico Matern. Björn Masur kam zum Schuss, zielte aber vorbei (14. Minute).

Zwei Minuten später war der VfB wieder dran. Nach einem Pass von Kifuta setzte sich Maik Lukowicz auf der linken Seite durch, legte den Ball zurück Richtung Sechzehner, doch Calli Steinwender brachte nicht genug Druck in seinen Schuss. In einem intensiv gefühlten Wettstreit waren nach 19 Minuten die Gäste wieder dran. Nico Matern war ausgerutscht, Atilay Adnan Batbay schnappte sich gedankenschnell den Ball, steckte zu Masur durch, dessen Schuss die Blauen aber vor der Linie klären konnten.

Kurz darauf rissen die Hannoveraner dann erstmals jubelnd die Arme hoch. Kai Bastian Evers hatte einen Hannoveraner zu Fall gebracht und Schiedsricherin Dr. Riem Hussein hatte umgehend auf Elfmeter entschieden. Niklas Kiene schnappte sich den Ball, zog flach ab, doch Thilo Pöpken reagierte glänzend und parierte den Elfmeter (24.). Es sollte nicht die letzte Großtat des jungen Torhüters gewesen sein, der sich mehrfach auszeichnen konnte und das schon zwei Minuten nach dem gehaltenen Strafstoß.

Yannick Bahls kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, aber erneut war Pöpken zur Stelle, der zudem noch den Nachschuss entschärfen konnte.

Es dauerte eine halbe Stunde, ehe die Blauen in Person von Enis Bytyqi endlich mal wieder ein offensives Zeichen setzten. Der Stürmer zielte aber zu hoch. Zwei Minuten später lag der Ball im Netz, doch Hussein hatte vor dem Kopfball von Kifuta ein Foul des Angreifers gesehen (32.).

Bei nasskaltem Winterwetter sollte den treuen Zuschauern in der 45. Minuten nochmals warm werden, denn erneut lag der Ball im Tor und diesmal zählte der Treffer auch. Pöpken hatte den Ball gedankenschnell auf Steinwender gespielt, dessen Pass Kifuta zum Dribbling nutzte, schließlich noch den Torhüter aussteigen ließ und zum 1:0 traf (45.).

Die Freude über die glückliche Führung war leider nicht von Dauer, denn Hannover kam vor der Pause auch noch einmal zum Abschluss und das reichte zum 1:1. Beim Versuch, den Ball zu klären, waren sich Kai Bastian Evers und Ibrahim Temin nicht einig, Masur nutzte das und hatte bei seinem Schuss noch Glück, dass Pöpken wegrutschte und der Ball unter ihm hindurch ins Tor rollte.

Nach dem Wechsel ging es durchaus intensiv weiter und erneut hatten die Oldenburger die erste Möglichkeit. Diesmal kam Jeffrey Volkmer nach einer Ecke zum Schuss, blieb aber in der Abwehr hängen (52.).

Nach einer guten Stunde nahm Alex Kiene den ersten Wechsel vor. Pascal Richter kam für Maik Lukowicz ins Spiel und sollte fortan für viel Schwung sorgen, den die Gäste allerdings mehrfach durch teils rüde Fouls unterbanden.

Hannover bliebt in einem umkämpften Spiel ein Gegner auf Augenhöhe, der hier mehr wollte als ein Unentschieden und durchaus Chancen hatte, wie etwa in der 66. Minute. Nach einer Flanke von rechts rutschte Maurice Kleinert freistehend am Ball vorbei. Auf der anderen Seite kämpfte sich Bytyqi durch zwei Gegenspieler durch, ließ sich auch durch ein Foulspiel nicht stoppen, doch sein Schuss verfehlte das Tor knapp.

Das dritte Tor lag in der Luft, doch es wollte einfach nicht fallen. Der Hannoveraner Bikmaz, der für einen üblen Tritt gegen Richter mit der gelben Karte gut bedient war (70.), ließ die Möglichkeit zum 1:2 ebenso ungenutzt (73.), wie auf der anderen Seite Volkmer mit einem knapp am Tor vorbeiplatzierten Kopfball in der Schlussphase.

VfB Oldenburg: 13 Thilo Pöpken – 5 Jeffrey Volkmer, 23 Fabian Herbst, 8 Kai Bastian Evers, 21 Nico Matern – 22 Efkan Erdogan – 7 Pascal Steinwender, 9 Enis Bytyqi (75. 17 Justin Dähnenkamp), 20 Ibrahim Temin (81. 15 Jakob Bookjans) – 11 Kifuta Kiala Makangu, 16 Maik Lukowicz (61. 18 Pascal Richter)
Trainer: Alexander Kiene

HSC Hannover: 28 Pascal Geerts – 13 Atilay Adnan Batbay (87. 17 Azad Karamac), 3 Stephane Ngongang (39. 2 Dominic Vilches-Bermudez), 18 Deniz Tayar, 5 Maurice Kleinert – 7 Niklas Kiene (79. 11 Christopher Schultz), 26 Björn Lambach – 21 Yannick Bahls, 6 Ferhat Bikmaz, 12 Gürkan Öney – 9 Björn Masur
Trainer: Martin Polomka

Tore: 1:0 Kifuta Kiala Makangu (45.); 1:1 Björn Masur (45+2.)

Schiedsrichter/in: Dr. Riem Hussein – Assistenten: André Schönheit, Jost Steenken

Zuschauer: 941 im Marschweg-Stadion

Gelbe Karte: Fabian Herbst (2.) / Ferhat Bikmaz (4.), Maurice Kleinert

Vergebener Elfmeter: – / Niklas Kiene (Foulelfmeter, 24., gehalten von Thilo Pöpken)