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RegionalligaLeistungssteigerung bleibt ohne Lohn

29. August 2014
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Der VfB Oldenburg muss weiter auf den zweiten Saisonsieg warten. Im Duell zweier Traditionsvereine unterlagen die Blauen am Freitagabend im Stadion an der Lohmühle beim VfB Lübeck mit 1:2.

„Der Lübecker Sieg ist nicht unverdient, dennoch hätten wir hier etwas mitnehmen müssen“, ärgerte sich Oldenburgs Trainer Kristian Arambasic nach dem Schlusspfiff.

Im Vergleich zur Vorwoche hatte er seine Mannschaft auf einer Position verändert. Christopher Braun nahm diesmal auf der Bank Platz. Rechts verteidigte Thorsten Tönnies, den offensiven Part übernahm diesmal Paul Kosenkow, bei seinem ersten Einsatz von Beginn an.
An dieser Umstellung lag es sicher nicht, dass die Gäste in der ersten halben Stunde nicht so richtig in Spiel finden sollten. Vor 1.400 Zuschauern, darunter knapp 150 lautstarke Oldenburger, gaben die Lübecker klar den Ton an. Der Elf von Kristian Arambasic war eine deutliche Verunsicherung anzumerken.

„Wir sind zu passiv“, zürnte der Trainer bereits nach einer Viertelstunde und forderte lautstark mehr körperliche Präsenz ein. Die ersten Chancen hatten allerdings die Lübecker, die in der 20. Minute über Finn Lasse Thomas erstmals gefährlich vor das Oldenburger Tor kamen. Nach einem Sprint über das gesamte Feld kam er zum Schuss, verfehlte das Tor aber knapp. Spätestens jetzt hatte Kristian Arambasic auch den letzten Rest an guter Laune verloren und schickte seine Ersatzspieler zum Aufwärmen hinter das Tor.

Auf dem Platz blieben die Lübecker gefährlich und die Gäste hatten Glück. Nach einem Konter über drei Stationen kam der starke Stefan Richter zum Schuss und hämmerte das Spielgerät mit Wucht an die Latte (35.). Offensive Aktionen der Blauen hatten bis dahin Seltenheitswert, von einem Schuss von Nils Laabs einmal abgesehen (28.).

In der 38. Minute hatten die Oldenburger allerdings auch Pech. Kevin Samide hatte den Ball auf Paul Kosenkow durchgesteckt, der wiederum Torhüter Jonas Toboll umkurvt und hätte den Ball nur noch ins leere Tor schieben müssen, doch Schiedsrichter Adrian Höhns entschied auf Abseits.

Nach dem Wechsel sollten die Zuschauer ein deutlich anderes Spiel sehen. Jetzt endlich kämpften sich die Oldenburger ins Spiel, nahmen die Zweikämpfe an, waren deutlich präsenter und suchten ihrerseits konsequent auch den Weg nach vorn. Die erste Chance gehörte dennoch dem gastgebenden VfB. Henrik Sirmais kam aus 14 Metern zum Abschluss, der starke Moritz Steidten konnte den Ball aber zur Ecke abfälschen (53.). Zwei Minuten später wurde es dann auf der anderen Seite kribbelig. Ein Angriff über die linke Seite landete final bei Nils Laabs, dessen Schuss Toboll zur Ecke abwehren konnte. Im Anschluss daran setzte Samide die Murmel über die Latte.

Dennoch, die Oldenburger waren jetzt ein Gegner auf Augenhöhe und suchten in einem immer intensiver und schneller werdenden Spiel den offenen Schlagabtausch. Dabei spielte es natürlich auch eine Rolle, dass Schiedsrichter Höhns lange vieles hatte laufen lassen. Das allerdings sollte sich noch ändern.
Auch die nächste Chance gehörte aber ersteinmal den Gästen. Erneut hatte Laabs abgezogen, Toboll aber wiederum zur Ecke klären können (66.).

„Gut so, Jungs“, feuerte Kristian Arambasic seine Mannschaft an und zwei Minuten später sollte er dann sogar frenetisch jubeln dürfen.

Ein Angriff über Samide und Laabs wurde durch Pierre Merkel mit dem 0:1 belohnt. Eine Führung, die insgesamt sicher glücklich war, zu diesem Zeitpunkt allerdings dem Spielverlauf in der zweiten Halbzeit durchaus entsprach.

Die Freude über den Treffer war aber nicht von langer Dauer. Lübeck kam zurück und nur zwei Minuten später zum Ausgleich. Finn Lasse Thomas war im Strafraum zu Fall gekommen, nachdem Mo Aidara in seiner Nähe auftauchte. Schiedsrichter Höhns zögerte anfänglich, entschied sich dann aber doch zum Pfiff, zum Entsetzen von Aidara, der die Entscheidung nicht fassen konnte und sogar noch die gelbe Karte kassierte. Stefan Richter nutzte die Chance und traf vom Punkt zum 1:1 (70.).

Das Spiel stand jetzt auf der Kippe und sollte sich in der spannenden Schlussphase in die falsche Richtung neigen. Zehn Minuten vor dem Abpfiff hatte Richter die Lübecker Führung auf dem Fuß, kam aber nicht am verteidigenden Laabs vorbei. In der 85. Minute allerdings war auch der Kapitän machtlos. Die Oldenburger Abwehr konnte eine Situation nicht klären und aus dem Halbfeld rauschte Lukas Knechtel heran, um die Kugel mit voller Wucht zum 2:1 ins Tor zu bolzen. Während die Lübecker ihren Siegtreffer frenetisch feierten, gingen die Oldenburger mit hängenden Köpfen vom Feld.

„Wir haben schwer ins Spiel gefunden. Da hat man schon gesehen, dass die Truppe verunsichert ist. So darf man aber nicht auftreten. In der Halbzeit haben wir dad klar angesprochen und ich denke, das hat man dann auch gesehen. Trotzdem, wenn du hier in der 70. Minute in Führung gehst, dann musst du was mitnehmen, ach was, dann muss man gewinnen. Ich bin echt stocksauer und es tut mir total leid für unsere Fans, die hier an einem Freitagabend dabei sind und sensationell Stimmung machen“, erklärte Moritz Steidten nach dem Schlusspfiff.

Auch Trainer Kristian Arambasic war extrem enttäuscht.

„In der ersten Halbzeit war ich mit unserer Leistung überhaupt nicht einverstanden, da haben wir regelrecht um ein Gegentor gebettelt. Nach der Pause war es dann ganz anders. Ich bin schon stolz darauf, dass die Mannschaft dann so zurückkommt. Auf die Leistung der zweiten Halbzeit können wir aufbauen. Dennoch müssen wir auch selbstkritisch sein. Beim Elfer muss Mo nicht hingehen und dann ist so eine Niederlage auch eine Mischung aus Pech und Unvermögen. Beim Schiedsrichter wundere ich mich allerdings, dass er vorher alles laufen läßt, dann aber so einen Elfmeter pfeift, der für uns in dieser Phase natürlich Gift war.“

Dass der Druck steige, sei klar, so Arambasic weiter. „Wir müssen den Bock gegen Goslar umstoßen, da gibt es keine zwei Meinungen“, blickt er bereits dem nächsten Heimspiel entgegen.

Vor dem nächsten Heimspiel wird der VfB Oldenburg ein Testspiel absolvieren. Allerdings findet dies nicht wie geplant gegen Atlas Delmenhorst statt. Jürgen Hahn rief an und musste das Spiel leider kurzfristig absagen. Das Spiel wird aber nachgeholt. Statt nach Delmenhorst zu fahren, trifft der VfB um 18.15 Uhr auf den GVO Oldenburg. Die Osternburger haben sofort zugesagt und freuen sich auf den Test. Gespielt wird im Sportpark Osternburg.

VfB Lübeck: Jonas Toboll – Lukas Knechtel, Dennis Wehrendt, Moritz Marheineke, Sascha Steinfeldt – Aleksander Nogovic (90+1. Arnold Suew), Marcello Meyer – Finn-Lasse Thomas, Dennis Voß (68. Marvin Thiel), Henrik Sirmais (68. André Ladendorf) – Stefan Richter
Trainer: Denny Skwierczynski

VfB Oldenburg:
Jannik Zohrabian – Thorsten Tönnies, Franko Uzelac (89. Christopher Braun), Moritz Steidten, Maycoll Canizales-Smith – C. Mohamed Aidara, Malte Grashoff – Paul Kosenkow (68. Shaun Minns), Nils Laabs, Kevin Samide (81. Florent Aziri) – Pierre Merkel
Trainer: Kristian Arambasic

Tore: 0:1 Pierre Merkel (70.); 1:1 Stefan Richter (Foulelfmeter, 73.); 2:1 Lukas Knechtel (87.)
Schiedsrichter/in: Adrian Höhns (TuS Dassendorf) – Assistenten: Björn Krüger (SV Börnsen), Paul Jennerjahn (TSC Wellingsbüttel)
Zuschauer: 1589
Gelbe Karte: Aleksander Nogovic / Moritz Steidten (2.), C. Mohamed Aidara, Malte Grashoff (2.), Nils Laabs

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