Bitte warten...

 

RegionalligaStarker VfB gewinnt in Norderstedt

14. September 2014
https://vfb-oldenburg.de/wp-content/uploads/11-1024x708.jpg

Endlich! Mit einer ganz starken Vorstellung hat der VfB Oldenburg seinen zweiten Saisonsieg erspielt. Beim FC Eintracht Norderstedt siegten die Blauen hoch verdient mit 2:0. Einen Wermutstropfen mussten sie allerdings verdauen. Der überragende Mo Aidara kassierte die rote Karte.

Es lief bereits die Nachspielzeit, als der Oldenburger Mittelfeldspieler seine gute Erziehung vergaß und Norderstedts Yayar Kunath umschubste. Dass Aidara zuvor immer wieder gefoult, beleidigt und provoziert worden war, spielte da keine Rolle mehr. Der gute Schiedsrichter Tim Skorczyk hatte keine andere Wahl, als den Spielmacher vom Platz zu stellen. „Egal, was die mir an den Kopf geknallt haben, das darf nicht passieren. Das war einfach eine Dummheit, keine Frage“, erklärte Aidara nach dem Abpfiff.

Der Platzverweis und die zu erwartende Sperre drückten im blau-weißen Lager natürlich ein wenig auf die gute Stimmung. Vor allem Trainer Kristian Arambasic dachte bereits an den kommenden Sonntag und damit das Spiel gegen TF Braunschweig. „Es wird enorm schwer, Mo zu ersetzen.“ Tatsächlich hatte der kleine Techniker der guten Oldenburger Vorstellung das Sahnehäubchen aufgesetzt.

Der VfB, angetreten mit der selben Aufstellung wie beim 2:2 gegen den Goslarer SC, machte von Anfang an deutlich, im Edmund-Plambeck-Stadion unbedingt gewinnen zu wollen. Die Gastgeber wurden bereits in der eigenen Hälfte attackiert, hatten so überhaupt keine Möglichkeit, einen konstruktiven Spielaufbau zu betreiben. Stattdessen mussten die Norderstedter immer wieder lange Bälle schlagen, die von der sehr aufmerksamen Oldenburger Innenverteidigung konsequent abgeräumt wurden.

Die Blauen waren aber nicht nur darauf bedacht, das Spiel der Eintracht zu stören. Vielmehr setzten sie unmittelbar nach dem Anpfiff selbst die ersten Akzente. Aidara, erneut als „Zehner“ aufgeboten, zog bereits in der 2. Minute gefährlich ab und verfehlte das Tor nur ganz knapp. Auf der anderen Seite wurde der sichere VfB-Torhüter Jannick Zohrabian vom Ex-Oldenburger Marco Schultz ebenfalls aus der Distanz gefordert, hatte aber keine Mühe, sich die Kugel zu schnappen (4. Minute).

Der Schwung der Anfangsphase verpuffte im zunehmenden Spielverlauf kaum. Das war vor allem dem VfB geschuldet, der konsequent Druck machte. Vor allem die linke Seite, mit Thorsten Tönnies und Alessandro Ficara, war von der Eintracht nie in den Griff zu bekommen. Fast schon folgerichtig kamen die Blauen von hier aus auch zur Führung. Mo Aidara hatte den Ball mustergültig auf den Fünfmeterraum gepaßt, der ungemein agile Pierre Merkel sich gedankenschnell von seinem Gegenspieler gelöst und gekonnt zum 0:1 eingeschoben (31.). Die Führung war der verdiente Lohn für die überlegte Vorstellung des VfB, der schon vor der Pause hätte deutlicher in Führung gehen können. Doch Merkel hatte mit einem Kopfball Pech (37.).

Allerdings hatten auch die Gastgeber noch eine gute Möglichkeit. Nach einer Ecke kam Sinisa Veselinovic zum Abschluss, setzte einen Kopfball aber über das Oldenburger Tor (45.).

Kristian Arambasic konnte mit der Leistung seiner Mannschaft unbedingt zufrieden sein, wollte aber mit einem Wechsel für noch mehr Stabilität sorgen und brachte Nils Laabs für Florian Stütz. Die Einwechslung des Mannschaftskapitäns war fraglos ein guter Griff, denn „Nille“ fügte sich im Mittelfeld nahtlos in das gute Oldenburger Spiel ein, war immer anspielbar, entschied die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich und leitete mit klugen Pässen mehrfach gefährliche Konter des VfB ein.

Das mögliche 0:2 verpaßten die Gäste allerdings nach einer Ecke. Erst kam Laabs zum Abschluss, doch Torhüter Höcker parierte. Der Ball landete direkt vor Merkel, doch auch dessen Schuss konnte der Torhüter parieren (48.). Im direkten Gegenzug zeigte dann Jannick Zohrabian gegen Veselinovic seine ganze Klasse und verdiente sich das kollektive Lob von Trainer und Mitspielern.

Norderstedt erhöhte jetzt die Schlagzahl, wechselte insgesamt dreimal, ohne dass die Gastgeber dadurch das Spiel in den Griff bekommen hätten. Der VfB seinerseits musste sich den Vorwurf gefallen lassen, es unnötig spannend gemacht zu haben. Mehrfach hatten die Blauen gute, ja allerbeste Kontermöglichkeiten. Doch Ficara ließ gleich deren zwei ungenutzt (60. und 62.) und Steidten scheiterte nach einem tollen Solo mit seinem Schuss an der Latte (63.).

Drei Minuten später sollte es dann der „Kanzler“ richten. Nach schöner Vorarbeit über Laabs und Ficara war Pierre Merkel schließlich zur Stelle und traf zum 0:2 (66.). War das schon die Entscheidung? Nein! Norderstedt warf kämpferisch alles in die Waagschale, die Oldenburger hielten leidenschaftlich dagegen und es entwickelte sich eine spannende Schlussphase. Wirklich brenzlig wurde es für den VfB aber nur noch einmal. Jan Lüneburg traf mit einem Kopfball die Latte (78.).

Am Ende hätten die Gäste eigentlich noch ein drittes und viertes Tor erzielen müssen, überboten sich aber darin, ihre Chancen auszulassen. Diesem Manko war fraglos auch der Platzverweis gegen Aidara geschuldet, denn das Spiel war durchaus ruppig geworden. Hinzu kamen auch viele verbale Fehltritte. Leider muss man dazu auch die verbalen Entgleisungen eines Norderstedter Zuschauers zählen, der einige Oldenburger mehrfach rassistisch beleidigte. Er stand damit, das sei hier auch deutlich betont, aber zum Glück auch alleine.

Thomas Seeliger, Trainer Eintracht Norderstedt: Es war ein absolut verdienter Sieg des VfB. Wir haben von der ersten bis zu letzten Minute keinen Zugriff auf das Spiel bekommen. Wir hätten heute noch länger spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Wir hatten einen genauso schlechten Tag, wie die Schiedsrichter, aber letzteres war nicht ausschlaggebend.

Kristian Arambasic, Trainer VfB Oldenburg: Das hat heute natürlich Laune gemacht. Wir sind bei einem sehr selbstbwußten Gegner angetreten und haben hier technisch gut und laufstark dagegen gehalten. Ich bin wahnsinnig stolz auf die Truppe. Natürlich hatten wir in einigen Szenen auch Glück, aber das muss man sich erarbeiten und das haben wir heute getan. Der Platzverweis gegen Mo trübt den Erfolg natürlich ein wenig, aber es kann auch nicht sein, dass wir uns hier mehrfach rassistische Beleidigungen anhören müssen. Dass ihm der Schubser nicht passieren darf, weiß Mo selbst.

Mo Aidara, VfB Oldenburg: Wir haben das umgesetzt, was der Trainer verlangt hat. Wir wollten sie früh stören und zu Fehlern zwingen. Das ist uns gut gelungen. Meine rote Karte, ja, was soll ich groß sagen. Das darf nicht passieren, das war eine Dummheit.

Eintracht Norderstedt:
Johannes Höcker – Steven Lindener (67. Dane Kummerfeldt), Marin Mandic, Jan-Henrik Kaetow, Erdinc Güner (75. Jan-Philipp Rose), Deran Toksöz, Björn Nadler, Linus Meyer, Jan Lüneburg, Marco Schultz (64. Yayar Kunath), Sinisa Veselinovic
Trainer: Thomas Seeliger

VfB Oldenburg: Jannik Zohrabian – Thorsten Tönnies (65. Shaun Minns), Franko Uzelac, Moritz Steidten, Maycoll Canizales-Smith – Malte Grashoff, Florian Stütz (46. Nils Laabs) – Christopher Braun, Alessandro Ficara, C. Mohamed Aidara – Pierre Merkel (81. Kevin Samide)
Trainer: Kristian Arambasic

Tore: 0:1 Pierre Merkel (31.); 0:2 Pierre Merkel (66.)
Schiedsrichter/in: Tim Skorczyk (VfL Salder) – Assistenten: Hauke-Jörn Rüther (Nikolausberger SC), Mark-Hendrik Zander (SV Holm-Seppensen)
Zuschauer: 547
Gelbe Karte: Marin Mandic (2.), Linus Meyer (2.) / Shaun Minns
Rote Karte: – / C. Mohamed Aidara (90.)

https://vfb-oldenburg.de/wp-content/uploads/2014/06/vfb_logo.png
PARTNER
aktiv-irma
https://vfb-oldenburg.de/wp-content/uploads/2020/10/BroetjeHeizung.png
https://vfb-oldenburg.de/wp-content/uploads/2020/10/ROYALSandRICE.png
https://vfb-oldenburg.de/wp-content/uploads/PH_weiss-160x160.png
https://vfb-oldenburg.de/wp-content/uploads/2020/08/02_WIESE_Homepage_frei.png
https://vfb-oldenburg.de/wp-content/uploads/2020/08/ÖVO-Logo_420px_weiss.png
https://vfb-oldenburg.de/wp-content/uploads/GSG-1.png
https://vfb-oldenburg.de/wp-content/uploads/Hoppmann-160x160.png
https://vfb-oldenburg.de/wp-content/uploads/GWS.png

VfB Oldenburg

VfB Oldenburg Fußball GmbH
Maastrichter Straße 35
26123 Oldenburg

E-Mail: geschaeftsstelle@vfb-oldenburg.de

© VfB Oldenburg GmbH 2020 | Webdesign by collanteart.com

Up!