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ZweiteNur ein Punkt gegen Braunschweig

21. September 2014
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Der VfB Oldenburg macht es seinen Fans in dieser Saison wirklich nicht leicht. Vor 1.278 Zuschauern kamen die Blauen gegen FT Braunschweig nicht über ein 3:3 hinaus.

Eine Stunde lang zeigten die Oldenburger tollen Angriffsfußball, führten zur Pause bereits hoch verdient mit 3:0 und stürmten nach dem Wechsel weiter munter drauf los. Ein viertes oder fünftes Tor der Gastgeber hätte dem Spielverlauf durchaus entsprochen. Doch es kam am Ende ganz anders. Nach dem Anschlusstreffer der Gäste durch den gerade eingewechselten Ersin Arayici spielte beim VfB die Angst mit und tatsächlich musste der gute Jannik Zohrabian noch zweimal hinter sich greifen.

Viel war im Vorfeld des Spiels darüber diskutiert worden, wie der VfB den Ausfall des gesperrten Spielmachers Mo Aidara würde kompensieren können. Schnell wurde deutlich, dass Trainer Kristian Arambasic die Verantwortung im Offensivbereich auf mehrere Schultern verteilt hatte. Durch ständige Positionswechsel konnten sich die Gäste nie auf den VfB einstellen. Mal wirbelte der starke Alessandro Ficara in der Mitte, dann wiederum rückten die offensiven Außen Thorsten Tönnies oder Shaun Minns nach, auch Florian Stütz setzte sich im offensiven Mittelfeld immer wieder in Szene.
Sehr früh wussten sich die Gäste nur durch taktische Fouls zu helfen. Aus einem solchen resultierte auch die Führung des VfB. Alessandro Ficara brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld an die Grenze des Fünfmeterraums und Thorsten Tönnies war mit dem Rücken zum Tor stehend zur Stelle und traf zum 1:0 (6. Minute).

Überhaupt war der Blondschopf der auffälligste Akteur in der ersten Halbzeit. Mit starken Tempoläufen machte er enormen Druck, sorgte so immer wieder für Gefahr. Die Gäste traten offensiv kaum in Erscheinung, sieht man von einer Szene aus der 9. Minute ab. Thorsten Tönnies lag verletzt am Boden, die Freien Turner hatten das offenbar nicht mitbekommen, kamen so durch Adrian Morton zu einer Chance, doch Zohrabian verkürzte den Winkel geschickt und holte dem Braunschweiger den Ball vom Fuß.

Nur eine halbe Minute später krachte das Spielgerät mit voller Wucht an die Latte des Braunschweiger Tores. Pierre Merkel hatte aus zwanzig Metern abgezogen, den zurückspringenden Ball brache Ficara im Tor unter, doch der gute Schiedsrichter Murat Yilmaz hatte den flinken Oldenburger im Abseits gesehen.

Ficara stand auch in der nächsten Szene im Mittelpunkt. Filigran hatte er sich in den Strafraum gedribbelt und war hier von Marco Behrens zu Fall gebracht worden. Den fraglos möglichen Strafstoß gab Yilmaz aber nicht (26.). Der Ärger über diese Entscheidung hielt sich jedoch in Grenzen, denn der VfB rannte weiter konsequent an und kam zu den nächsten Chancen.
Die beste hatte Pierre Merkel nach einem Angriff über die rechte Seite. Statt die Kugel allerdings auf den frei stehenden Tönnies zu passen, suchte der Torjäger den Abschluss, holte aber „nur“ eine Ecke heraus. Die jedoch sollte Folgen haben. Stütz legte den Ball mustergültig für Tönnies auf, der heute mit Kopfballstärke beeindruckte und auf 2:0 erhöhte (33.). Dass der Sportstudent nicht nur gut kicken kann, sondern auch als Turner Karriere machen würde, demonstrierte er übrigens mit zwei tollen Salti nach seinen Treffern.

Der Torhunger des VfB war damit aber noch nicht gestillt und noch vor der Pause erhöhten die Blauen auf 3:0. Nach einem feinen Doppelpass zwischen Miguel Canizales und Malte Grafhoff kam schließlich Ficara zum Abschluss und durfte sich für den dritten Oldenburger Treffer feiern lassen (43.).

Die Gäste, deren Trainer Uwe Walther mit dem Spiel seiner Mannschaft haderte, waren auch nach einem satten Regenguss nicht wirklich wach geworden. Das zumindest konnte man jetzt noch meinen. Tatsächlich kam es anders. Dominik Franke hatte den Anschluss vor der Pause noch verpaßt (38.), doch nach dem Wechsel sollten die Braunschweiger das nachholen.
Zwar bestimmte der VfB weiterhin das Spiel, nutzte aber seine Möglichkeiten einfach nicht mehr. Ficara (50.) und Merkel (53.) hatten Pech im Abschluss oder kamen den entscheidenden Schritt zu spät. Anders Ersin Arayici, der nach einer guten Stunde für Marco Behrens ins Spiel gekommen war. Nach einem dicken Fehler der VfB-Abwehr traf er praktisch mit der ersten Ballberührung zum 1:3 (62.). Es sollte aber noch schlimmer kommen.

Plötzlich wurden die Oldenburger nervös. Die Angst, hier noch etwas zu verlieren, war bis unter das Tribünendach spürbar und wurde nicht weniger, denn Nils Gehde traf zum 2:3 (67.). Erneut hatten die Oldenburger den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren. Kristian Arambasic reagierte mit einem Wechsel. Nils Laabs kam für Florian Stütz. Doch auch der Kapitän konnte den Ausgleich nicht verhindern. Zwei Minuten vor Schluss erzielte Fabian Krüger das 3:3, nachdem die Oldenburger erneut nicht richtig hatten klären können.

Während die Gäste nach dem Schlusspiff natürlich ausgelassen feierten, fielen die Oldenburger fassungslos auf den Boden. Nicht nur die verschenkten Punkte trübten die Stimmung. Moritz Steidten und Thorsten Tönnies haben sich Verletzungen zugezogen. Eine genaue Diagnose steht derzeit noch aus. Beide werden sich morgen einer MRT unterziehen.

Kristian Arambasic: „Wir sind natürlich wahnsinnig enttäuscht. Das ist mehr als eine gefühlte Niederlage. Wir wollten heute den Befreiungsschlag, nachdem wir in Norderstedt gewonnen haben. Eine Stunde lang hat die Mannschaft richtig gut gespielt, sich dann aber nicht belohnt. Man muss den Ball einfach auch mal auf die Tribüne hauen. Am Ende war es Angsthasenfußball. Das waren Fehler, die einfach nicht passieren dürfen. Dennoch, wir fahren nach Flensburg, um zu gewinnen und das schaffen wir auch.“


VfB Oldenburg:
Jannik Zohrabian – Christopher Braun, Franko Uzelac, Moritz Steidten (90. Karlis Plendiskis), Maycoll Canizales-Smith – Thorsten Tönnies, Malte Grashoff, Florian Stütz (73. Nils Laabs), Alessandro Ficara – Pierre Merkel, Shaun Minns (87. Paul Kosenkow)
Trainer: Kristian Arambasic

FT Braunschweig: Daniel Reck – Marco Behrens (61. Ersin Arayici), Marvin Fricke, Julian Eggers, Dominik Franke – Oliver Fiedler (46. Nils Gehde), Fabian Krüger, Aaron Samawatie, Adrian Morton – Rick Kaupert, Jan Lührs (14. Hendrik Neumann)
Trainer: Uwe Walther

Tore: 1:0 Thorsten Tönnies (6.); 2:0 Thorsten Tönnies (32.); 3:0 Alessandro Ficara (42.); 3:1 Ersin Arayici (62.); 3:2 Nils Gehde (67.); 3:3 Fabian Krüger (89.)
Gelbe Karte: Florian Stütz, Pierre Merkel (4.) / Marvin Fricke (4.), Dominik Franke (2.), Aaron Samawatie (4.), Jan Lührs (2.), Rick Kaupert

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