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RegionalligaMerkel stellt Weichen auf Sieg

28. September 2014
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Der VfB Oldenburg hat allen personellen Rückschlägen getrotzt und seine Negativserie gegen den ETSV Weiche Flensburg beendet. Verdient siegten die Blauen im hohen Norden mit 3:2. Pierre Merkel, der zweimal traf, und der starke Florian Stütz erzielten die Treffer für kampfstarke Oldenburger.

Trainer Kristian Arambasic hatte die verletzten Thorsten Tönnies und Moritz Steidten durch Kevin Samide und Karlis Plendiskis ersetzt. Bei den Gastgebern musste überraschend Torjäger Tim Wulff auf der Bank Platz nehmen. Der Angreifer sei außer Form, begründete Trainer Daniel Jurgeleit die durchaus überraschende Entscheidung.

Vor 548 Zuschauern, darunter knapp 60 Oldenburger, starteten die Gäste druckvoll. Die Oldenburger machten die Räume eng und attackierten den Gegner bereits in dessen Hälfte. Ein taktisches Mittel, mit dem die Flensburger überhaupt nicht zurecht kamen. Immer wieder mussten sie den Ball zu Torhüter Dennis Emmenn zurück passen oder ungezielt lang nach vorne schlagen.

Für den ersten Aufreger aus Oldenburger Sicht sorgte nach einer guten Viertelstunde der gute Schiedsrichter Eric Müller. Ein unabsichtliches Handspiel von Florian Stütz bestrafte er mit der gelben Karte. Eine Minute zuvor hatte Marc Böhnke für das gleiche Vergehen keinen Karton gesehen (14.). Nur eine Minute später wurde es dann brenzlig für den VfB. Die Gastgeber hatten den Ball in die Schnittstelle gepaßt und in Ilidio Pastor Santos einen dankbaren Abnehmer gefunden. Aus spitzem Winkel kam der Stürmer zum Abschluss, konnte den erneut guten Jannik Zohrabian aber nicht überwinden. Der junge Torhüter tauchte ab und wehrte das Spielgerät mit dem Fuß ab.

Die Flensburger hatten zwar jetzt ein optisches Übergewicht, weitere Chancen erspielten sie sich aber erstmal nicht. Anders der VfB. Alessandro Ficara, erneut im Zentrum aufgeboten und wieder beeindruckend ballsicher, wurde gut zwanzig Meter vor dem Tor rustikal von den Beinen geholt. Eigentlich hätte Flensburgs Abwehrchef Christian Jürgensen dafür die gelbe Karte sehen müssen, doch Müller beließ es bei einer Ermahnung (20. Minute).

Drei Minuten später ging es dann richtig schnell. Ficara behauptete den Ball gegen zwei Gegenspieler, passte ihn dann auf den durchstartenden Kevin Samide und dessen perfekte Flanke verwandelte Pierre Merkel in Torjägermanier zum 0:1 (23.).

Christian Jürgensen dürfte sich darüber nachhaltig geärgert haben, denn in der nächsten Szene rauschte er Alessandro Ficara derart rüde in die Parade, dass er dafür mit Gelb verwarnt wurde. Die Oldenburger blieben jetzt dran und hätten beinahe das 0:2 erzielte. Ein Freistoß von Stütz wurde lang und länger und konnte von Torhüter Emken nur mit Mühe aus dem rechten unteren Ecke gefischt und zur Ecke gelenkt werden (28.).

Der VfB, so schien es, hatte das Spiel im Griff. Doch der erste Nackenschlag sollte nicht lange auf sich warten lassen. Bei einem Angriff über die linke Seite kam der kräftige Böhnke im Duell mit Chris Braun zu Fall und zwar deutlich außerhalb des Strafraums. Schiedsrichter Müller gab jedoch Elfmeter, sehr zum Ärger der Oldenburger, die lautstark, aber erfolglos protestierten. Die Entscheidung war höchst unglücklich, allerdings hatte Müller zuvor ein Handspiel von Braun nicht gepfiffen. Jonas Walter schnappte sich die Kugel und visierte das untere rechte Eck an. Zwar machte sich Jannik Zohrabian ganz lang und brachte auch eine Hand an den Ball, konnte den Ausgleich aber nicht verhindern (30.).

Kurz vor der Pause hatte der starke Oldenburger Torhüter die nächste gute Szene. Einen Schuss von Florian Meyer parierte er mit einem tollen Reflex (39.). Es war die letzte gute Szene der Gastgeber, die ansonsten kaum ein Mittel gegen die sichere Oldenburger Deckung fanden. Karlis Plendiskis hatte zwar nervös begonnen, wurde im Spielverlauf aber immer sicherer und Franko Uzelac machte ein bärenstarkes Spiel, war im defensiven Zentrum nicht nur aufmerksam, sondern räumte auch in der Luft in beeindruckender Manier ab. Eine ganz starke Vorstellung des ebenfalls noch sehr jungen Innenverteidigers.

Die Oldenburger hatten längst erkannt, dass hier mehr möglich sein würde, als nur eine Punkteteilung. Dieser Erkenntnis folgend, machten sie mit dem Wiederanpfiff Druck. Doch wieder war das Glück nicht mit dem VfB im Bunde. Nach einem tolle Zuspiel von Malte Grashoff war Dennis Emken eine Sekunde eher am Ball als Marcel Gottschling (53.), der zur zweiten Halbzeit für Shaun Minns gekommen war.

Praktisch aus dem Nichts heraus kamen die Flensburger dann zum 2:1. Florian Meyer, von den Oldenburgern nicht angegriffen, hatte aus 18 Metern abgezogen und genau gezielt. Auch hier hatte Zohrabian Pech, wieder fehlten ihm nur Zentimeter, um den Ball zu parieren (54.).

Die Oldenburger schluckten kurz, zeigten dann aber eine richtig gute Reaktion. Die Köpfe blieben oben und allen voran Grashoff und Braun trieben die Blauen immer wieder an. Mit Erfolg. Nur eine Minute nach dem Rückstand wurde Pierre Merkel an der Strafraumgrenze von Jürgensen gelegt. Florian Stütz schnappte sich die Kugel, drei Schritte, ein Tritt und der Rest war Jubel. Gekonnt hatte der Oldenburger den Ball über die Mauer ins Tor gelupft und Torhüter Emken dabei ganz schlecht aussehen lassen (54.).

Jetzt wollten die Blauen noch mehr und sie gönnte sich noch einen satten Schluck aus Erfolgspulle. Pierre Merkel, ungemein präsent und zweikampfstark, war erneut zur Stelle. Marcel Gottschling hatte einen Einwurf gedankenschnell ausgeführt, Merkel stürmte los und schüttelte seine Gegenspieler fast schon lässig ab. Statt dann wuchtig abzuschließen, traf der Oldenburger Torjäger mit Gefühl zum 2:3 (67.).

Ein Schock für die Gastgeber, die nur eine Minute später fast das 2:4 kassiert hätten. Nach einem tollen Angriff über Merkel und Samide fehlten Ficara nur wenige Zentimeter. Das hätte schon die Entscheidung sein können. So sollten die Oldenburger und ihre nimmermüden Fans noch einige Nerven lassen.

Daniel Jurgeleit versuchte alles, brachte in einem Doppelwechsel mit Len Aike Strömer und Lukas Linhardt frische Kräfte (70.) und schickte schließlich auch noch Ömer Akyörük auf den Rasen (85.). Zählbares brachten sie aber alle nicht mehr zustande. Anders als der aufgerückte Jürgensen, der mit einem Kopfball an den Außenpfosten Pech hatte (79.).

Die Oldenburger spielten die Schlussviertelstunde allerdings auch klug zuende. Die Mehrzahl der Zweikämpfe konnten sie für sich entscheiden und dann immer wieder gefährlich kontern. Am Ende nahm Kristian Arambasic durch die Einwechselungen von Colin Heins und Florent Aziri noch Zeit von der Uhr. Will man dem VfB einen Vorwurf machen, dann allein, dass kein Konter genutzt wurde, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden.

Stimmen zum Spiel
Daniel Jurgeleit: Im Moment läuft vieles gegen uns. Wir haben viel investiert, sind aber nicht belohnt worden. Wir hatten die Chance zur Führung, nutzen sie aber nicht. Beim Elfer hatten wir dann sicher Glück und haben es damit vielleicht auch aufgebraucht. Das 2:2 fällt einfach zu früh, um den VfB nervlich dann noch mehr zu strapazieren.

Kristian Arambasic: Das hat heute wieder Nerven gekostet. Ich kriege noch graue Haare. Aber im Ernst, die Jungs haben heute wieder eine tolle Moral gezeigt. Ganz großes Kompliment an die Truppe, wie sie nach dem 1:2 zurückgekommen ist. Der Sieg war insgesamt vielleicht glücklich, aber verdient, weil wir uns das Glück erarbeitet haben. Bei Karlis hat man anfangs gesehen, dass er nervös war, aber dann hat er sich, wie die ganze Truppe, in das Spiel reingebissen. Ich will eigentlich niemanden herausstellen, aber Pierre hat natürlich ein starkes Spiel gemacht, nicht nur wegen der Tore und wie Franko hinten abgeräumt hat, war auch richtig stark.

Julian Lüttmann, sportlicher Leiter: Starker Auftritt, tolle Moral, die Jungs haben hier kämpferisch voll überzeugt. Das hat mich aber auch nicht überrascht, obwohl bei uns drei Stammspieler gefehlt haben. Der Trend geht seit Wochen ganz klar nach oben. Letzte Woche haben wir den Sieg noch verschenkt, heute haben die Jungs den Sack zugemacht.

Wilfried Barysch, VfB-Vorsitzender:
Ich bin natürlich überglücklich, aber das Spiel hat enorm viele Nerven gekostet. Die Mannschaft hat sich das heute aber erarbeitet und verdient gewonnen.

 

Statistik

ETSV Weiche Flensburg: Dennis Emken – Matthias Hummel, Marc Böhnke, Christian Jürgensen, Torge Paetow – Patrick Thomsen – Jonas Walter (84. Ömer Akyörük), Florian Meyer (70. Len Aike Strömer) – Marcel Cornils (70. Lukas Linhardt), Ilidio Pastor Santos, Timo Carstensen
Trainer: Daniel Jurgeleit

VfB Oldenburg: Jannik Zohrabian – Franko Uzelac, Karlis Plendiskis – Malte Grashoff, Florian Stütz – Christopher Braun, Maycoll Canizales-Smith, Kevin Samide (88. Colin Heins) – Alessandro Ficara (90+1. Florent Aziri) – Pierre Merkel, Shaun Minns (46. Marcel Gottschling)
Trainer: Kristian Arambasic

Tore: 0:1 Pierre Merkel (23.); 1:1 Jonas Walter (Foulelfmeter, 31.); 2:1 Florian Meyer (54.); 2:2 Florian Stütz (56.); 2:3 Pierre Merkel (67.)
Schiedsrichter/in: Eric Müller (FC Union 60) – Assistenten: Yannick Rath (OT Bremen), Allen Chen (TuS Komet-Arsten)
Zuschauer: 548
Gelbe Karte: Christian Jürgensen (3.), Len Aike Strömer / Florian Stütz (2.), Christopher Braun (4.)

 

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