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RegionalligaVfB verpasst Punktgewinn

4. Oktober 2014
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Der Launepegel von Malte Grashoff dürfte sich am frühen Samstagabend maximal auf Gefrierpunktniveau bewegt haben. Der Oldenburger Mittelfeldspieler schimpfte wie der viel zitierte Rohrspatz. „Die feiern, dabei hatten sie nur Glück“, haderte der Rotschopf nach der 0:1-Niederlage des VfB Oldenburg bei der U23 des VfL Wolfsburg mit Blick auf die jubelnden Gastgeber.

Hundertprozentig richtig war grashoffsche Analyse indes nicht. Zwar hatten die Wolfsburger durchaus Glück gehabt, allerdings musste sich der VfB auch an die eigene Nase fassen. Die erste Niederlage nach vier ungeschlagenen Spielen war schließlich eine unbedingt vermeidbare. Die Gäste hatten ein gutes Spiel gemacht und sich einige Möglichkeiten erarbeitet, diese aber samt und sonders ausgelassen. Anders Wolfsburg und das war an diesem Samstag auch der größte Unterschied zwischen beiden Mannschaften.

Trainer Kristian Arambasic hatte erneut jene elf Protagonisten aufgeboten, die vor einer Woche in Flensburg gewonnen hatten. Auch die taktische Ausrichtung war gleich. Die Oldenburger waren wieder enorm lauffreudig unterwegs, störten die Gastgeber schon in deren Hälfte und ließen so keinen geordnete Wolfsburger Spielaufbau zu. Insbesondere Malte Grashoff und Florian Stütz gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe und leiteten nach Ballgewinnen umgehend eigene Angriffe ein. Das hätte sich durchaus auszahlen können, vielleicht sogar müssen.

Nach 13 Minuten hatte Alessandro Ficara das 0:1 auf dem Fuß. Von Florian Stütz gekonnt freigespielt, scheiterte er allerdings am Torhüter Patrick Drewes. Zwei Minuten später rauschte der Ball nach eine Ecke von Stütz durch den Strafraum, Franko Uzelac schraubte sich hoch, verpaßte die Kugel aber ganz knapp.

Die „Wölfe“ waren durchaus beeindruckt und es dauerte gute zwanzig Minuten, ehe sie erstmals Biss zeigten. Franko Uzelac hatte in Bedrängnis nur kurz klären können, Sebastian Stolze kam frei zum Schuss, fand seinen Meister allerdings im reaktionsschnellen Jannik Zohrabian (20. Minute). Zwei Minuten später dürften dem jungen Torhüter dann allerdings die Finger gebrannt haben. Stütz hatte den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren, die aufgerückten Oldenburger kamen nicht hinterher, Wolfsburg konterte gefällig und Tareq Amin Affane zog aus der Distanz ab. Zohrabian konnte die Kugel weder festhalten, noch zur Seite abwehren, sondern nur nach vorne. Der aufgerückte Albion Afdijaj reagierte am schnellsten und schob zur schmeichelhaften Führung ein (22.).

Auf der anderen Seite zielte Franko Uzelac knapp über das Tor (24.). Die Oldenburger ließen sich vom Rückstand nicht entmutigen, sondern blieben ihrer Linie treu und spielten weiter konsequent nach vorn. Dass die Blauen auch technisch einen gepflegten Ball spielen können, zeigten sie in der 35. Minute. Nach einer tollen Kombination über Malte Grashoff und Alessandro Ficara wähnte sich Pierre Merkel schon in aussichtsreicher Position, wurde jedoch durch einen Pfiff von Schiedsrichter Malte Göttsch gestoppt. Er wollte eine Abseitsstellung erkannt haben (35.).

Die nächste Chance hatten die Wolfsburger. Marvin Kleihs war Miguel Canizales entwischt, hatte den Ball gefühlvoll auf Albion Avdijaj geflankt, der das Spielgerät mit einem wüsten Tritt an die Latte bolzte (40.). Der VfB hatte mit der ersten Halbzeit indes noch nicht fertig. Im Gegenteil, mit dem finalen Angriff der ersten 45 Minuten erspielten sich die Blauen ihre beste Chance. Kevin Samide hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und den Ball scharf nach innen gepasst. Pierre Merkel streckte sich, traf das Rund aber ebenso wenig mit voller Wucht, wie Torhüter Patrick Drewes. Nutznießer dieser Entwicklung hätte folgerichtig Shaun Minns sein müssen, doch zum Schrecken der gut 80 Oldenburger unter den 339 Zuschauern schnibbelte er den Ball freistehend am leeren Tor vorbei (45.).

Ein Ärgernis, dem die Gäste bis zum Schlusspfiff hinterher trauern sollten. Zwar investieren die Gäste auch nach dem Seitentausch viel, waren aber im Abschluss nicht mehr so effektiv. Es dauerte fast eine Viertelstunde, ehe die Blauen ihre nächste Möglichkeit zum Ausgleich bekommen sollten. Nach einer Ecke schraubte sich Karlis Plendiskis gefühlt in die dritte Etage und kam dennoch nicht mit der notwendigen Wucht hinter den Ball, der über und nicht ins Tor flog.

Kristian Arambasic reagierte und brachte Serhan Zengin für Shaun Minns. Alessandro Ficara, fraglos der am meisten gefoulte Akteur des Spiels, rückte nach rechts. Zengin agierte im ersten Spiel nach wochenlanger Pause in der Zentrale. Wolfsburg stand tief, wollte mit einem Konter für die Entscheidung sorgen. Das hätte durchaus klappen können, doch Tareq Amin Affane zielte einige Zentimeter zu hoch (65.). Er hätte sich über diesen Fehlschuss fraglos noch lange geärgert, wenn Kevin Samide im Gegenzug nicht ebenfalls ein solcher unterlaufen wäre. Malte Grashoff hatte den Ball im Mittelfeld erkämpft und auf den durchstartenden Samide gepaßt. Der zog aus spitzem Winkel ab, die VfB-Fans wollten ob des zu erwartenden Ausgleichs bereits frohlocken, doch das aufgeblasene Rund verweigerte den angestrebten Weg in die Maschen und flog knapp am langen Pfosten vorbei.

Zehn Minuten vor Schluss brachten die Oldenburger mit Marcel Gottschling für Florian Stütz nochmals einen frischen Akteur, doch auch er konnte offensiv keine entscheidenden Akzente mehr setzen. Am Ende stand eine Niederlage, verbunden mit viel Frust bei Malte Grashoff, der sich allerdings nur stellvertretend für seine Mitspieler ärgerte.

VfL Wolfsburg II: Patrick Drewes – Hendrik Hansen, Julian Klamt, Moritz Sprenger (46. Tobias Henneböle) – Sebastian Stolze, Bastian Schulz (68. Nico Schlimpert), Ioannis Masmanidis, Marvin Kleihs – Amin Affane – Onel Hernandez (68. Robert Herrmann), Albion Avdijaj
Trainer: Thomas Brdaric
VfB Oldenburg: Jannik Zohrabian – Christopher Braun, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis, Maycoll Canizales-Smith – Florian Stütz (80. Marcel Gottschling), Malte Grashoff – Kevin Samide, Alessandro Ficara, Shaun Minns (59. Serhan Zengin) – Pierre Merkel
Trainer: Kristian Arambasic

Tore: 1:0 Albion Avdijaj (22.)
Schiedsrichter/in: Malte Göttsch (TuS Stusie) – Assistenten: Fynn Kohn (Husumer SV), Henning Deeg (TuS Hartenholm)
Zuschauer: 387
Gelbe Karte: Marvin Kleihs (2.) / Kevin Samide, Florian Stütz (3.)

Stimmen zum Spiel
Kristian Arambasic: Die Niederlage ist total ärgerlich, weil die Jungs sich für ihre gute Leistung nicht belohnt haben. Einen dritten Wechsel haben wir nicht mehr vorgenommen, weil die Mannschaft gut im Spiel war. Einen Punkt hatten wir auf jeden Fall verdient.

Julian Lüttmann: Wir haben den guten Trend der vergangenen Wochen fortgesetzt und hier, bei einer der stärksten Mannschaften der Liga, auf Augenhöhe gespielt. Am Ende fehlte uns die Kraft, nachdem wir in der ersten Halbzeit mit sehr, sehr hohem Aufwand gespielt haben. Da hätten wir uns belohnen und ein Tor machen müssen. Wolfsburg haben schon die Knie geschlottert. Das ist einfach ärgerlich.

Malte Grashoff: Ich bin stocksauer. Die Wolfsburger feiern, dabei wissen die doch gar nicht, wie sie zu dem Sieg gekommen sind. Wir müssen und vorwerfen lassen, dass wir so ein blödes Ding kassieren und unsere Chancen nicht nutzen.

Jannik Zohrabian: Das ist wirklich dumm gelaufen. Ich kam beim Schuss einfach nicht richtig vom Boden weg und habe den Ball deshalb nach vorne abprallen lassen. Hier war mehr drin, so wie wir gespielt haben, hätten wir einen Punkt holen müssen.

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