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RegionalligaVfB besiegt Lüneburg mit 1:0

12. Oktober 2014
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Die Blauen haben den Bock endlich umgestoßen. Vor 1.530 Zuschauern besiegte der VfB Oldenburg den Lüneburger SK Hansa verdient mit 1:0. Alessandro Ficara traf in der 39. Minute zum ersten Heimsieg in dieser Saison.

Es ein Erfolg aus der Kategorie Arbeitssieg, den am Ende Torhüter Jannik Zohrabian mit einer tollen Parade festgehalten hat. LSK-Torjäger Muhamed Alawie, der sonst kaum eine Stich gegen Karlis Plendiskis gemacht hatte, kam in der 86. Minute zum Schuss, doch der junge Oldenburger Torhüter, bis dahin kaum nachhaltig geprüft, reagierte blitzschnell. „Zorro“ tauchte ab und lenkte den Ball zur Ecke.

Ein Lüneburger Ausgleich hätte den Spielverlauf eigentlich auch auf den Kopf gestellt, gleichwohl aber auch die Unzulänglichkeiten der Gastgeber bestraft. Der VfB hatte vor allem vor der Pause zahlreiche Möglichkeiten, traf aber nur einmal. „Es war ein dreckiger, ekliger Sieg, den wir uns erkämpft haben“, freute sich Trainer Kristian Arabasic mach dem Schlusspfiff.

Personell hatte er jener Elf vertraut, die am Mittwoch mit einem 4:0-Sieg beim TSC Vahdet Braunschweig ins Halbfinale des Krombacher-NFV-Pokals eingezogen war. Verzichten musste er allerdings auf die an Grippe erkrankten Nils Laabs und Florent Aziri, so dass Tobias Ahrens erstmals und Paul Kosenkow wieder in den Kader rückten.

Die erste Chance des Spiels gehörte den Gästen aus Lüneburg. Nach einer Ecke kam Tezcan Karabulut zum Abschluss, Zohrabian hatte aber keine Mühe (3. Minute). Fortan allerdings gaben die Blauen den Ton an. Vor allem im Mittelfeld, mit Mo Aidara, Kevin Samide und Alessandro Ficara, waren die Oldenburger ihrem Gegner spielerisch überlegen. Bereits nach drei Minuten hätte das Konsequenzen haben müssen. Aidara hatte filigran und gedankenschnell auf Ficara gepaßt, der von Noel Below nur durch eine Unsportlichkeit gestoppt werden konnte. Schiedsrichter Patrick Schult, der vieles laufen ließ, das Spiel aber immer im Griff hatte, ahndete die Szene überraschend nicht. Sie hätte in der Konsequenz allerdings auch einen Platzverweis für den Lüneburger nach sich ziehen müssen, der in diesem Spiel nur durch Härten auffallen sollte.

Es dauerte einige Minuten, ehe die Oldenburger ihren Rhythmus fanden. Dann allerdings ging die Post ab. Immer wieder wurden die Außenbahnspieler Samide und Ficara gesucht, die dann mit Tempo in den Strafraum vordrangen oder gefährlich flankten. Eine solche Szene hätte die Führung zur Folge haben können. Samide hatte aus vollen Lauf flach und scharf nach innen gepaßt, Aidara wollte den Ball mit vollem Risiko aufs Tor dreschen, schlug allerdings über das Spielgerät (13.).

Nur eine Minute später legte „Mo“ für Ficara auf, der aus spitzem Winkel aber am langen Pfosten vorbei zielte. Der gute Christopher Braun, vor allem in der ersten Halbzeit ein dynamischer Antreiber, brachte Ficara in Position, dessen scharfen Pass Pierre Merkel aber nicht erreichte (22.). Von Lüneburg war bis dahin offensiv kaum etwas zu sehen. Das hatte allerdings auch mit dem guten Defensivspiel des VfB zu tun. Franko Uzelac und Karlis Plendiskis waren nicht nur am Boden aufmerksam, sondern räumten auch in der Luft ab. Im zentralen Mittelfeld konnten zudem Malte Grashoff und Florian Stütz die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich entscheiden.

Nach einer guten halben Stunde hatte der VfB die nächste Chance. Miguel Canizales hatte den Ball mustergültig ins Zentrum geflankt, wo der aufmerksame Stefan Wolk gerade noch vor dem einschussbereiten Aidara klären konnte (28.). Die Oldenburger Führung lag in der Luft, doch sie wollte einfach nicht fallen. Noch nicht.

Doch die Oldenburger näherten sich ihrem Tor an. Erneut hatte Canizales perfekt geflankt, Merkel war mit dem Kopf zur Stelle und wuchtete den Ball gegen die Laufrichtung von Torhüter Tobias Braun, doch er traf nur den Pfosten (29.). Auf der Gegenseite sollte sich erstmals Lüneburger Torjäger Alawie in Szene bringen. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam er zum Kopfball, aber nicht an Zohrabian vorbei (36.).

Zwei Minuten später war es dann endlich so weit. Aidara hatte Merkel geschickt, dessen Pass nahm Ficara auf, dribbelte sich durch die Abwehr und traf zum längst verdienten 1:0 für den VfB (38.). Anschließend zog es ihn im Spurt zum Fanblock auf der Gegengerade, um sich bei den treuen Anhängern für ihre lautstarke Unterstützung zu bedanken.
Nach dem Wechsel sollte sich das Spiel ändern. Der VfB tat jetzt weniger für die Offensive, war im zunehmenden Spielverlauf darauf bedacht, das 1:0 zu halten. Ganz sicher spielte hier eine Rolle, dass die Oldenburger zuletzt ein 3:0 gegen FT Braunschweig nicht über die Zeit gebracht hatten.

Selbige war für Below übrigens nach einer knappen Stunde um. Nachdem er für eine rüde Grätsche in die Knochen von Samide mit der gelben Karten noch zurückhaltend bestraft worden war, holte Trainer Elard Ostermann ihn vom Platz. Onur Saglam sollte für neuen Schwung bei den Gästen sorgen, die zuletzt dreimal in Folge gewonnen hatten. Im weiteren Verlauf brachte der LSK mit Hedon Selishta und Lukas Hertting weitere frische Kräfte.

Auch Kristian Arambasic reagierte. Marcel Gottschling kam für Kevin Samide, später brachte der Trainer noch Serhan Zengin für Malte Grashoff und Daniel Block für Alessandro Ficara.
Das Spiel wurde immer zerfahrener. Der VfB stand tief, Lüneburg machte immer mehr auf. Doch der finale Schlag, sprich das zweite Tor, wollte den Oldenburgern nicht gelingen. Dabei hatten sie mehrfach gute Konterchancen, spielten diese aber nicht sauber genug aus. Den Vorwurf der Fahrlässigkeit bei der Chancenverwertung musste sich der VfB sicher gefallen lassen. Allerdings überzeugte die Mannschaft in kämpferischer Hinsicht auf ganzer Linie. Die Oldenburger nahmen jeden Zweikampf an, warfen sich in die Schüsse der Gegner und hatten in Jannik Zohrabian letztlich einen Torhüter, der da war, als er gebraucht wurde.

VfB Oldenburg:
Jannik Zohrabian – Christopher Braun, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis, Maycoll Canizales-Smith – Malte Grashoff (69. Serhan Zengin), Florian Stütz – Kevin Samide (64. Marcel Gottschling), C. Mohamed Aidara, Alessandro Ficara (90. Daniel Block) – Pierre Merkel
Trainer: Kristian Arambasic

Lüneburger SK Hansa: Tobias Braun – Oliver Ioannou, Matti Grahle, Stefan Wolk, Marco Schuhmann (67. Hedon Selishta) – Noel Below (58. Onur Saglam), Jannis Opalka – Tezcan Karabulut (81. Lukas Hertting), Ali Moslehe, Björn Schlottke – Muhamed Alawie
Trainer: Elard Ostermann

Tore: 1:0 Alessandro Ficara (39.)
Schiedsrichter/in: Patrick Schult (SC Osterbek) – Assistenten: Torben Kunde (SC Alstertal-Langenhorn), Dennis Voß (TuS Dassendorf)
Zuschauer: 1530
Gelbe Karte: – / Jannis Opalka (2.), Matti Grahle (2.), Noel Below (6.)

Elard Ostermann, Lüneburger SK Hansa: Der 1:0-Sieg geht in Ordnung. Wir waren in der zweiten Halbzeit optisch überlegen, aber Druck haben wir nicht entwickelt. Ich kann mich eigentlich an keine Chance erinnern. Wenn man das nicht hinbekommt, hilft es auch nicht, dass wir mehr Spielanteile hatten.

Kristian Arambasic: Es ist ein schönes Gefühl, mal in der Pressekonferenz zu sitzen, nachdem wir ein Heimspiel gewonnen haben. Es war heute ganz schwer. Natürlich hat in der zweiten Halbzeit auch die Angst mitgespielt, aber die Mannschaft hat den Aufwärtstrend fortgesetzt. Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden, da hätten wir höher führen müssen. Die Truppe findet aber immer mehr zusammen. Wir haben uns heute das Glück erkämpft und uns durchgebissen. Stellvertretend nenne ich hier mal Mo Aidara, der zur Halbzeit schon über Magenprobleme geklagt hat, aber der auch durchgehalten hat.

Viel Applaus in der Cup-Lounge erntete der Trainer übrigens für sein Lob, das an Jannik Zohrabian ging. „Zorro hält den letzten Ball überragend. Er ist ein Rückhalt, wir haben 100 Prozent Vertrauen zu ihm.“

Julian Lüttmann: Ich bin mehr als zufrieden. Zuhause ist es nicht einfach für uns, nachdem wir so lange auf einen Sieg warten mussten. Heute hat die Truppe sich belohnt.

Florian Stütz: In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, nur nicht genug Tore gemacht. Nach der Pause waren wir vielleicht etwas zu zurückhaltend und haben uns reindrücken lassen. Ich bin froh, dass wir zuhause gewonnen haben. Jetzt fahren wir mal zu Werder Bremen und gucken, was da für uns drin ist. Wir haben ja einige ehemalige Bremer und sind natürlich richtig heiß.

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