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RegionalligaVfB geht an der Weser baden

19. Oktober 2014
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Nein, das war kein Tag, an den sich der VfB Oldenburg gerne erinnern wird. Die Blauen unterlagen bei der U23 von Werder Bremen mit 0:4. Damit nicht genug. Torhüter Jannik Zohrabian verletzte sich in der letzten Minute schwer. Die erste Diagnose lautete auf Schultereckgelenksprengung. „Ich hoffe, dass ich mich irre, aber wenn nicht, fällt Zorro wohl bis zu zehn Wochen aus“, erklärte VfB-Physiotherapeut Niklas Kühne.

Trainer Kristian Arambasic hatte seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche verändert. Erstmals durfte Daniel Block in der Regionalliga von Beginn an ran. Florian Stütz nahm dafür auf der Bank Platz. Auch die taktische Ausrichtung der Blauen war diesmal eine andere. Der „Blogger“ sollte als zusätzlicher Sechser im Mittelfeld für defensive Stabilität sorgen und gemeinsam mit Malte Grashoff vor allem das Zentrum „zu machen“. Eine Ausrichtung, die vor allem in der Anfangsphase ihre Berechtigung hatte. Die Oldenburger standen nicht etwa nur in der eigenen Hälfte, hoffend, dass der Tabellenzweite es gnädig angehen würde. Vielmehr spielte der VfB, von seinen Fans übrigens über 90 Minuten lautstark unterstützt, durchaus gefällig nach vorn.

Bereits nach zwei Minuten hatte sich Alessandro Ficara rechts durchgesetzt, doch seine scharfe Hereingabe fand in der Mitte keine Abnehmer. In der Folge spielte sich das Tun im Prinzip zwischen beiden Strafräumen ab. Die Oldenburger kamen nicht zum Abschluss, die Bremer wußten lange nicht so recht, wie sie die VfB-Defensive knacken sollten. Erstmals gefährlich wurde es in der 20. Minute. Levent Aycicek, der letztlich überragende Akteur auf dem Rasen, hatte abgezogen und das VfB-Tor knapp verfehlt.

Zwei Minuten später machte er es besser, allerdings von der Oldenburger Abwehr nachhaltig unterstützt. Die Bremer führten einen Freistoss aus zentraler Position nicht etwa direkt aus, sondern legten den Ball nach rechts. Die Abwehr reagierte zu spät und Aycicek zeigte sich ganz cool und traf zum 1:0. Das Ärgernis hatte seinen Anfang gefunden und die Fortsetzung ließ nicht lange auf sich warten. Nur zwölf Minuten später fühlte sich Aycicek berufen, dem Ball einen ordentlichen Tritt zu verpassen. VfB-Torhüter Jannik Zohrabian sah Sekunden später ganz alt aus. „Ich habe einfach nicht mit dem Schuss gerechnet, stand deshalb vielleicht zu weit vor dem Tor und sehe den Ball zudem recht spät, weil ich in die tief stehende Sonne gucke“, beschreibt er die Szene zum 2:0.

Für den VfB dürfte sich der zweite Gegentreffer angefühlt haben wie der Leberhaken, der einen Boxer durchaus aus der Balance werfen kann. Die defensive Stabilität war jetzt natürlich in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch spielten die Blauen weiter nach vorn und hätten vor der Pause noch den Anschlusstreffer erzielten können, nein müssen. Nach einem tollen Zuspiel von Pierre Merkel konnte Kevin Samide aus vollem Lauf abziehen, doch Tobias Duffner tauchte blitzschnell ab und brachte noch eine Hand an den Ball.

„Das war schon Mist, da muss ich den Anschluss machen. Dann machen wir uns in der Kabine nochmal richtig heiß, schwören uns ein, wollen rausgehen und das 1:2 machen, dann wäre Werder sicher nervös geworden, aber stattdessen kriegen wir wieder so ein dummes Ding.“
Kevin Samide gibt nicht nur Einblick in die Kabine, sondern ein Stück weit auch in sein sportliches Seelenleben und seine Gedanken nach dem 0:3. Nach einer Flanke von der linken Seite konnten weder die Verteidiger, noch Zohrabian klären, stattdessen war der baumlange Oliver Hüsing mit dem Kopf zur Stelle und traf für die Gastgeber (48.).

Das Spiel war jetzt natürlich gelaufen. Auf der Bremer Bank konnten sich Cheftrainer Viktor Skripnik und seine drei Assistenten entspannt zurücklehnen. Zwar spielten die Oldenburger auch in der Folge munter mit, doch zumeist war am Strafraum Schluss. Zwei Kopfballchancen für Franko Uzelac sind noch notiert, auf der anderen Seite hatten die Bremer noch eine Möglichkeit, ehe die finale Szene entstand. Eine Szene mit fatalen Folgen.

Nach einem langen Pass eilte Zohrabian aus dem Tor und rasselte mit dem in der 74. Minute eingewechselten Onur Capin zusammen. Schiedsrichter Sönke Müller, der eine hervorragende Partie ablieferte, gab nicht etwa einen Freistoss, sondern Elfmeter. „Ich kann gar nicht sagen, ob es ein Foul war, ich hatte einfach nur noch Schmerzen“, so Zohrabian zu dieser Szene, nach der er minutenlang behandelt werden musste. Weil die Oldenburger bereits dreimal gewechselt hatten, musste er weiter im Tor bleiben und versuchen, den Strafstoss zu halten. Es paßte zu diesem Tag, dass sich Zorro zwar streckte, aber den Ball um Zentimeter verpaßte. Janek Sternberg hatte zum 4:0 für Bremen getroffen.

Der Sieg war zweifelsfrei verdient, ist aber sicher um zwei Tore zu hoch ausgefallen. Schwerer als die Niederlage wiegt indes die Verletzung von Zohrabian, zumal auch Mansur Faqiryar in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen wird.



Stimmen zum Spiel

Pierre Merkel: Das 0:4 ist total ärgerlich. Ich bin echt sauer. Wir müssen besser Fußball spielen, gerade in einem Derby. Nützt ja nichts, nächste Woche gegen Cloppenburg müssen wir uns steigern und gewinnen.

Kevin Samide: Wir waren eigentlich gut drin und am Ende hast du hier 0:4 verloren. Unglaublich. Wir haben eigentlich bei allen Gegentoren schlecht ausgesehen. Das 1:0 regt mich total auf, dieser Bauerntrick und wir fallen drauf rein. Mund abputzen und nächste Woche gewinnen.

Jannik Zohrabian: Ich weiß nicht, was kaputt ist, aber die Schulter hat etwas abbekommen. Beim zweiten Treffer sehe ich nicht gut aus, beim dritten komme ich einfach nicht an den Ball.

Kristian Arambasic: Wir wußten, dass es hier schwer wird. Wir wollten den Bremern keine Räume geben, das ist anfangs auch sehr gut gelungen. Dann kam der Freistoss und dieses blöde Gegentor, das unser Konzept über den Haufen geworfen hat. Jannik mache ich keinen Vorwurf. Der Junge hat letzte Woche unseren Sieg festgehalten. Ich hoffe, dass seine Verletzung weniger schwerwiegend ist als befürchtet. Das Ergebnis ist sicher zu hoch ausgefallen, wir waren nicht vier Tore schlechter. Mit dem Debüt von Block bin ich zufrieden. Er hat seine Sache lange gut gemacht. Letztlich wären es heute Bonuspunkte gewesen, jetzt heißt es, abhaken und dann gegen Cloppenburg gewinnen.



Zahlen, Daten & Fakten

SV Werder Bremen II: Tobias Duffner – Torben Rehfeldt, Oliver Hüsing, Patrick Mainka, Janek Sternberg – Lukas Fröde, Leon Guwara, Levent Aycicek (73. Onur Capin), Maximilian Eggestein (81. Tobias Schwede) – Maik Lukowicz, Max Wegner (56. Florian Grillitsch)
Trainer: Viktor Skripnik

VfB Oldenburg: Jannik Zohrabian – Christopher Braun (66. Florian Stütz), Franko Uzelac, Karlis Plendiskis, Maycoll Canizales-Smith – Daniel Block, Malte Grashoff (46. Serhan Zengin) – Alessandro Ficara (75. Marcel Gottschling), C. Mohamed Aidara, Kevin Samide – Pierre Merkel
Trainer: Kristian Arambasic

Tore: 1:0 Levent Aycicek (22.); 2:0 Levent Aycicek (34.); 3:0 Oliver Hüsing (48.); 4:0 Janek Sternberg (Foulelfmeter, 90+1.)

Schiedsrichter/in: Sönke Müller (BCG Altenkrempe) – Assistenten: Christoph Zamek (SSC Hagen-Ahrensburg), Malte Gerhardt (Kieler MTV)
Zuschauer: 1034
Gelbe Karte: Torben Rehfeldt (2.), Lukas Fröde (2.) / Florian Stütz (4.), Jannik Zohrabian



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