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RegionalligaVfB enttäuscht im Derby

26. Oktober 2014
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Der VfB Oldenburg hat die erhoffte Rückkehr in die Erfolgsspur verpaßt. Vor 1.575 Zuschauern unterlagen die Blauen im Derby dem BV Cloppenburg mit 1:2. Die Tore fielen in einer turbulenten Schlussphase.

Die Gäste erwischten den besseren Start, während der VfB gute zwanzig Minuten benötigte, um ins Spiel zu kommen. Folgerichtig hatte der BVC auch die erste Möglichkeit. Tim Wernke hatte Andreas Gerdes-Wurpts in Szene gesetzt. Der Angreifer, der ansonsten bei Franko Uzelac und Karlis Plendiskis komplette abgemeldet war, scheiterte aber am toll reagierenden VfB-Torhüter Christian Gropius (20.). Dass der 23-jährige eigentlich für das Training der Torhüter zuständig ist und seit Monaten keine Pflichtspielpraxis gehabt hat, war ihm zu keiner Minute anzumerken.
Im Gegenteil, Gropius feierte ein ganz starkes, wenn auch erfolgloses Debüt im VfB-Tor.

In der Folge dieser Szene sollte der VfB stärker werden. Nach einer knappen halben Stunde versuchte sich Alessandro Ficara aus der Distanz, scheiterte aber an BVC-Torhüter Siegfried John. Auf der anderen Seite zielte Jonas Wangler daneben (33.).

Auf den spielerischen Höhepunkt des Derbys sollten die Fans bis zur 42. Minute warten. Nach einem tollen Doppelpass zwischen Mo Aidara und Kevin Samide, der den Ball mit der Hacke weiterleitete, kam der kleine Mittelfeldspieler zu Abschluss. Doch John konnte den Schuss von Aidara ebenso entschärfen, wie den Nachschuss von Chris Braun.

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff durfte sich dann Nick Köster als Freistoss-Schütze versuchen, brachte den Ball auch aufs Tor, doch Gropius hatte überhaupt keine Mühe, den Schuss zu entschärfen.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Oldenburger die Schlagzahl. Allerdings paßte auch weiterhin längst nicht alles zusammen. Vor allem die Außenbahnen wurden von den Cloppenburgern gut zugestellt, so dass der VfB es immer wieder durch die Mitte versuchen musste. Hier allerdings waren die Räume oft zu eng, um entscheidend zum Abschluss zu kommen.

Ohne echten Abschluss sollte auch Andreas Gerdes-Wurpts bleiben. Dennoch rückte der Routinier in der zweiten Halbzeit in den Fokus. In der 50. Minute holte er sich eine gelbe Karte ab, die Folgen haben sollte, denn eine Viertelstunde vor Schluss bestrafte der gute Schiedsrichter Nils Riedel ein Einsteigen des Stürmers gegen Franko Uzelac mit einem weiteren gelben Karton und der Stürmer durfte unter die Dusche.

Dazwischen hatten die Oldenburger gleich viermal die Chance zur Führung. Ein Schuss von Ficara wurde abgeblockt, doch Pierre Merkel kam nochmal an den Ball. Sein Schuss allerdings animierte John lediglich zu einer geschmeidigen Flugeinlage (55.). Kristian Arambasic reagierte auf den Spielverlauf mit personellen Veränderungen. Für Malte Grashoff kam nach einer guten Stunde Shaun Minns. Zehn Minuten später brachte der Trainer Paul Kosenkow für den angeschlagenen Kevin Samide.

Der Ex-Cloppenburger war kaum im Spiel, da hatte er die erste Möglichkeit. Nach einer schönen Flanke von Minns nahm Kosenkow den Ball volley, traf aber nicht. Die nächste Szene gehörte dann dem agilen Minns, der aus zwanzig Metern den Abschluss suchte, aber nicht an John vorbei kam (72.).

Zwei Minuten später hatten die Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch Aidara traf den Ball nicht richtig (74.). Der VfB drängte, ohne hundertprozentig zwingend zu sein. Die Gäste standen jetzt sehr tief, wollten über Konter zum Erfolg kommen. Eine Taktik, die letztlich aufgehen sollte.

In Unterzahl riegelte der BVC schließlich den eigenen Strafraum komplett ab, während die Oldenburger immer wieder anrannten. In der Schlussphase stellten die Blauen dann auf zwei Spitzen um. Nils Laabs ersetzte Karlis Plendiskis. Das hätte sich beinahe ausgezahlt. Nach einer Flanke von Miguel Canizales kam Laabs volley zum Schuss, doch Gerrit Thomes blockte den Ball zur Ecke (81.).

Zwei Minuten später hatte dann Kosenkow die Führung auf dem Fuß. Nach einer perfekten Flanke von Minns kam er aus kurzer Distanz vollkommen frei zum Schuss, doch zum Entsetzen der Zuschauer konnte er John nicht überwinden (83.) und praktisch im Gegenzug setzte es den ersten Nackenschlag. Daniel Olthoff hatte den Ball nach vorne geschlagen und in Tim Wernke einen dankbaren Abnehmer gefunden. Mit dem Kopf traf er zum 0:1.

Zwei Minuten vor Schluss dann Aufregung pur. Olthoff hatte Kosenkow umgesenst, der frei durch gewesen wäre. Nils Riedel entschied auf Strafstoß, nahm diesen aber nach wütenden Cloppenburger Protesten und nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurück. Das nützte dem BVC aber auch nichts, denn Alessandro Ficara zirkelte den Ball mit ganz viel Gefühl zum 1:1 über die Mauer ins Tor (88.).

Während die Blauen noch über den Ausgleich jubelten, griffen die Gäste nochmal an und hatten Erfolg. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Bernd Gerdes in der Mitte zum Schuss und traf zum 1:2 und damit auch zum Sieg.

Stimmen zum Spiel

Jörg-Uwe Klütz: Im Pokal hatte der VfB das bessere Ende für sich, heute wir. Meine Mannschaft hat verstanden, wie Abstiegskampf geht. Wir wußten, worauf es ankommt, gerade nach dem Platzverweis. Ich denke, der Sieg ist glücklich, aber nicht unverdient, weil wir weniger Fehler gemacht haben, vor allem in unbedrängten Szenen. Wir haben jetzt sensationelle 16 Punkte, bis zum Winter sollen es 20 werden.

Kristian Arambasic: Wir sind natürlich maßlos enttäuscht. Wir haben die Räume überhaupt nicht genutzt, da war keine Leidenschaft, kein Biss, kein Herz. Dazu kommen dann die dummen Fehler, die sich bei uns wiederholen. Wenn man so einen Ausgleich macht, nachdem man vorher so viele Chancen ausgelassen hat, muss man einen Punkt mitnehmen. Wir haben aber schon so viele Rückschläge verkraftet, das werden wir wieder packen.

Julian Lüttmann: Ich erwarte einfach mehr Cleverness. Wenn man drei, vier klare Chancen hat, muss man ein Tor machen und so ein Spiel gewinnen. Für ein Derby war das zu wenig. Die Jungs haben ihre guten Trainingsleistungen nicht umgesetzt. Das ist einfach mehr als ärgerlich.

Christian Gropius: Es ist einfach super ärgerlich, dass wir das Spiel verloren haben. Es war total unnötig, wir dürfen das zweite Tor nicht bekommen. Ich habe die Jungs noch gewarnt, sie sollen sich wieder konzentrieren. Das ist insgesamt natürlich Kopfsache. Wir haben in dieser Woche wirklich gut trainiert, es aber heute nicht auf den Platz gebracht. Mir hat es heute Spaß gemacht und so lange die Truppe mich braucht, bin ich da.

Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Christian Gropius – Christopher Braun, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis (81. Nils Laabs), Maycoll Canizales-Smith – Malte Grashoff (58. Shaun Minns), Florian Stütz – Alessandro Ficara, C. Mohamed Aidara, Kevin Samide (70. Paul Kosenkow) – Pierre Merkel
Trainer: Kristian Arambasic

BV Cloppenburg: Siegfried John – Tim-Pascal Wohlfahrt, Marius Krumland, Gerrit Thomes, Daniel Olthoff – Nick Köster, Bernd Gerdes (90+2. Felix Schmiederer), Michael Abramczyk (78. Christian Hegerfeld), Jonas Wangler – Tim Wernke, Andreas Gerdes-Wurpts
Trainer: Jörg-Uwe Klütz

Tore: 0:1 Tim Wernke (85.); 1:1 Alessandro Ficara (90.); 1:2 Bernd Gerdes (90+2.)

Schiedsrichter/in: Dennis Krohn (TSV Reinbek) – Assistenten: Markus von Glischinski (SC Eilbek), Martin Pfefferkorn (SC Urania)
Zuschauer: 1575
Gelbe Karte: Paul Kosenkow / Gerrit Thomes
Gelbe/Rote Karte: – / Andreas Gerdes-Wurpts (76.)

Impressionen

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