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RegionalligaVfB muss 2:0-Sieg teuer bezahlen

1. Mai 2015
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Der VfB Oldenburg feiert einen ganz wichtigen Sieg, hat aber einen hohen Preis dafür gezahlt. Vor der Minuskulisse von 704 lautstarken Zuschauern besiegten die Blauen den FC Eintracht Norderstedt mit 2:0. Allerdings haben sich Pierre Merkel und Florian Stütz in diesem Spiel schwere Verletzungen zugezogen. Beiden droht das vorzeitige Saison-Ende.

Gute 35 Minuten waren gespielt, als der bis dahin sehr agile Oldenburger Torjäger nach einem Kopfballduell unsanft landet, liegen bleibt und der Bank sofort signalisiert, dass er Hilfe benötigt. Mehrere Minuten lang wird Pierre Merkel behandelt, ehe die Johanniter den Angreifer mit einer Trage vom Spielfeld bringen. Nach einer Untersuchung im Stadion steht schnell fest, dass er umgehend ins Oldenburger Klinikum eingeliefert werden muss. Einer ersten Einschätzung zufolge hat er sich eine schwere Sprunggelenksverletzung zugezogen.

Der nächste Nackenschlag für die Blauen folgte zu Beginn der zweiten Halbzeit. Beim Versuch einen Konter zu unterbinden, trifft Marius Winkelmann seinen Mitspieler Florian Stütz derart unglücklich, dass der Mittelfeldspieler mit einer klaffenden Wunde ausgewechselt werden muss. Auch hier ist zu befürchten, dass er in dieser Saison nicht mehr auflaufen wird. Die Personalsorgen des VfB werden also immer größer, denn Moritz Steidten fällt mit einem Muskelfaserriss wochenlang aus und Mo Aidara wurde für drei Spiele gesperrt.

Fußball wurde aber auch noch gespielt. Beide Mannschaften hatten dabei Mühe, ihren Rhythmus zu finden. Anfänglich hatten die Oldenburger die besseren Möglichkeiten, doch der letzte Pass kam zu selten an. Zudem war Norderstedts Torhüter Mirko Oest einige Male auf dem Posten. Auf der anderen Seite zeigte VfB-Torhüter Dominik Kisiel, dass er ein herausragender Torhüter ist. Deran Toksöz hätten den schönsten Norderstedter Angriff mit dem 0:1 vollenden können, stand frei vor Kisiel, doch der tauchte ab und holte dem Gegner das Spielgerät vom Fuß (24. Minute).

Die Verletzung von Merkel, der durch Kifuta Kiala Makangu ersetzt wurde, hatte einen Bruch im Oldenburger Spiel zur Folge. Die Mannschaft war sichtlich geschockt, stand aber defensiv immerhin so sicher, dass es torlos in die Pause ging.

Nach dem Wechsel folgte dann die nächste Szene mit Schockwirkung. Es dauerte lange, ehe die Oldenburger, von den Fans jetzt immer lauter angetrieben, sich wieder ins Spiel kämpften. Längst wurde es auch ruppiger, ohne dass Schiedsrichter Marius Schlüwe bereits jetzt die Lust entwickelt hätte, gelbe Karten zu zeigen. Als Folge dessen kam es zu viel zu vielen Fouls. Ein Lob hatte der Unparteiische allerdings auch verdient. Nach knapp 70 Minuten lag der Ball im Tor des VfB und die Norderstedter jubelten bereits über die Führung, weil Schlüwe Richtung Anstoßpunkt deutete. Die Oldenburger ihrerseits protestieren wild und energisch, denn der Assistent hatte in der Szene die Fahne gehoben. Ob nun eine Abseitsstellung vorlag oder ein zweiter Ball im Spiel war, das Tor war nicht regelkonform und nach Rücksprache mit seinem Assistent korrigierte Schlüwe seine Entscheidung.

Auf die Fans wirkte das allerdings enorm motivierend. Sie unterstützten den VfB leidenschaftlich und der Funke sprang auf den Rasen über. Die Mannschaft zeigte enormen Kampfgeist und war sichtlich gewillt, sich nicht mit einem Punkt zu bescheiden. Spielerisch ging wenig zusammen, Einsatz und Leidenschaft allerdings stimmten.

Unter dem tosenden Applaus der Fans sollte Predrag Uzelac elf Minuten vor Schluss dann den entscheidenden Wechsel vornehmen. Nils Laabs kam für Alessandro Ficara. Der Routinier war kaum auf dem Platz, da lag der Ball im Tor der Gäste. Laabs hatte einen Freistoß mit dem Kopf verlängert und Jonas Erwig-Drüppel nervenstark getroffen (83.). Während die Norderstedter jetzt alles nach vorne warfen, ergaben sich für den VfB tolle Konterchancen und eine nutzten die Blauen für die Entscheidung. In der Nachspielzeit vollendete Marcel Gottschling einen Angriff des VfB mit einer Vorlage für Laabs, der den Ball aus einem Meter mit voller Wucht in die Maschen schoss und so für kollektive Erleichterung und Freude auf den Rängen sorgte.

Stimmen zum Spiel

Thomas Seeliger, Trainer Norderstedt: Glückwunsch an den VfB Oldenburg. Wir haben sicher zum Sieg beigetragen. Eigentlich hat meine Mannschaft wenig zugelassen, aber letztlich zu viele Fehler gemacht. Gerade vor dem 0:1, das man einfach hätte verhindern können. In den entscheidenden Momenten waren wir nicht konzentriert genug. Für den VfB waren die Punkte enorm wichtig. Wir fahren jetzt enttäuscht nach Hause, aber kommen in der nächsten Saison gerne wieder.

Predrag Uzelac, Trainer VfB Oldenburg: Ich stehe noch immer unter Schock. Pierre Merkel wird lange ausfallen, er hat sich schwer verletzt. Die Mannschaft hat heute einen überragenden Siegeswillen gezeigt. Ich wusste, dass es ein schweres Spiel wird. Jetzt müssen wir für Sonntag regenerieren.

Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Christopher Braun, Karlis Plendiskis, Franko Uzelac, Thorsten Tönnies – Florian Stütz (53. Maycoll Canizales-Smith), Marius Winkelmann – Jonas Erwig-Drüppel, Marcel Gottschling, Alessandro Ficara (80. Nils Laabs) – Pierre Merkel (39. Kiala Makangu Kifuta)
Trainer: Predrag Uzelac

Eintracht Norderstedt: Mirko Oest – Steffen Heinemann, Steven Lindener, Hamajak Bojadgian, Gerrit Pressel – Philipp Koch, Jan-Philipp Rose – Deran Toksöz, Linus Meyer (84. Nick Scharkowski), Jan-Henrik Kaetow (62. Dane Kummerfeldt) – Jan Lüneburg

Tore: 1:0 Jonas Erwig-Drüppel (84.); 2:0 Nils Laabs (90+1.)

Schiedsrichter/in: Marius Schlüwe (BSV Gleidingen) – Assistenten: Marcel Weinert (TuS Wettbergen), Michael Kaufmann (FC Ambergau Volkersheim)
Zuschauer: 704

Gelbe Karte: Franko Uzelac (2.), Nils Laabs (3.) / Philipp Koch (9.), Jan Lüneburg (11.), Deran Toksöz (13.)

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