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RegionalligaDie Null steht auf der richtigen Seite

3. Mai 2015
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Der VfB Oldenburg hat einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Vor 2.314 Zuschauern am Spardabank-Familientag siegten die Blauen gegen die U23 von Eintracht Braunschweig mit 1:0. Jonas Erwig-Drüpel erzielte gegen seinen alten Verein das Siegtor für die Oldenburger, die defensiv einmal mehr total überzeugen konnten und sich die drei Punkte so verdienten.

Im Vergleich zum Sieg über Norderstedt hatte VfB-Trainer Predrag Uzelac seine Mannschaft umbauen müssen. Die verletzten Florian Stütz und Pierre Merkel konnten nicht mitspielen. Darüber hinaus fehlte weiterhin der gesperrte Mo Aidara. Offensiv kam Kifuta Kiala Makangu von Beginn an zum Einsatz. Thorsten Tönnies rückte ins zentrale Mittelfeld an die Seite von Marius Winkelmann und links verteidigte Miguel Canizales.

Die Blauen begannen mit viel Schwung und hatten bereits nach fünf Minuten ihre erste Chance. Marcel Gottschling passte zu Jonas Erwig-Drüppel, der nicht selbst den Abschluss suchte, sondern für Alessandro Ficara auflegen wollte. Das allerdings war die falsche Entscheidung, denn die Abwehr der Gäste konnte klären.

Der nächste Aufrege sollte fünf Minuten später folgen. Einen langen Pass des VfB wollte Dennis Slamar klären, riss dabei aber sein Bein zu hoch und traf den heranstürmenden Ficara mit voller Wucht. Schiedsrichter Tim Skorczyk, der gemeinsam mit Imke Lohmeyer und Gerrit Gräbel eine überzeugende Vorstellung ablieferte, griff sofort zur roten Karte und schickte den Braunschweiger vom Platz. Eine harte, aber konsequente Entscheidung, wenngleich dem jungen Verteidiger sicher keine Absicht zu unterstellen war.

Nach einer Viertelstunde stand der Schiedsrichter dann erneut im Fokus der Gäste. Deren Trainer Henning Bürger ereiferte sich lautstark, weil Skorczyk nach einem Zweikampf zwischen Canizales und Morten Rüdiger das Spiel hatte weiterlaufen lassen. Der Schiedsrichter zeigte sich allerdings unbeeindruckt und erklärte dem Trainer ganz sachlich seine Entscheidung. Das sieht man auch nicht in jedem Spiel.

Trotz Unterzahl waren es im zunehmenden Spielverlauf die Gäste, die sich ein Übergewicht erarbeiteten. Der VfB stand defensiv zwar gut, wusste seinen personellen Vorteil im Spiel nach vorn allerdings nicht gewinnbringend einzusetzen. Folgerichtig hatte die Eintracht dann auch die besseren Möglichkeiten. Einen Schuss von Gerit Holtmann fälsche Franko Uzelac, der gemeinsam mit Karlis Plendiskis ein starkes Spiel in der Innenverteidigung machte, zur Ecke ab (21.). Daraus resultierte die nächste Chance der Löwen. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Taskin Ilter frei zum Kopfball und der VfB hatte Glück, dass der Ball knapp am Tor vorbei ging.

Der VfB war durchaus bemüht, scheute aber das Risiko im Spiel nach vorn und kam deshalb bis zur Pause zu keiner echten Torchance.

Nach dem Wechsel blieben die Oldenburger zwar am Drücker, doch es fehlte die Konsequenz, um wirklich zwingend ein Tor erzielen zu wollen. Auch die Gäste suchten nicht mit Macht den Abschluss, kamen allerdings durch einen Freistoß von Sven Hartwig zu einer Möglichkeit. Der fein gezirkelte Ball hatte sich bereits den Winkel des Oldenburger Tores als Landeplatz ausgesucht, als VfB-Torhüter Dominik Kisiel heranrauschte, sich ganz lang machte und das Spielgerät noch ins Seitenaus lenken konnte (58.). Erneut konnte die Mehrzahl des Publikums durchschnaufen und dann dem jederzeit aufmerksamen Torhüter Szenenapplaus zollen.

Nach einer guten Stunde reagierte Predrag Uzelac auf das doch zerfahrene Offensivspiel. Nils Laabs kam für Marius Winkelmann ins Spiel. Marcel Gottschling wurde ins Mittelfeld zurückgezogen, Laabs orientierte sich neben Kifuta in die Spitze. Später brachte der Trainer außerdem Shaun Minns, der für Ficara kam, und kurz vor Schluss noch Tobias Ahrens, der Erwig-Drüppel ersetzte.

Zuvor allerdings sollte der Blondschopf noch einen großen Auftritt hinlegen. Nach einer Ecke für die Gäste konterte der VfB die Eintracht mustergültig aus. Der eifrige Chris Braun trieb den Ball über die linke Außenbahn nach vorne, spielte dann zu Erwig-Drüppel und als die Zuschauer bereits murrten, weil der das Rund nicht direkt in die Mitte passte, schlug „JED“ einen Haken und zog aus 18 Metern trocken ab. Torhüter Marcel Engelhardt machte sich lang und länger und bekam noch eine Hand an den Ball, doch das reichte nicht. Das Objekt der Begierde senkte sich über den jungen Torhüter hinweg hinter die Linie und die Oldenburger konnten sich am Mittelkreis versammeln, um ihren Torschützen gebührend zu feiern (65.).

In einer immer nickeliger werdenden Begegnung, an deren Ende insgesamt fünf Oldenburger Spieler die gelbe Karte gesehen hatten, brachte der VfB einen letztlich verdienten Arbeitssieg über die Zeit.

Stimmen zum Spiel

Henning Bürger, Trainer Braunschweig: Wir hätten gerne etwas mitgenommen und das war sicher auch möglich. Dementsprechend groß ist der Frust in unserer Kabine. Ich übertreibe sicher nicht, wenn ich sage, dass ein Punkt verdient gewesen wäre, aber das Ergebnis spricht dagegen. Unser Torwart sah beim Gegentreffer sicher nicht gut aus, aber ist sehr jung, hat uns schon viele Punkte gerettet, da gibt es keinen Vorwurf.

Predrag Uzelac, Trainer Oldenburg: Es war ein zerfahrenes Kampfspiel und der Sieg sicher glücklich für uns, aber wir wollten das Tor und haben es gemacht. Wir wollten trotz der Überzahl nicht ganz aufmachen, um nicht in einen Konter zu laufen. Defensiv haben wir wieder gar nichts zugelassen und jetzt zum fünften Mal in sechs Spielen kein Gegentor bekommen. Das ist schon überragend. Wir haben jetzt 41 Punkte, das war heute ein extrem wichtiger Sieg für uns.

Julian Lüttmann, Sportlicher Leiter VfB Oldenburg: Angesichts der anderen Ergebnisse war das wieder sehr wichtig heute. Man kann sich selbst jetzt, mit 41 Punkten, noch nicht ganz sicher sein. Aber wir haben einen großen Schritt gemacht. Der Platzverweis war am Ende vielleicht gar nicht gut, denn Braunschweig hat die Räume danach noch enger gemacht. Letztlich hat sich die Mannschaft den Sieg erkämpft.

Wilfried Barysch, VfB-Vorsitzender: Ich bin total erleichtert, das ist sicher nichts für schwache Nerven. Wir wussten um die überraschenden Ergebnisse der Konkurrenz, deshalb freue ich mich umso mehr, dass die Mannschaft jetzt zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen ganz wichtige Punkte geholt hat.

Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Thorsten Tönnies, Karlis Plendiskis, Franko Uzelac, Maycoll Canizales-Smith – Christopher Braun, Marius Winkelmann (55. Nils Laabs) – Jonas Erwig-Drüppel (89. Tobias Ahrens), Marcel Gottschling, Alessandro Ficara (82. Shaun Minns) – Kiala Makangu Kifuta
Trainer: Predrag Uzelac

Eintracht Braunschweig II: Marcel Engelhardt – Marcel Schreyer, Dennis Slamar, Niko Kijewski, Nils Göwecke – Taskin Ilter, Sven Hartwig – Gerrit Holtmann, Morten Rüdiger (70. Felix Drinkuth), Niclas Erlbeck (75. Marcel Bär) – Haris Huseni
Trainer: Henning Bürger

Tore: 1:0 Jonas Erwig-Drüppel (64.)

Schiedsrichter/in: Tim Skorczyk – Assistenten: Imke Lohmeyer & Gerrit Gräbe
Zuschauer: 2314

Gelbe Karte: Marius Winkelmann (9.), Christopher Braun (7.), Franko Uzelac (3.), Jonas Erwig-Drüppel (2.), Marcel Gottschling (2.) / Niclas Erlbeck (8.)
Rote Karte: – / Dennis Slamar (9.)

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