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RegionalligaVfB erstürmt den „Wolfsbau“

3. Oktober 2015
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Das Maß aller Dinge in der Fußball-Regionalliga-Nord heißt auch weiterhin VfB Oldenburg. Mit einer taktisch und kämpferisch ganz starken Leistung siegten die Blauen beim Tabellenzweiten, der U23 des VfL Wolfsburg, 2:0. Kamen Hadzhiev und Florian Stütz erzielten die Treffer für den Tabellenführer, der von mehr als 300 mitgereisten Fans frenetisch unterstützt wurde.

Dietmar Hirsch hatte seine Anfangsformation lediglich auf einer Position verändert. Ivo Tomas kehrte in die Mannschaft zurück, Antti Mäkijärvi nahm anfänglich auf den komfortabel gepolsterten Sitzen der Ersatzbank Platz. Bei strahlendem Sonnenschein waren es die Oldenburger, die klar den Ton angaben. Schon deutlich vor dem Anpfiff sorgten die VfB-Fans in ihrem Block hinter dem Tor für tolle Stimmung und dafür sollten sie mit Spielbeginn auch allen Grund haben.

Es waren die Oldenburger, die auf dem feinen Geläuf auch sportlich den Ton angaben. Dietmar Hirsch hatte in der Vorbereitung auf das Spitzenspiel viele Videos des Gegners studiert, der allerdings personell überraschte. Mit Dino Medjedovic fehlte der beste Wolfsburger Torschütze in der Startformation. Medjedovic musste mit ansehen, wie seine Mitspieler sich vergeblich mühten, eine Lücke in der sehr kompakten Oldenburger Deckung zu finden. Bei Ballbesitz des Gegners zogen sich die Oldenburger kompakt zurück, nach Balleroberung ging es schnell nach vorne. Diese Zieharmonikataktik sollte sich im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit für die Gastgeber als nicht zu lösendes Rätsel entpuppen.

 

Mehr noch, es waren die Blauen, die im Spiel nach vorn auch Chancen kreierten. In der 15. Minute spielte Florian Stütz einen feinen Pass auf Kifuta Kiala Makangu, der die Wolfsburger Deckung mit hohem Tempo stehen ließ, dann allerdings von Torhüter Alexander Brunst-Zöllner höchst rüde gestoppt wurde. Während der Oldenburger sichtlich angeschlagen nicht weiterkicken konnte, schaltete Ivo Tomas sofort. Statt auf den allemal berechtigten Elfmeterpfiff zu warten, schaufelte er den Ball aus gut zwanzig Metern Richtung Tor. Das mögliche 0:1 konnte ein Wolfsburger Abwehrspieler mit einem Kopfball kurz vor der Linie gerade noch verhindern.

Auch die nächste Szene gehörte denn Gästen, die vor allem über Standards immer wieder gefährlich wurden. Nach einer Flanke von der rechte Seite hatte sich Kamen Hadzhiev in die Luft geschraubt, mit seinem Kopfball das Tor aber knapp verpaßt (22. Minute).

Nach einer halben Stunde versuchte sich Ivo Tomas als Kunstschütze, doch Brunst-Zöllner war auf dem Posten. Von Wolfsburg war bis dahin offensiv so gut wie nichts zu sehen. Es dauerte bis zur 45. Minute, ehe der Bundesliga-Nachwuchs zu einer echten Torchance kam. Dominik Volkmer hatte Hilal El-Helwe zentral vor dem Tor zu Fall gebracht. Den daraus resultierenden Freistoß entschärfte Dominik Kisiel allerdings mit einer tollen Parade.


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In der Pause setzte Dietmar Hirsch einen neuen personellen Impuls. Für Marius Winkelmann, der für ein taktisches Foul die gelbe Karte erhalten hatte, kam jetzt Nils Laabs ins Spiel. Ein Wechsel, der sich auszahlen sollte, denn „Nille“ fügte sich sofort gut ein und gab dem Spiel nach vorn noch mehr Struktur.

Gleichwohl waren es jetzt die Wolfsburger, die deutlich besser ins Spiel fanden und versuchten, Druck auszuüben. Die erste Torchance allerdings ging auf das Konto des VfB. Miguel Canizales hatte mittels einen Einwurfs in den Strafraum „geflankt“, Kifuta Lufthoheit bewiesen, doch Brunst-Zöllner konnte mit Mühe zur Ecke klären (60.).

Dominik Kisiel stand seinem Gegenüber allerdings in nichts nach und sollte in der Folge ausreichende Gelegenheiten haben, seine große Klasse zu beweisen. In der 66. Minute war es indes der sehr aufmerksam spielende Volkmer, der den Ball für seinen geschlagenen Torhüter von der Linie kratzte. Wolfsburg, jetzt deutlich stärker als in Halbzeit eins, drängte, doch auch der VfB wollte sich hier nicht mit einem Punkt bescheiden. Das demonstrierte Dietmar Hirsch mit dem nächsten Wechsel. Für den zuvor sehr laufstarken Ivo Tomas brachte er nach 70 Minuten Pascal Steinwender.

 

Kaum auf dem sattgrünen Rasen, durfte der junge Oldenburger erstmals jubeln. Stütz hatte eine Ecke mit viel Gefühl in den Strafraum gebracht, Kamen Hadzhiev fühlte sich anschließend zum Höhenflug berufen und wuchtete das Rund mit dem Kopf zum 0:1 ins Netz (71.). Fans uns Mannschaft feierten denn Treffer natürlich leidenschaftlich, doch der Kick hier war noch lange nicht entschieden.

Durch den Rückstand offenbar provoziert, wollten die Gastgeber den Takt nochmals erhöhen und hatte nur vier Minuten später den Ausgleich auf dem Fuß. Sebastian Wimmer zielte allerdings knapp daneben (75.).

Jetzt reagierte VfL-Trainer Valerien Ismael mit einem Wechsel. Ismail Azzaoui kam für Franncico Rodriguez ins Spiel. Der Fokus der Zuschauer richtete sich allerdings auf Schiedsrichter Marcel Hass, denn der hatte erneut nicht auf den Elfmeterpunkt gezeigt. Pascal Steinwender war zu schnell für die Wolfsburger und mit hohem Tempo in den Strafraum gestürmt, wo er rustikal zu Fall gebracht worden war. Doch Hass ließ die kurzbehosten Protagonisten weiterspielen und zog sich den Zorn der Oldenburger Augenzeugen zu.

Während die Blauen noch zürnten, kickte Wolfsburg munter weiter nach vorn und kam zu einer hundertprozentigen Ausgleichschance. Doch Dominik Kisiel brachte mit einer Weltklasse-Parade gegen Azzaoui noch eine Hand an den Ball (76.).

 

Sechs Minuten später wurde es auf dem Platz erneut munter. Kifuta war erneut zu schnell für die Wolfsburger Deckung und mit einem Sololauf in Richtung Tor unterwegs, als er von Brunst-Zöllner von der Beinen geholt wurde. Das war dann doch des Rustikalen zuviel. Marcel Hass entschied sofort auf Strafstoß und zeigte dem Torhüter die rote Karte. Florian Stütz blieb die Coolness in Person und traf zum 0:2 (84.). Das Spiel war entschieden.

Dietmar Hirsch stimmte aber nicht in den Jubelchor ein, sondern brachte noch Antti Mäkijärvi für den ausgepumpten Kifuta ins Spiel und der Finne kam durchaus noch zu einigen guten Szenen.

Der Rest war dann Freude in blau-weiß. Die Fans intonierten den „Geist von Donnerschwee“ und als Dominik Volkmer schließlich zur Humba ansetzte, mutierte das schmucke neue Wolfsburger Stadion zum Oldenburger Freudentempel.

 

Zahlen, Daten & Fakten

VfL Wolfsburg II: Alexander Brunst-Zöllner – Moritz Sprenger, Julian Klamt, Sebastian Wimmer (82. Nick-Walter Nürnberger), Marvin Kleihs – Bastian Schulz, Hilal El-Helwe – Paul Seguin, Francisco José Rodriguez (75. Ismael Azzaoui), Robert Herrmann – Gergely Bobal (84. Danilo Dittrich)
Trainer: Valérien Ismaël

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Dennis Engel, Franko Uzelac, Dominik Volkmer, Maycoll Canizales-Smith – Marius Winkelmann (46. Nils Laabs), Kamen Hadzhiev – Florian Stütz, Ivo-Valentino Tomas (70. Pascal Steinwender), Thorsten Tönnies – Kiala Makangu Kifuta (86. Antti Mäkijärvi)
Trainer: Dietmar Hirsch

Tore: 0:1 Kamen Hadzhiev (72.); 0:2 Florian Stütz (Foulelfmeter, 84.)

Schiedsrichter/in: Marcel Hass (TuS Osdorf) – Assistenten: Kevin Rosin (SV Lieth), Philip Roedig (Altona 93)
Zuschauer: 566

Gelbe Karte: Francisco José Rodriguez, Sebastian Wimmer (4.) / Marius Winkelmann (2.), Maycoll Canizales-Smith (2.), Dennis Engel (2.)
Rote Karte: Alexander Brunst-Zöllner (82., Notbremse) / –

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