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RegionalligaDuell der Seriensieger

16. Oktober 2015
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Es ist das perfekte Gipfeltreffen, ein Duell zweier Seriensieger, das Aufeinandertreffen der bislang besten Mannschaften in der Regionalliga-Nord. Am Sonntag, um 14 Uhr wird der Kick zwischen dem Tabellenzweiten ETSV Weiche Flensburg und dem Spitzenreiter VfB Oldenburg angepfiffen. „Das ist ja fast eine Wunschkonstellation“, sagt VfB-Trainer Dietmar Hirsch.

Klar ist, die Messlatte liegt hoch, sehr, sehr hoch, den beide Mannschaften sind in den vergangenen Wochen von Sieg zu Sieg geeilt, haben jeweils sieben Spiele in Folge gewonnen und bringen neben viel fußballerischer Klasse auch jede Menge Selbstvertrauen auf den Rasen. Grund genug, die „Eisenbahner“ aus dem hohen Norden mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Das Fazit nach eingehender Betrachtung kann ein ganz kurzes sein. Auf den VfB wartet eine Herkulesaufgabe. Flensburg bringt eine enorm erfahrene, sehr robuste, beeindruckend eingespielt und physisch ganz stark aufgestellte Riege an den Start. Klingt gut, ist es auch, denn im hohen Norden hat man in den vergangenen Jahren konsequent auf Konstanz gesetzt. Seit 2010 ist Daniel Jurgeleit als Trainer für die Eisenbahner verantwortlich und bastelt seitdem Saison für Saison an der Verbesserung des Kaders. „Es sind gewachsene Strukturen, deshalb ist der Flensburger Erfolg auch kein Zufall, sondern das Ergebnis guter Arbeit“, sagt Dietmar Hirsch.

Dem ETSV ist es in den vergangenen Jahren gelungen, zu einer attraktiven Anlaufstelle für erfahrene Ex-Profis zu werden, die größtenteils bei Holstein Kiel am Ball waren. Vor dieser Saison etwa konnten die Flensburger mit Fiete Sykora einen Offensivspieler verpflichten, der in Osnabrück, Jena, Aue und eben Kiel mehr als 150 Zweit- und Drittligaspiele absolviert hat. Später kam mit Josef Shirdel ein weiterer Kicker mit Erfahrung hinzu, der bei nur sechs Einsätzen bereits vier Treffer erzielt hat. Komplettiert wurde der Kader im Sommer mit drei Spielern aus der U19 des Hamburger SV.
Die Mischung macht es, könnte man meinen. Tatsächlich hat sich längst eine Stammformation herauskristallisiert. Jurgeleit hat in den bislang elf absolvierten Spielen immerhin neun Akteure aufgeboten, die mindestens zehn Spiele gemacht haben. Sieben Kicker waren immer dabei. Eine schöne Zahlenspielerei oder? Als praktisch unverzichtbar gilt fraglos Tim Wulff. Der bullige Angreifer, an dessen Verpflichtung von einigen Jahren auch der damalige sportliche Leiter des VfB, Frank Neubarth, sehr interessiert gewesen ist, mutiert in dieser Serie zur Vermenschlichung der Torgefahr. Zehn Treffer sind für Wulff notiert, Bestwert in der Liga. Kifuta Kiala Makangu ist ihm mit aktuell neun Toren allerdings dicht auf den Fersen.

Die Flensburg indes allein auf die Klasse des Torjägers zu reduzieren, wäre natürlich grober Unfug. Die Mannschaft steht enorm kompakt, hat das Spiel gegen den Ball fast schon perfektioniert. Neun Gegentore weist das Konto auf, ein Bestwert, den die Schleswig-Holsteiner sich mit der U23 des VfL Wolfsburg teilen. Vor Torhüter Florian Kirschke verteidigen mit Christian Jürgensen (1,86 Meter lang) und Patrick Thomsen (1,90) zwei Abwehrspieler mit Gardemaß. Der Ex-Kieler Jürgensen war zudem bereits dreimal als Torschütze erfolgreich. Auf der linken Seite wird die Abwehrreihe zumeist von Torge Paetow ergänzt, der in der Jugend von Holstein Kiel ausgebildet worden ist und sich jetzt bei Weiche etabliert hat. Auf der rechten Seite hat sich Christoph Dammann am häufigsten das Vertrauen seines Trainers verdient.

Gardemaß ist übrigens ein gutes Stichwort, um den grundsätzlichen Eindruck vom Flensburger Kader zu beschreiben, der auffallend viele großgewachsene Kicker aufweist. Dazu zählt natürlich auch Jannick Ostermann, der bei 1,97 Meter Körperlänge nur leicht hüpfen muss, um ein Kopfballduell gegen die meisten Gegenspieler für sich zu entscheiden. Im Mittelfeld agiert er nicht selten and er Seite von Kevin Schulz, der nach Gastspielen in Neumünster, Lübeck und Kiel jetzt beim vierten schleswig-holsteiner Club unterwegs ist.

Auch offensiv hat die Mannschaft einiges zu bieten. Tim Wulff natürlich, das haben wir ja schon in aller Ausführlichkeit betont. Aber auch Josef Shirdel und Fiete Sykora können einen feinen Ball spielen und haben in Ilídio Pastor Santos oder Nedim Hasanbegovic weitere technisch-versierte Mitspieler. Matthias Hummel oder Florian Meyer, der in dieser Saison noch nicht nachhaltig zum Zuge gekommen ist, komplettieren die Reihe jener Spieler, die viel Erfahrung mitbringen.

Flensburg ist stark, hat siebenmal in Folge gewonnen und zuhause in sechs Spielen keinen einzigen Punkt abgegeben. Jetzt muss es allerdings mit der Lobhudelei auch genug sein. Die Serie des ETSV beeindruckt genau so, wie die Serie des VfB Oldenburg. „Wir können schon auch gut Fußball spielen“, sagt Dietmar Hirsch und grinst. Sieben Siege bei 18:3 Toren haben das Oldenburger Selbstvertrauen nachhaltig genährt. Zudem hat die Mannschaft zuletzt fünfmal zu Null gewonnen. Letzteres auch beim 2:0 über den BV Cloppenburg, was dem Trainer sogar ein Sonderlob für seine Viererkette wert war.
Allerdings muss Dietmar Hirsch personell umstellen. Ausgerechnet vor dem Spitzenspiel hat Florian Stütz eine gelbe Karte kassiert. „Stützer“ muss in Flensburg zuschauen. „Das ist sehr ärgerlich, aber der Kader bietet uns ja einige Möglichkeiten“, gibt der VfB-Trainer sich gelassen. Gegen Cloppenburg durfte erstmals in dieser Saison Jordan Petrov beginnen. Nach einer guten Stunde machte er dann Platz für Marius Winkelmann. Beide Maßnahmen griffen. Petrov spielte gut, Winkelmann brachte neuen Schwung. „Sie sind natürlich Optionen für Flensburg“, sagt der Trainer, verweist aber darauf, dass auch eine ganz andere Konstellation möglich ist. Am Ende sei ohnehin nicht entscheidend wer spiele, sondern dass diejenigen erneut alles abrufen würden. „Wir fahren da nicht hin, um die Punkte abzugeben, sondern wir gehen wie immer ins Spiel, um es zu gewinnen.“

Schiedsrichter der Begegnung ist Dennis Senning vom SC Marklohe. Ihm assistieren Benjamin Buth und Daniel Harting.

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