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RegionalligaVfB verteidigt die Tabellenführung

18. Oktober 2015
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Der VfB Oldenburg hat die Tabellenführung in der Regionalliga-Nord verteidigt. Vor 1.924 Zuschauern erkämpften sich die Blauen bei Verfolger Weiche Flensburg ein verdientes 0:0. Dabei feierte Moritz Steidten nach dem Wechsel ein ganz starkes Comeback.

Dietmar Hirsch hatte vor dem Spiel ein kniffliges Personalproblem zu lösen. Mit Florian Stütz fehlte der Mittelfeld-Taktgeber aufgrund einer Gelb-Sperre. Die Zentrale musste also neu besetzt werden und dabei überraschte der VfB-Trainer mit der Nominierung von Ibrahim Temin. „Ibo“ besetzte die linke Aussenbahn, dafür rückte Thorsten „Torte“ Tönnies nach innen. Außerdem durfte Antti Mäkijärvi beginnen. Jordan Petrov dagegen nahm anfangs auf der Bank Platz.

Die Umstellungen gingen auf. Der VfB startete selbstbewusst ins Spiel, wollte sich im Flensburger Dauerregen nicht verstecken, sondern durchaus das Spiel machen. Die erste Chance hatte gleichwohl Weiche. Christian Jürgensen kam zum Kopfball, fand seinen Meister allerdings in Dominik Kisiel und es sollte nicht die letzte starke Szene des Oldenburger Torhüters sein, der sich, wie seit Wochen, in Topform präsentierte. Vor allem bei hohen Bällen war Kisiel stets „Herr der Lüfte“, pflückte viele Flanken sicher herunter oder faustete die Kugel aus der Gefahrenzone
Dass in diesem Spitzenspiel keine Freundlichkeiten auf der Tagesordnung stehen würde, wurde ebenfalls sehr früh deutlich. Kifuta Kiala Makangu war rustikal gelegt worden und darüber alles andere als amüsiert.

Das machte der Oldenburger Stürmer auch ausdrucksstark deutlich, hatte aber wohl nicht mit dem schauspielerischen Talent von Jürgensen gerechnet. Als hätte ihn der Blitz von den Beinen geholt, sackte der Flensburger zusammen und im Anschluss forderten zahlreiche Mitspieler des Innenverteidigers einen Platzverweis für Kifuta. Schiedsrichter Dennis Senning hingegen hielt kurz Rücksprache mit seinem Assistenten und beruhigte die Gemüter anschließend mit einer Belohnung in Form einer gelben Karte für Kifuta und Jürgensen (10. Minute).

Auch die nächste Szene gehörte dem Oldenburger Torjäger. Ibo Temin hatte sich auf der linken Seite eindrucksvoll durchgesetzt und den Ball scharf nach innen geflankt. Kifuta setzte zur Volley-Abnahme an, zielte allerdings über das Tor (18.). Flensburg war vom selbstbewussten Auftritt des VfB durchaus beeindruckt. Aus dem Spiel heraus brachte die „Eisenbahner“ wenig bis gar nichts zustande. Bei Standards allerdings war Weiche stets gefährlich. Die besseren Möglichkeiten hatte Mitte der ersten Halbzeit allerdings der VfB. Nach Ecken kamen erst Dominik Volkmer und dann auch Kamen Hadzhiev zum Abschluss (26.).

Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es dann deutlich ruppiger. Allerdings verteilte Schiedsrichter Senning seine gelben Karten auf beiden Seiten. Während Thorsten Tönnies nach einem Laufduell verwarnt wurde und es kaum fassen konnte, wurde Miguel Canizales von Nedim Hasanbegovic mit beiden Füßen voran schlicht umgetreten. Auch dafür gab es Gelb. Glück für den Flensburger, der sich über einen Platzverweis nicht hätte beschweren dürfen.

Die finale Szene der ersten 45 Minuten gehörte erneut dem VfB. Thorsten Tönnies hatte aus gut zwanzig Metern abgezogen, dabei Jürgensen gestreift, und ganz knapp das Tor verfehlt (42.).

Nach dem Wechsel sollte sich das Spiel verändern. Jetzt investierten die Flensburger deutlich mehr und waren spürbar bemüht, den Druck zu erhöhen. Das gelang und tatsächlich lag nach 57 Minuten der Ball auch im Oldenburger Tor, allerdings nach einer Abseitsstellung.

Nach einer guten Stunde entschied sich Dietmar Hirsch zum ersten Wechsel. Für Antti Mäkijärvi kam Moritz Steidten ins Spiel. Ein Wechsel, der sofort Wirkung zeigte, denn „Mo“ gab im Zentrum den Abräumer und das höchst effektiv. Steidten warf sich in jeden Zweikampf und demonstrierte zudem Kopfballstärke. Den möglichen Rückstand hätte allerdings auch er nicht verhindern können. Nach einer Flanke von Jonas Walter kam Christian Jürgensen frei zum Kopfball, traf aber nur das Außennetz (69.).

Der VfB-Trainer reagierte auf den zunehmenden Flensburger Druck mit einem weiteren Wechsel. Marius Winkelmann kam für Ibrahim Temin ins Spiel (73.). In der Schlussphase brachte er zudem noch Jordan Petrov für Ivo Tomas (88.).
Die Oldenburger zogen sich jetzt sehr weit zurück, wollten Flensburg locken und nach Möglichkeit mit einem Konter für die Entscheidung sorgen. Die Gastgeber ihrerseits, die zwischenzeitlich auch dreimal gewechselt hatten, agierten längst mit der vielzitierten „Brechstange“. Konsequent wurde der Ball hoch in den Strafraum geschlagen, verbunden mit der Hoffnung, dass einer irgendwie durchrutschen würde. Ein Konzept, das nicht aufging, weil Dominik Kisiel ihnen einen ganz dicken Strich durch die Rechnung machte. Der Oldenburger Torhüter nahm die Einladung zu zwei sensationellen Paraden an, parierte erst einen Schuss aus dem Gewühl und kürzester Distanz, anschließend streckte er sich ganz lang und griff noch einen Lupfer aus dem Winkel.

Auf der anderen Seite hatten die Blauen mehrfach die Möglichkeit zum schnellen Konter, doch sie kamen stets einen Schritt zu spät. Am Ende stand deshalb ein leistungsgerechtes Unentschieden, mit dem die Oldenburger weiter von Platz eins grüßen.

Stimmen zum Spiel

Daniel Jurgeleit, Trainer Weiche Flensburg: Mit der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden, mit der ersten nicht. Da waren wir zu verhalten und haben zu wenig nach vorne gemacht. Allerdings muss ich auch sagen, dass wir nichts zugelassen haben. In der zweiten Halbzeit hatten wir drei Chancen und da muss man in einem Spitzenspiel dann auch mal eine machen. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Damit können wir leben.

Dietmar Hirsch, Trainer VfB Oldenburg: Es war das erwartet schwere Spiel. Wir wussten, wie Flensburg spielt und hatten uns gut darauf eingestellt. Wir wollten abwartend spielen, haben aber die sich bietenden Räume dann nicht gut genug genutzt. Weiche hatte aus dem Spiel heraus keine Chance, war aber durch Standards schon gefährlich. Immerhin haben wir als erster Gegner hier etwas mitgenommen. Moritz Steidten hat das gut gemacht und Stabilität in unser Spiel gebracht. Thorsten Tönnies hat die neue Rolle gut angenommen und sehr clever gespielt, nachdem er früh verwarnt worden war. Ich bin sehr zufrieden. Wir wollten hier etwas holen und das ist uns gelungen.

Zahlen, Daten & Fakten

ETSV Weiche Flensburg: Florian Kirschke – Torge Paetow, Jonas Walter (75. Kevin Schulz), Christian Jürgensen – Ilidio Pastor Santos, Nedim Hasanbegovic, Jannick Ostermann, Marc Böhnke – Florian Meyer (88. Fiete Sykora) – Josef Shirdel (67. Patrick Thomsen), Tim Wulff
Trainer: Daniel Jurgeleit

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Dennis Engel, Franko Uzelac, Dominik Volkmer, Maycoll Canizales-Smith – Kamen Hadzhiev, Thorsten Tönnies – Antti Mäkijärvi (61. Moritz Steidten), Ivo-Valentino Tomas (87. Jordan Petrov), Ibrahim Temin (72. Marius Winkelmann) – Kiala Makangu Kifuta
Trainer: Dietmar Hirsch

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter/in: Dennis Senning (SC Marklohe) – Assistenten: Benjamin Buth (Nikolausberger SC), Daniel Harting (SV Eintracht Afferde 06)
Zuschauer: 1924

Gelbe Karte: Christian Jürgensen (3.), Torge Paetow (2.), Ilidio Pastor Santos (2.), Kevin Schulz (3.) / Kiala Makangu Kifuta (3.), Thorsten Tönnies (2.), Dominik Kisiel (3.), Ivo-Valentino Tomas (4.)

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