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RegionalligaHadzhiev trifft hammerhart, Tomas verletzt

25. Oktober 2015
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Der VfB Oldenburg hat die Tabellenführung in der Regionalliga-Nord vertedigt. Vor 2.279 Zuschauern reichte es für die Blauen gegen den SV Drochtersen/Assel allerdings „nur“ zu einem 1:1. Allen voran Patrick Siefkes stand einem VfB-Sieg im Weg. Der Gäste-Torhüter avancierte mit sensationellen Paraden zum besten Mann auf dem Feld.

Das Publikum hatte nach dem Schlusspfiff indes einen anderen Protagonisten im Visier. Schiedsrichter Fabian Porsch wurde mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine begleitet. Der Unparteiische hatte in einem teils ruppigen Spiel fast alle strittigen Entscheidungen gegen die Blauen ausgelegt. Eben das strapazierte auch die gute Laune von Dietmar Hirsch. „

Der Schiedsrichter hätte in der Nachspielzeit zwingend die Eier haben und einen Elfmeter für uns geben müssen. Es spielt auch keine Rolle, ob das gerecht gewesen wäre oder nicht, das war ein klares Foul“, haderte der VfB-Trainer mit den Unparteiischen. Gleich zweimal verweigerte der dem VfB einen Strafstoß. Kurz nach dem Wiederanpfiff hatte Siefkes den Oldenburger Ivo Tomas rustikal abgeräumt und kurz vor Schluss war Nils Laabs im Strafraum gelegt worden. Doch der Pfiff blieb jeweils aus. Das allein stand dem VfB-Sieg aber nicht im Weg. Die Blauen ließen auch zu viele beste Möglichkeiten ungenutzt.

Dietmar Hirsch hatte seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche personell verändert. Florian Stütz kehrte ins Mittelfeld zurück und erstmals seit seiner Verletzung durfte Alessandro Ficara beginnen. Thorsten Tönnies wiederum rückte zurück auf die Außenbahn. Die Vorgabe an seine Mannschaft war indes nicht nur taktischer Natur. „Geduld, Jungs, Geduld“, mahnte der VfB-Trainer unmittelbar nach dem Beginn an und forderte die Seinen auf, ruhig zu bleiben und nicht in Hektik zu verfallen.

Das klappte indes nur bedingt. Die Blauen agierten teils nervös, waren allerdings anfangs auch läuferisch nicht so präsent, wie der Trainer es gerne gesehen hätte. Folgerichtig hatten die Gäste die erste Chance des Spiels. Henry Sung kam freistehend zum Abschluss, rutschte allerdings auf dem schwierig zu bespielenden Grün aus und zielte daneben (15. Minute).

Im Gegenzug hatten die Oldenburger die Führung auf dem Fuß. Ficara hatte von der Grundlinie in die Mitte gepasst. Ivo Tomas war zwar am Ball vorbeigerauscht, doch der aufgerückte Dennis Engel kam zum Abschluss und nötigte Patrick Siefkes zu einer ersten Glanztat. Es sollte der Auftakt einer ganzen Reihe von Paraden des Torhüters sein, bei dem nach dem Spiel zwingend zu klären gewesen wäre, ob er seine Schuhe vielleicht mit Sprungfedern getunt hatte. Obwohl selbst eher klein, zeigte Siefkes auch bei hohen Bällen sehr viel Selbstbewusstsein und enormes Sprungvermögen.

In der 26. Minute war er dann aber doch geschlagen. Thorsten Tönnies hatte in Torjägermanier getroffen und wollte bereits jubeln, als Schiedsrichter Porsch dem Treffer die Anerkennung verweigerte. Er wollte eine Abseitsstellung gesehen haben. Kurz darauf dribbelte sich Alessandro Ficara durch die Deckung, kam aber ebenfalls nicht an Siefkes vorbei (38.). In der Schlussphase der ersten Halbzeit erhöhte der VfB den Druck nachhaltig, doch immer wieder stand der Drochterser Torhüter dem Treffer im Weg. So auch in der 44. Minute, als er einen Kopfball von Kamen Hadzhiev mit den Fingerspitzen an die Latte lenken konnte.

Die nächste strittige Szene hatte erneut den Torhüter in einer Hauptrolle. Nach einem langen Ball hatte Siefkes seinen „Kasten“ verlassen und gute elf Meter vor dem Tor zur Faustabwehr angesetzt. Leidtragender des rustikal einsteigenden Torhüters war Ivo Tomas, der von Siefkes derart umgesenst wurde, dass er kurz darauf ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Einer ersten Diagnose zufolge hat der Angreifer sich glücklicherweise keine inneren Verletzungen, sehrwohl aber ein Rippenbruch zugezogen.

Dietmar Hirsch reagierte mit einem Doppelwechsel. Nils Laabs ersetzte Ivo Tomas, Marius Winkelmann kam für Alessandro Ficara (59.). Dennoch waren in dieser Phase die Gäste stärker und kamen durch Danny-Torben Kühn zu ihrer nächsten Chance. Der Stürmer zielte aber aus spitzem Winkel klar am Tor vorbei (60.).

Kurz darauf lag der Ball erneut im Tor des SVDA. Winkelmann hatte zu Laabs gepasst, dessen Zuspiel Tönnies verwertete. Erneut allerdings entschied der Unparteiische auf Abseits und lag damit richtig (63.). Nach fast 70 Minuten setzte es für den VfB dann den nächsten Nackenschlag. Kühn wurde von der Abwehr nicht effektiv gestört, setzte zum Lupfer an und traf so zum 0:1. Es war das erste Gegentor seit Dietmar Hirsch das Traineramt übernommen hat.

 

Der VfB reagierte wütend. Angetrieben von den jetzt immer lautstärker werdenden Zuschauern erhöhten die Blauen den Druck, schnürten die Gäste in deren Hälfte ein. Konsequent versuchten es die Oldenburger jetzt mit langen Bällen, doch da war ja noch Siefkes. 81 Minuten waren gespielt, als der Torhüter eine echte Weltklasse-Parade abrufen musste. Laabs hatte zu Tönnies gepasst, dessen strammen Schuss Siefkes zum Entsetzen der Oldenburger noch aus dem Winkel fischte.

Kurz vor Schluss war dann allerdings auch der beste Gäste-Spieler machtlos. Kamen Hadzhiev hatte seinen ganzen Frust in Energie umgewandelt und den Hammer ausgepackt. Aus der Distanz zog der Bulgare ab und traf unhaltbar zum höchst verdienten 1:1 (86.). In den Folgeminuten verteidigten die Gäste mit aller Macht das eigene Tor. Der VfB drängte und hätte vielleicht noch gewonnen, wenn nach einem Foul an Laabs der fällige Elfmeter gepfiffen worden wäre. Hätte, wenn und aber zählen natürlich nicht und deshalb durften die Gäste am Ende über einen Punkt jubeln, den sie sich mit tollem Kampfgeist auch verdient hatten.

Stimmen zum Spiel

Enrico Maaßen, Trainer SV Drochtersen/Assel: Wir wussten um die Stärken des VfB, der dem Gegner gerne den Ball überlässt und sich damit leichter tut. Diesen Gefallen haben wir ihnen nicht getan. Unser Torhüter hat den Punkte heute natürlich festgehalten, aber gerade nach dem Wechsel haben wir das insgesamt gut gemacht. Ich denke, das 1:1 ist glücklich, geht aber in Ordnung. Die Erwartung in Oldenburg ist sehr, sehr hoch, aber die Fans können hier sehr stolz auf diese Mannschaft sein.

Dietmar Hirsch, Trainer VfB Oldenburg: Die Mannschaft ist nicht zufrieden mit dem Punkt und das ist ein gutes Zeichen, denn es macht deutlich, wie ehrgeizig die Jungs sind. Ich denke schon, dass wir das Spiel gewinnen müssen, denn in der ersten Halbzeit haben wir klare Chancen. Da muss man dann im Abschluss auch mal galliger sein, geiler darauf sein, das Tor zu machen. Beim Gegentor waren wir viel zu passiv, das ärgert mich. Allerdings muss ich hier auch mal Kritik üben. Es darf keine Rolle spielen, ob das gerecht ist oder nicht. In der 92. Minute muss der Schiedsrichter die Eier haben und einen ganz klaren Elfmeter für uns geben. Das ist eine spielentscheidende Szene. Der Dank der Mannschaft und auch von meinem Trainerteam gilt heute den Zuschauern, die uns super unterstützt haben.“

Thorsten Tönnies, VfB Oldenburg:
Ich denke nicht, dass ich bei meinem Tor in der ersten Halbzeit im Abseits stehe. Das es heute nicht zum Sieg gereicht hat, ist ärgerlich, aber wir haben alles abgerufen und sind nach dem Rückstand nochmal zurückgekommen. Nächste Woche fahren wir nach Norderstedt und wollen da drei Punkte holen.

 

Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Dennis Engel, Franko Uzelac, Dominik Volkmer, Maycoll Canizales-Smith – Florian Stütz, Kamen Hadzhiev – Ivo-Valentino Tomas (58. Nils Laabs), Alessandro Ficara (58. Marius Winkelmann), Thorsten Tönnies – Kiala Makangu Kifuta
Trainer: Dietmar Hirsch

SV Drochtersen/Assel: Patrick Siefkes – Nico Mau, Sören Behrmann, Thomas Johrden, Matti Grahle – Oliver Ioannou, Stefan Wolk – Florian Nagel (70. Meikel Klee), Alexander Neumann (90+1. Benjamin Zielke), Henry Sung – Danny-Torben Kühn (76. Jannes Elfers)
Trainer: Enrico Maaßen

Tore: 0:1 Danny-Torben Kühn (69.); 1:1 Kamen Hadzhiev (85.)

Schiedsrichter/in: Fabian Porsch (Barsbütteler SV) – Assistenten: Daniel Gawron (TuS Osdorf), Markus von Glischinski (SC Eilbek)
Zuschauer: 2279

Gelbe Karte: Ivo-Valentino Tomas (5., gesperrt), Dominik Volkmer (3.), Florian Stütz (6.) / Matti Grahle (3.), Thomas Johrden (3.), Oliver Ioannou (4.), Jannes Elfers (2.)

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