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RegionalligaSchwere Aufgabe für die Blauen

7. November 2015
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Die Regionalliga-Tabelle lässt den geneigten VfB-Fan zurzeit natürlich mit der Zunge schnalzen. Die Blauen auf Platz eins, das ist doch ein echter Leckerbissen. Allerdings ruft es Woche für Woche auch die Konkurrenz auf den Plan. Am Sonntag, um 14 Uhr wird die U23 des Hamburger SV zum „Mundraub“ im Marschwegstadion auflaufen, mit prominenter Verstärkung.

Während man als Blauer also durchaus erfreut auf die Tabelle schaut und insgeheim ganz sicher mal grübelt und rechnet, ob es denn zum Gewinn der Herbstmeisterschaft reicht, ist man im Lager der jungen „Rothosen“ mindestens irritiert. In der vergangenen Saison servierte die Mannschaft, damals von vormaligen Oldenburger Joe Zinnbauer höchst erfolgreich trainiert, lange Zeit ein fußballerisches Gourmet-Gericht nach dem nächsten. Heute, um das kulinarische Bild nochmals zu strapazieren, schmeckt die Regionalliga-Suppe fast schon ein wenig versalzen. Wir versuchen uns an dieser Stelle mal an einem Überblick.

Die Situation des HSV II: Der Vorjahresdritte schwebt in Abstiegsgefahr. Das zumindest könnte meinen, wer allein die Statistik bemüht. Nur drei Siege hat die Mannschaft bislang erarbeitet, viermal unentschieden gespielt, aber schon siebenmal verloren. Das hat wenig gemein, mit dem spielerisch so brillianten Ensemble der Vorsaison, das lange wie ein sicherer Titelgewinner ausgesehen hat. Am Ende reichte es nicht ganz, auch weil Zinnbauer in die Bundesliga wechselte und den einen oder anderen Leistungsträger zuviel mit nach „oben“ genommen hat.

Das Kardinalproblem: 15:22 Tore in 15 Spielen machen deutlich, woran es beim HSV II aktuell hapert. Die Mannschaft schießt zu wenig Tore. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Im Sommer gab es einen großen personellen Umbruch. 14 Spieler haben den Kader verlassen, 14 neue Kicker wurden verpflichtet. Erneut sollte Joe Zinnbauer das Personal anleiten, nachdem sein Bundesliga-Gastspieler letztlich nicht vom Erfolg gekrönt war. Dass der Trainer seinerzeit sehr deutlich vor einer schweren Saison gewarnt hat, kam wohl nicht überall an. Mittlerweile kann es Zinnbauer fast egal sein. Der Fußballlehrer wechselte in die erste schweizer Liga, trainiert jetzt den FC St. Gallen. Nachfolger wurde der langjährige Co-Trainer der Reserve, Soner Uysal.

Der Saisonverlauf:
Die Mannschaft startete mit einem 2:1-Sieg beim Goslarer SC in die Saison. Das sah anfänglich gut aus, doch tatsächlich sollte es beim zum sechsten Spieltag dauern, ehe die Nachwuchs-Rothosen die nächsten drei Punkte auf dem Konto verbuchen durften. Sie gewannen 2:1 gegen den SV Drochtersen/Assel. Den Bock hatten sie damit allerdings noch lange nicht umgestoßen, denn erneut folgte eine Durststrecke von sechs Spielen ohne dreifachen Punktgewinn, ehe die Mannschaft mit 3:0 beim BSV Rehden triumphierte.

Der Trend: Der HSV hat sich gefangen. Offensichtlich hat Soner Uysal die richtige Mischung gefunden. Das 3:0 in Rehden war unstreitig ein Ausrufezeichen und soll rückblickend den Start einer kleinen Serie bedeuten, denn auch in der vergangenen Woche konnte der HSV punkten. Bis zur 64. Minute lagen die Hamburger gegen den VfB Lübeck mit 0:2 zurück, am Ende allerdings teilte man sich mit 2:2 die Punkte. Das spricht unbedingt für die Moral der jungen Mannschaft.

Die Leistungsträger: Sie haben allesamt Profi-Erfahrung. Nico Charrier, in der vergangenen Saison von Joe Zinnbauer für den HSV entdeckt, zählte ebenso dazu, wie Ahmet Arslan. Letzterer zählte bereits zum Kader der Bundesliga-Profis. Auf das Konto der beiden gehen sieben der insgesamt 15 Saisontore. Charrier war viermal erfolgreich, Arslan erzielte drei Tore. Zuletzt allerdings stand ein anderer Kicker im Mittelpunkt. Artjoms Rudnevs, lettischer Nationalspieler, der in 82 Bundesliga-Spielen 19 Tore für den HSV und Hannover 96 erzielt hat, soll in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln. Das tut er mit Erfolg. Zweimal kam Rudnevs zuletzt zum Einsatz, spielte dabei 180 Minuten und erzielte zwei wichtige Tore.

Die Einschätzung: Auf den VfB Oldenburg wartet eine ganz schwere Aufgabe. Die Hamburger sind deutlich stärker als die Tabelle glauben macht. „Die wissen selbst nicht, warum sie gerade unten drin stehen“, sagt VfB-Trainer Dietmar Hirsch, der seine Mannschaft auf einen taktisch gut ausgebildeten, spielerisch starken Gegner einstellen muss. Mit Rudnevs hat der HSV einen Fixpunkt für die Offensive gewonnen, der Spiele im Alleingang entscheiden kann. Ihn wird die VfB-Deckung zu allererst in den Griff zu bekommen haben. Kann die Mannschaft aber an ihre starke Vorstellung aus dem Spiel in Norderstedt anknüpfen, ist unbedingt ein Heimsieg möglich. Ivo Tomas steht nach seiner Verletzung wieder zur Verfügung. Maycol Canizales dagegen wird aufgrund seines Platzverweis aus der Vorwoche fehlen. Er könnte in der Viererkette durch Thorsten Tönnies vertreten werden. Offen ist, wer dessen Part im Mittelfeld übernimmt. „Wir werden uns etwas einfallen lassen“, sagt Dietmar Hirsch.

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