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RegionalligaVfB wird „Wintermeister 2015“

12. Dezember 2015
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Der VfB Oldenburg geht als „Wintermeister“ in die Regionalliga-Pause. Vor 1.504 Zuschauern reichte es für die Blauen gegen Hannover 96 II allerdings nur zu einem 1:1. Florian Stütz traf vom Elfmeterpunkt zum mehr als verdienten Ausgleich, nachdem Markus Ballmert die Gäste überraschend in Führung gebracht hatte.

„In der ersten Halbzeit war das kein Männerfußball“, zürnte VfB-Trainer Dietmar Hirsch nach dem Abfiff, hatte dann aber auch ein Lob für seine Mannschaft parat. „Nach dem Rückstand haben die Jungs alles reingehauen, Leidenschaft Aggressivität und sich den Punkt mehr als verdient.“ Das Trainer-Fazit kam dem Spiel in der Tat sehr nahe, wenngleich die Oldenburger durchaus auch schon zur Pause hätten führen können. Allen voran Hannovers Torhüter Samuel Radlinger und der Pfosten hatten allerdings etwas dagegen.

Hirsch hatte seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen verändert. Für den verletzten Dominik Kisiel stand Fabian Klinkmann zwischen den Pfosten. Um es vorweg zu nehmen, der Torhüter der U19 des JFV Nordwest rechtfertigte das Vertrauen der Trainer zu einhundert Prozent. Klinkmann zeigte nicht einen Hauch von Nervosität, strahlte vielmehr Ruhe und Selbstvertrauen aus und feierte ein wirklich gelungenes Regíonalliga-Debüt. Außerdem hatte sich der VfB-Trainer für einen Startelf-Einsatz von Marius Winkelmann entschieden. Alessandro Ficara nahm dagegen zu Beginn auf der Bank platz.

Taktisch agierte die Mannschaft wie in Havelse. Moritz Steidten und Kamen Hadzhiev bildeten das defensive Mittelfeld, Florian Stütz agierte zentral offensiv, Winkelmann kam über die Rechte Seite, Ivo Tomas über links. Kifuta Kiala Makangu war als klarer Zentrumsstürmer unterwegs.

Das hätte sich bereits nach sechs Minuten auszahlen können. Allerdings wurde der Oldenburger Angreifer von einem Hannoveraner auf Höhe des Strafraums klar gefoult. Warum Schiedsrichter Julian Lüddecke hier keine gelbe Karte zückte, wird als Geheimnis in die Historie dieses Spiels eingehen, machte allerdings sehr früh deutlich, dass der Unparteiische gedachte, die Begegnung an der langen Leine zu führen. Das wiederum nutzten vor allem die Gäste nachhaltig aus. Immerhin, die Blauen durften zum Freistoß antreten, knapp 18 Meter vom Tor entfernt. Tomas und Stütz standen bereit und am Ende schlenzte Tomas die Kugel gefühlvoll über die Mauer. Die Fans frohlockten bereits, denn Torhüter Radlinger konnte den Ball nur verdutzt hinterher schauen, durfte dann aber erfreut feststellen, dass die Kontaktaufnahme mit dem Pfosten der Begegnung mit dem Tornetz vorzog.

Knappe fünf Minuten später wurde es abermals brenzlig für die Gäste. Nach einer feinen Flanke von Dennis Engel hatte Kifuta perfekt für Stütz aufgelegt, doch dessen Flachschuss aus kurzer Distanz konnte ein Abwehrspieler vor der Torlinie klären. Wer jetzt gehofft hatte, der VfB könnte den Druck hoch halten und würde zeitnah die Führung erzielen, wurde allerdings enttäuscht. Der Kick verflachte, was durchaus auch dem Auftritt der Gäste geschuldet war. Ein echtes Interesse daran, das Oldenburger Tor in Bedrängnis zu bringen, war kaum auszumachen. Vielmehr waren die

Hannoveraner über weite Strecken bemüht, das Spiel des VfB immer wieder zu stören und schon früh in der ersten Halbzeit wurde jede sich bietende Gelegenheit genutzt, Zeit von der Uhr zu nehmen.

Weil die Oldenburger sich zwar bemühten, aber nicht zwingend agierten, dauerte es bis zur 30. Minute, ehe es wieder spannend wurde. Radlinger hatte sich zu weit aus dem Strafraum gewagt, konnte den Ball nicht wegschlagen und fast im Liegen kam Winkelmann zum Schuss. Doch der Oldenburger verfehlte das Tor knapp. Kurz darauf spielte Stütz einen langen Diagonalpass, doch Winkelmann kann das Spielgerät nicht gut genug unter Kontrolle bringen, um aus kurzer Distanz abzuschließen (36.). Mehr hatte die ersten Halbzeit dann allerdings auch nicht zu bieten.
Dietmar Hirsch war das zu wenig und er reagierte. Winkelmann blieb in Kabine und fortan durfte Ficara rechts Dienst tun. Ein Wechsel, der durchaus für Schwung im Oldenburger Spiel sorgen sollte, wenngleich die Gastgeber erstmal einen Nackenschlag kassierten. Franko Uzelac konnte den Ball nach einem langen Pass nicht klären, Markus Ballmert reagierte gedankenschnell und ließ Fabian Klinkmann mit seinem Schuss keine Chance. Nach 50 Minuten hieß es 0:1.

Derart provoziert, kämpften sich die Oldenburger ins Spiel und hatten praktisch mit dem nächsten Angriff die Chance zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Hadzhiev nahm Ficara den Ball volley, zielte aber knapp über das Tor. Von Minute zu Minute wurde es zudem ruppiger und mehrfach rückte Schiedsrichter Lüddecke in den Fokus. So auch nach einer knappen Stunden. Tönnies war mit hohem Tempo Richtung Tor unterwegs, wurde aber von Torhüter Radlinger gebremst, der sich über einen Elfmeterpfiff nicht hätte beschweren dürfen.

Längst hatten die Gäste gemerkt, dass es hier für sie noch ganz eng werden könnte und kosteten fortan jede Unterbrechung bis zur letzten Sekunde aus. Wirklich ärgerlich war indes der erkennbare Mangel an physischer Robustheit im Tun der Hannoveraner. Nahezu jeder Körperkontakt im Zweikampf wurde durch deutlich vernehmbares Wehklagen begleitet und endete mit schöner Regelmäßigkeit auf dem Rasen. Am Ende allerdings half das wenig, denn der VfB drängte und drückte und musste sich allein den Vorwurf gefallen lassen, im Strafraum zu selten den Abschluss gesucht zu haben. Dietmar Hirsch hatte den Takt auch durch zwei weitere Wechsel nochmals erhöht. Er brache Nils Laabs für Tomas (70.) und zwei Minuten später Ibrahim Temin für den verletzten Hadzhiev. Beide fügten sich gut ein und brachten eine ähnliche Physis auf den Platz, wie der überragend kämpfende Moritz Steidten.

Hannover wurde im eigenen Strafraum eingeschnürt, allein der Ausgleich wollte nicht fallen, zumal Kifuta nach einem feinen Solo am langen Pfosten vorbei zielte (74.). Vom immer frenetischer mitgehenden Publikum angetrieben, drängte der VfB weiter und als Fynn Arkenberg einen Schuss von Stütz nur mit dem Arm abwehren konnte, gab Lüddecke dann doch noch einen Elfmeter für den VfB. Florian Stütz verwandelte eiskalt zum hoch verdienten Ausgleich (81.) und leitete damit eine stürmische Schlussoffensive der Oldenburger ein, die noch zu zwei dicken Chancen kamen. Von Stütz in Szene gesetzt, wurde Nils Laabs im Fünfmeterraum beim Schuss hart angegangen. Ein weiterer Strafstoss für die Blauen wäre berechtigt gewesen (87.). Drei Minuten später hatte dann Stütz den Sieg auf den Fuß. Diesmal hatte Laabs überragend aufgelegt, doch Stütz konnte Radlinger nicht überwinden und so blieb es beim Unentschieden, das den Gästen sehr schmeichelte.

Stimmen zum Spiel

Michael Krüger, Trainer Hannover 96 II: Wir wollten unbedingt einen Punkt, den haben wir geholt. Der VfB ist nicht zufällig Tabellenführer. Das hat die Mannschaft sich hart erarbeitet. Wir gehen in Führung, aber danach waren die Oldenburger sehr druckvoll und wir haben keine Ruhe mehr reinbekommen. Der Ausgleich war verdient, keine Frage. Ich wünsche dem VfB, dass er es jetzt bis zum Saisonende da oben durchziehen kann.

Dietmar Hirsch, VfB Oldenburg: Mit dem Ergebnis bin ich überhaupt nicht zufrieden. In der ersten Halbzeit war es kein Männerfußball von uns. Das 0:1 war dann der Wachmacher. Anschließend haben wir wirklich nochmal alles rausgehauen. Insgesamt haben die Jungs eine überragende Runde gespielt. Wir gehen jetzt in die Pause, tanken auf und dann werden wir im neuen Jahr alles versuchen, um die Tabellenführung zu verteidigen.

Georg Koch, VfB Oldenburg: Schade, dass es nur zu einem Punkt gereicht hat. Kämpferisch kann man der Truppe sicher keinen Vorwurf machen, aber wir müssen aus unseren Chancen mehr machen. Fabian Klinkmann hat mich nicht überrascht. Der Junge hat das im Training schon gezeigt. Er ist nervenstark, strahlt viel Ruhe aus. Ein selbstbewußter, guter Typ und das hat er auch im Spiel gezeigt.

Fabian Klinkmann, VfB Oldenburg: Es war ein überragendes Gefühl, dass ich heute dabei sein durfte. Ich habe noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt, aber nervös war ich nicht. Es hat mir großen Spaß gemacht. Das Gegentor ärgert mich natürlich. Vielleicht muss ich da noch lauter sein und Franko signalisieren, dass ich den Ball haben will. Zum Glück haben wir noch den Ausgleich gemacht.

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Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Fabian Klinkmann – Kamen Hadzhiev (72. Ibrahim Temin), Franko Uzelac, Dominik Volkmer, Thorsten Tönnies – Dennis Engel, Marius Winkelmann (46. Alessandro Ficara) – Moritz Steidten – Florian Stütz, Ivo-Valentino Tomas (70. Nils Laabs) – Kiala Makangu Kifuta
Trainer: Dietmar Hirsch

Hannover 96 II: Samuel Radlinger – Kevin Wolf, Fynn Arkenberg, Patrick Schwarz, Lukas Wilton – Maurice Hirsch, Sebastian Ernst (87. Kevin Krottke) – Fabian Pietler, Markus Ballmert, Valmir Sulejmani (82. Tim Dierßen) – Melih Hortum (74. Dennis Hoins)
Trainer: Michael Krüger

Tore: 0:1 Markus Ballmert (49.); 1:1 Florian Stütz (Handelfmeter, 81.)

Schiedsrichter/in: Julian Lüddecke (SF Ahlum) – Assistenten: Nicolai Rühmann (FC Pfeil Broistedt), Florian Cacalowski (TSV Semmenstedt)
Zuschauer: 1504

Gelbe Karte: Ibrahim Temin (3.) / Sebastian Ernst (3.), Fynn Arkenberg (3.)

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