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RegionalligaSpannender Auftakt

5. Februar 2016
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Die Standortbestimmung nach der Winterpause lässt nicht lange auf sich warten. Mit dem Derby beim SV Meppen startet der VfB Oldenburg in die Rückrunde. Am Sonntag, um 14 Uhr wird das ewig junge Nachbarschaftsduell angepfiffen. Grund genug, den Auftaktgegner einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

Zwischenstand: Als Tabellenfünfter ist der SV Meppen in die Winterpause gegangen. In 17 Spielen haben die Emsländer 33 Punkte eingesammelt, dabei zehnmal gewonnen und dreimal unentschieden gespielt. 17 Spiele? Richtig, keine andere Mannschaft der Regionalliga-Nord hat derart selten gegen den Ball getreten. Als Folge dessen müssen die Meppener drei Spiele nachholen und hätten eigentlich schon seit zwei Wochen im Spielbetrieb sein sollen. Doch die neu angesetzten Spiele gegen Weiche Flensburg und bei Hannover 96 II sind erneut abgesagt worden. Das Tabellenbild ist natürlich trügerisch. Man könnte meinen, die ambitionierten Meppener seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Tatsächlich können sie mit Siegen in den Nachholspielen zum Tabellenzweiten VfL Wolfsburg II aufschließen. Will sagen: Für den SVM kann es noch steil nach oben gehen. Einen Lizenzantrag haben sie im Emsland für die 3. Liga gestellt.

Die Trainer: Christian Neidhart ist in Oldenburg kein Unbekannter, immerhin hat er bei den Blauen schon gekickt und zu Beginn seiner Karriere als Übungsleiter in Oldenburg den Nachwuchs gecoacht. Vor seinem Wechsel ins Emsland war Neidhart erfolgreich beim SV Wilhelmshaven tätig. In Meppen arbeitet er seit 2013. Anfänglich noch als sportlicher Leiter installiert, wurde der gebürtige Braunschweiger dann zum Nachfolger des geschassten Heiko Flottmann auf der Trainerbank. Sein Vertrag läuft bis Juni 2017. Ihm zur Seite steht ein weiterer, im Norden bestens bekannter Ex-Profi. Mario Neumann wechselte im Sommer vom BV Cloppenburg an die Seite von Neidhart.

Die Mannschaft: Im Emsland wird weitestgehend unter professionellen Bedingungen gearbeitet. Christian Neidhart hat bislang zwanzig Kicker eingesetzt. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass sich der Kern auf 13 Akteure reduziert, die auf zweistellige Einsatzzahlen kommen. Allerdings ist die Aussagekraft der Statistik eine höchst relative. Max Kremer etwa war nur neunmal am Ball. Dabei wäre der designierte Schwiegersohn des Cheftrainers fraglos Stammspieler, körperliche Fitness vorausgesetzt. Doch Kremer fehlte wiederholt aufgrund von Verletzungen, erzielte aber dennoch schon fünf Tore. Mit Patrick Posipal und Dennis Geiger waren nur zwei Spieler immer dabei. Martin Wagner, Sebastian Schepers, Erdogan Pini, Muhamed Alawie und Janik Jesgarzewski kommen auf immerhin 16 Einsätze.

Torjäger: Trefflich unterwegs ist der Ex-Oldenburger Muhamed Alawie. Der sympathische „Hamudi“ ist zwar erst im Sommer nach Meppen gekommen, aber schon Publikumsliebling und das aus gutem Grund. Alawie ist mit acht Treffern bester Torschütze seiner Mannschaft, darüber hinaus aber auch unermüdlich unterwegs. Max Kremer (5 Tore) und Erdogan Pini (4) folgen in der mannschaftsinternen Torjägerliste.

Leistungsträger: Natürlich muss dabei Muhamed Alawie genannt werden. Der vormalige Lüneburger ist körperlich so fit, wie selten zuvor, macht weite Wege und trifft. Ganz sicher gilt das aber auch für Matin Wagner und Patrick Posipal, die im Mittelfeld Akzente setzen oder Abwehrchef Dennis Geiger und fraglos muss man auch Kremer zu dieser Liste hinzufügen. Ist er fit, zählt der Offensivkicker zu den herausragenden Fußballern der Regionalliga. Wichtig für die Mannschaft ist unstreitig auch Sebastian Schepers. Satte 249 Spiele hat der gebürtige Harener für den SV Meppen bestritten, für den er seit 2007 am Ball ist. Zumindest temporär kann auch Jens Robben noch Akzente setzen. Der stets streitbare Ex-Profi ist zwar zum Teilzeitarbeiter geworden, wäre aber gerade im Derby sicherlich ein Faktor, Stichwort Zweikampf und Emotion.

Hin und weg: Im Sommer hat Christian Neidhart beim Personal kräftig aussortiert. 12 Spieler mussten gehen, acht neue wurden verpflichtet. Zwei echte Glücksgriffe hat der Trainer dabei wenig überraschend in Lüneburg getan. Muhamed Alawie und Patrick Posipal sind Leistungsträger. Erdogan Pini, vom FC St. Pauli gekommen, fand erst spät seine Form, der vormalige Herthaner Mirco Born kam über den Status Ergänzungsspieler nicht hinaus. Im Winter haben sich die Emsländer auf dem Transfermarkt sehr zurückgehalten. Der Ankündigung, keinen Spieler zu holen, sind sie dann aber nicht ganz treu geblieben. Um die Innenverteidigung zu verstärken, wurde der drittliga-erfahrene Jovan Vidovic verpflichtet. Der 27-jährige ist eine echte „Kante“, bringt satte 1,97 Meter Körperlänge auf den Platz.

Ausfall: Ein ganz langes Gesicht macht am Sonntag Benjamin Gommert. Der Torhüter muss nämlich zuschauen. Im Spiel beim Goslarer SC kassierte er die rote Karte und ist gesperrt, weil die Spiele gegen Flensburg und Hannover erneut ausgefallen sind. Er dürfte vom erst 19-jährigen Lars-Oliver Huxsohl vertreten werden.

Taktik und Vorbereitung: Christian Neidhart hat in der Vorbereitung ein offensives 3-4-3-System ausprobiert. Ob er derart auch im Derby spielen lässt? Man darf gespannt sein. Auch personelle Varianten hatte der SVM-Trainer in petto. So durfte etwa der kirgisische Nationalspieler Viktor Maier mal in der Dreier- oder Viererkette ran, obschon er eigentlich zu den Offensiven zählt. Zwar zitiert die Presse mit schöner Regelmäßigkeit einen zufriedenen Meppener Trainer, doch die Ergebnisse lassen nicht darauf schließen, dass die Emsländer in den letzten Wochen viel Selbstvertrauen getankt haben. Von den wichtigeren Testspielen wurde nur jenes gegen den FC Jong Groningen gewonnen. Den Regionalliga-Konkurrenten aus Wattenscheid und Verl unterlagen die Emsländer ebenso, wie Drittligist Preußen Münster und zuletzt hieß es gegen die U23 von Borussia Dortmund, Tabellenelfter in der Regionalliga-West, sogar 1:6. Letztlich allerdings zählt das alles nicht, denn um Punkte geht es erst am Sonntag.

VfB: „Wir sind heiß“, sagt Dietmar Hirsch lachend. Der Trainer des VfB Oldenburg ist froh, dass es endlich losgeht. Seit Anfang Januar hat er seine Mannschaft vorbereitet, unter anderem mit einem Trainingslager in der Türkei. Das Ziel ist klar formuliert. Der VfB will aufsteigen. Aus diesem Grund wurde der Kader leicht verändert. Den Abgängen von Thomas Celik, Kai Kaissis, Pascal Steinwender, Tobias Ahrens und Jannik Vollmer stehen vier Neuzugänge gegenüber. Andi Pollasch und Max Wilschrey sind schon etwas länger dabei, auch Torhüter Jannik Wetzel durfte schon geraume Zeit mit der Mannschaft üben. Dagegen kam Joshau Adomako erst unmittelbar vor Schließung der Transferliste. Kein echter Neuzugang, sondern ein Rückkehrer ist Kevin Samide. Frei von Problemen sind die Blauen auch nicht. Ivo Tomas hat sich im Trainingslager am Knie verletzt, Kevin Samide zog sich beim Test gegen den Berliner AK ebenfalls eine Knieverletzung zu. Zudem ist der beste Vorlagengeber, Florian Stütz, angeschlagen. Karlis Plendiskis ist erst seit Mittwoch wieder im Training. Ob Adomako zum Kader zählen wird, ließ Hirsch offen. „Er ist noch nicht hundertprozentig fit, aber der Bursche arbeitet hart und es wird jeden Tag besser“, sagt der Trainer. Seine Zielvorgabe ist klar. „Wir wollen in Meppen unser Spiel durchbringen und auch drei Punkte holen.“

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