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RegionalligaVfB setzt Ausrufezeichen

7. Februar 2016
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Mit einem auch in dieser Höhe vollauf verdienten 5:1-Sieg beim SV Meppen ist der VfB Oldenburg ins Fußballjahr 2016 gestartet. Vor 3.489 Zuschauern, darunter sicherlich mehr als 500 lautstarken Oldenburgern, sorgten die Blauen bereits vor dem Seitenwechsel für eine Vorentscheidung in einem einseitigen Derby.

Trainer Dietmar Hirsch hatte sich für Marius Winkelmann als Ersatz für den verletzten Florian Stütz entschieden. Zudem kam Neuzugang Andreas Pollasch zu seinem Debüt für den VfB. Auf Seiten der Gastgeber saß Winter-Neuzugang Jovan Vidovic dagegen auf der Bank. Für die Innenverteidigung hatte Trainer Christian Neidhart neben Dennis Geiger überraschend Patrick Posipal nominiert. Weniger überraschend war dagegen, dass Jens Robben im Derby beginnen durfte. Der stets rustikal agierende Routinier stand wiederholt im Mittelpunkt des Geschehens, war nach einer Viertelstunde bereits mit Gelb belastet und fiel in der Folge dennoch nicht nur noch verbal auf, sondern war fraglos einer der wenigen Emsländer, der sich wehren wollte.

Mit Anpfiff der Partie übernahmen die Oldenburger das Kommando. Die Blauen attackierten die erstaunlich verunsicherten Gastgeber früh, zwangen sie so zu Fehlern und kamen zu vielen Ballgewinnen. Bereits nach acht Minuten hatte der VfB folgerichtig die erste Chance. Andy Pollasch hatte aus der Distanz abgezogen, das Tor aber knapp verpasst (8. Minute).

In der nächsten Szene hatte Lars-Oliver Huxsohl dann weniger Glück. Der von Minute zu Minute unsicherer werdende Torhüter, auch sicherlich kein Filigranfußballer, kam gegen Kifuta Kiala Makangu zu spät. Der Oldenburger Torjäger hatte allerdings leichtes Spiel. Ein Angriff über die starke linke Seite, auf der Thorsten Tönnies mit seinem Gegenspieler beinahe Katz und Maus spielte, endete mit einem Einwurf und den nutzte Miguel Canizales zur Torvorlage. Der VfB-Routinier schleuderte die Kugel wuchtig in die Mitte, dort musste Kifuta den Ball nur noch über die Linie nicken (11.).

Mit diesem Treffer, von den Fans frenetisch gefeiert, hatte der VfB endgültig den Taktstock für dieses Derby in der Hand. Bei Ballbesitz wurde sofort umgeschaltet und es ging mit viel Tempo nach vorne. Links wirbelte Tönnies, rechts stand ihm der flinke Alessandro Ficara in nichts nach. Beispielhaft dafür stand in der Historie dieses Spiels fraglos das 0:2. Ficara war raketengleich gestartet, hatte den nach rechts ausweichenden Kifuta in Szene gesetzt und sich sofort in die Mitte orientiert, um schließlich den Pass vor Kifuta unter die Latte zu schießen (18.).

Entsetzen auf Seiten der Gastgeber, Freude pur beim VfB. Es dauerte bis zur 23. Minute, ehe die Emsländer ihrerseits erstmals einen Hauch von Gefahr entwickelten. Einen Freistoß aus dem Halbfeld konnte Dominik Kisiel allerdings auf Kosten einer Ecke entschärfen. Kurz darauf versuchte sich Martin Wagner als Distanzschütze, blieb aber ohne Erfolg (28.).

Wie man es besser macht, demonstrierte in der 35. Minute der Gast. Einen Schuss von Tönnies konnte Huxhohl noch mit Mühe von der Linie kratzen, gegen den Nachschuss von Kifuta war der junge Torhüter dann aber machtlos und es hieß 0:3. Das war dann doch zuviel für die Nerven der emsländischen Anhänger, die sich als schlechte Gastgeber zeigten und Alessandro Ficara beim Ausführen eines Eckballs mit Gegenständen bewarfen (38.).

Die vollkommene Zufriedenheit der Oldenburger sollte allerdings vor dem Halbzeitpfiff noch einen Dämpfer kassieren. Nach einer Ecke konnte die VfB-Abwehr nicht klären und Johann-Gerard Wigger traf aus dem Gewühl mit einem strammen Schuss zum 1:3 (45.). Unmittelbar zuvor hatte Ficara noch das 0:4 verpasst.

Jede Meppener Hoffnung, das Spiel nach dem Seitenwechsel noch drehen zu können, war schnell kein Thema mehr. Die Oldenburger begannen erneut konzentriert und sorgten dann auch schnell für klare Verhältnisse und wie. Nach einer Ecke von Ficara schraubte sich Dominik Volkmer, der gemeinsam mit Franko Uzelac Meppens Torjäger Muhamed Alawie zur Wirkungslosigkeit verurteilt hatte, in die Höhe. Sein Kopfball verfehlte das Tor allerdings noch knapp (55.). Zwei Minuten später durfte der blau-weiße Anhang dann erneut kollektiv jubeln. Marius Winkelmann erzielte nämlich ein Tor des Monats. Aus spitzem Winkel traf der Mittelfeldspieler mit einem Kunstschuss zum 1:4 (57.).

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Die Meppener wurden in der Folge fast zu Komparsen in einem einseitigen Spiel degradiert. Allen voran Thorsten Tönnies wirbelte die Gastgeber immer wieder durcheinander. Dass Christian Neidhart in der Halbzeit seine Defensive auf eine Dreierkette umgestellt hatte, entpuppte sich als Fehlgriff, wie der SVM-Trainer nach dem Spiel auch selbstkritisch anmerkte. Innerhalb von drei Minuten hatte Tönnies gleich zweimal das fünfte Oldenburger Tor auf dem Fuß, traf aber nicht. „Ein Treffer war mir heute einfach nicht vergönnt“, ärgerte sich der VfB-Kapitän nach dem Spiel.

Die Gastgeber wollten jetzt alles auf eine Karte setzen, brachten mit Erdogan Pini und Mirco Born zwei neue Stürmer und hofften auf den abermaligen Anschluss. Doch die Blauen setzten in der 68. Minute den endgültigen Schlusspunkt. Dennis Engel, seit der Jugend für die Oldenburger am Ball, erzielte aus der Distanz das 1:5 (68.).

Beim VfB kamen schließlich noch Nils Laabs (73.) und Antti Mäkijäriv (85.) für Ficara und den angeschlagenen Engel ins Spiel. Am Ende hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können, da die Gastgeber sich aufgaben. Allein Unkonzentriertheiten im Abschluss standen dem im Weg. Ein Lapsus, der an diesem denkwürdigen Nachmittag allerdings nicht ansatzweise ins Gewicht fiel.

Stimmen zum Spiel

Christian Neidhart, Trainer SV Meppen: Ein 1:5 in so einem Derby, noch dazu zuhause, das tut richtig weh. Der Sieg geht aber in Ordnung. Bei uns hat von Anfang an die Körpersprache nicht gestimmt, wir hatten kein Zweikampfverhalten. Das hat man auch beim zweiten Tor gesehen. Posipal muss die Situation klären, im Zweifel auf Kosten eines taktischen Fouls. Nach dem 1:3 hatten wir nochmal kurz Hoffnung, allerdings muss ich auch sagen, dass es eine falsche Entscheidung war, auf Dreierkette umzustellen. Marc Schnier hat es auf der Seite überhaupt nicht hinbekommen, so dass wir nochmal reagieren mussten. Das 1:4 war dann die Entscheidung.

Dietmar Hirsch, Trainer VfB Oldenburg: Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir im Training einstudiert haben. Die Jungs haben heute eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Das war schon ein guter Start in die Rückrunde.

Zahlen, Daten & Fakten

SV Meppen: Lars Huxsohl – Janik Jesgarzewski (46. Jovan Vidovic), Dennis Geiger, Johan Wigger, Sebastian Schepers – Jens Robben, Patrick Posipal – Marc Schnier (66. Erdogan Pini), Max Kremer (71. Mirco Born), Martin Wagner – Muhamed Alawie
Trainer: Christian Neidhart

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Dennis Engel (79. Antti Mäkijärvi), Franko Uzelac, Dominik Volkmer, Maycoll Canizales-Smith – Kamen Hadzhiev, Andreas Pollasch – Alessandro Ficara (74. Nils Laabs), Marius Winkelmann (65. Kevin Samide), Thorsten Tönnies – Kiala Makangu Kifuta
Trainer: Dietmar Hirsch

Tore: 0:1 Kiala Makangu Kifuta (11.); 0:2 Alessandro Ficara (17.); 0:3 Kiala Makangu Kifuta (35.); 1:3 Johan Wigger (45+2.); 1:4 Marius Winkelmann (56.); 1:5 Dennis Engel (67.)

Schiedsrichter/in: Markus Büsing (SV Hellern) – Assistenten: Benjamin Schmidt (Spvgg Laatzen), Steffen Geismann (FC Lindau-Harz)
Zuschauer: 3489

Gelbe Karte: Jens Robben (6.), Patrick Posipal (3.) / Kiala Makangu Kifuta (4.), Marius Winkelmann (3.)

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