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RegionalligaVerein„Zusätzliche Mittel erwirtschaften“

6. März 2016
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Eine Dauerkarte auf Lebenszeit, mit diesem Projekt ist der VfB Oldenburg am Freitag an die Öffentlichkeit gegangen. Grund genug, mit Präsident Wilfried Barysch über die Beweggründe, aber auch einiges andere zu sprechen.

Werbeplätze im Marschwegstadion sind rar gesät, die Tribüne ist vermarktet worden, die Trikotbrust belegt. Musste der VfB deshalb zu dieser noch immer außergewöhnlichen Marketingaktion greifen, Herr Barysch?
Wilfried Barysch: (lacht) Die eine oder andere Werbebande könnten wir sicher noch aufstellen. Davon aber einmal abgesehen, ist es notwendig, dass wir hier mal klar differenzieren. Bandenwerbung, die Tribünenvermarktung oder das Hauptsponsoring sind Maßnahmen, die in erster Linie dazu dienen, den Spielbetrieb zu finanzieren. Die lebenslange Dauerkarte auf den Markt zu bringen, ist notwendig, um andere Ziele zu verfolgen.

Das müssen Sie natürlich detaillierter erklären!
Wilfried Barysch: Gerne! Es ist genau so, wie wir es auch in den Veröffentlichungen mitgeteilt haben. Wir wollen über diesen vielleicht ungewöhnlichen Weg finanzielle Mittel erwirtschaften, um unseren Verein infrastrukturell und personell so aufzustellen, dass wir die Herausforderungen der Zukunft bewerkstelligen können. Es geht, und das betone ich ausdrücklich, nicht darum, hier zusätzliche Mittel zu erwirtschaften, um Löcher zu stopfen oder in die Mannschaft zu investieren. Um ein Bild zu gebrauchen könnte man im weitesten Sinn sagen, wir wollen nicht in Beine investieren, sondern in Steine! Außerdem bieten wir mit der lebenslangen Dauerkarte unseren Fans eine außergewöhnliche Möglichkeit, wirklich Teil dieser tollen Entwicklung, Teil des VfB zu sein.

Welche Herausforderungen sehen Sie konkret auf den VfB Oldenburg zukommen, von sportlichen einmal abgesehen?
Wilfried Barysch: Ich darf in dem Zusammenhang einmal vorwegschicken, dass wir, und da spreche ich stellvertretend auch für meine Vorstandskollegen, mit der Entwicklung der vergangenen Monate nicht nur zufrieden, sondern glücklich sind. Der VfB hat sich nicht nur sportlich unglaublich entwickelt, sondern seinen Stellenwert fraglos auch gesellschaftspolitisch deutlich positiv verändert. Das ist der großartigen Arbeit vieler Menschen geschuldet, die sich hauptamtlich, aber eben zum großen Teil auch ehrenamtlich engagieren. Und da wären wir bei einer großen Herausforderung. Unabhängig vom Ausgang dieser Saison wollen wir diese Entwicklung fortsetzen. Aber, und das muss einfach klar sein, so etwas ist nur möglich, wenn wir einerseits die Infrastruktur deutlich optimieren und uns andererseits auch personell deutlich breiter aufstellen.

Wenn Sie von Infrastruktur sprechen, reden Sie dann auch über die Stadionfrage?
Wilfried Barysch: Über die Stadionfrage spreche ich in diesem Zusammenhang eindeutig nicht. Bei diesem Thema sind wir in sehr, sehr konstruktiveren Gesprächen, allen voran mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der uns wirklich toll unterstützt. Hier geht es beim Thema Infrastruktur allerdings konkret um den Verein, um die Geschäftsstelle, die aus allen Nähten platzt, oder etwa um unser tolles, in Oldenburger einmaliges Projekt, die Blaue Burg. Wir schaffen einen Anlaufpunkt im Herzen der Stadt. Ganz ehrlich, damit geht für viele VfBer, auch für mich, ein kleiner Traum in Erfüllung. Aber um das alles seriös und zukunftsorientiert stemmen zu können, brauchen wir auch finanzielle Mittel, die im laufenden Haushalt so nicht vorgesehen sind.

Wird der Verein sich auch personell neu sortieren?
Wilfried Barysch: Nicht neu sortieren, aber auch hier gilt: Wir müssen uns breiter aufstellen. Ich wiederhole mich gern. Sollten wir den Aufstieg in die 3. Liga schaffen, gibt es klare Vorgaben, auch hinsichtlich personeller Verpflichtungen. Sollte es am Ende nicht ganz reichen, sollten wir zumindest eine Basis geschaffen haben, um erneut angreifen zu können. Das heißt in der Konsequenz, kurz- oder mittelfristig werden wir mehr Manpower benötigen und auch das war nicht in den Haushalt der laufenden Saison eingeplant.

Das heißt, der sportliche Erfolg hat den VfB überholt?
Wilfried Barysch: (lacht) Ja, sogar rechts, aber das ist natürlich eine Herausforderung der angenehmen Art und für uns alle außerdem ein Ansporn, es auch zu schaffen. Zum Glück haben wir schon jetzt ein tolles Team und tolle Partner, die uns dabei unterstützen.

Tolles Team, das ist natürlich ein schönes Stichwort um kurz auf die sportliche Entwicklung einzugehen. Waren Sie vom starken Start in die Rückrunde überrascht?
Wilfried Barysch: Überrascht? Nein, das würde ich nicht sagen. Erfreut, ganz klar, aber wer sieht, mit welcher Professionalität und Akribie unsere sportliche Leitung, unser Trainerteam arbeitet, der kann nicht überrascht sein, sondern darf sich bestätigt fühlen. Wir wissen alle nicht, wie es letztlich ausgehen wird, aber wir wissen jetzt schon, dass Sportdirektor, Trainer und Mannschaft alles tun, um unsere Ziele zu erreichen und das macht uns ebenfalls stolz.

Mit Sportdirektor Ralf Voigt und Trainer Dietmar Hirsch möchte der VfB gerne verlängern. Wie ist der aktuelle Stand?
Wilfried Barysch: Ich würde grundsätzlich ungern Wasserstandsmeldungen abgeben, kann aber sagen, dass wir wirklich sehr konstruktive, gute Gespräche führen, die von Offenheit und gegenseitigem Vertrauen geprägt sind.

Vielen Dank für das Gespräch.

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